Experten fordern Bezahlung der Rauchentwöhnung bei COPD
Pro COPD-Patient könnten über 1300 € gespart werden, wenn die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten für Medikamente zur Rauchentwöhnung übernehmen würde.
Das ergab eine Studie des Gesundheitsexperten und Regierungsberaters Prof. Dr. Jürgen Wasem. Eine medikamentös unterstützte Rauchentwöhnung sei daher nach Angaben Wasems einerseits gesundheitsökonomisch sinnvoll und rette gleichzeitig Lebensjahre. Immerhin liegt die Erfolgsquote der Rauchentwöhnung mit Medikamenten bei 30 % gegenüber 15 % bei der Rauchentwöhnung mit Placebos.
Unterstützt werden die Forderungen vom Deutschen Ärztetag und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) und Beatmungsmedizin. Die Rauchentwöhnung sei nicht nur die wirksamste, sondern auch die kosteneffektivste Maßnahme, um das Voranschreiten der Lungenkrankheit zu stoppen, so Prof. Dr. Stefan Andreas, Leiter der Arbeitsgruppe Tabakprävention bei der DGP. Wenn die Forderungen durchgesetzt werden, könnte zudem chronisch kranken Rauchern auch schon vor dem Entstehen einer COPD ein Angebot zur Rauchentwöhnung gemacht und so weitere Kosten gespart werden.