Behandlung des Asthma bronchiale

Die moderne Asthma-Therapie ermöglicht den meisten Betroffenen ein nahezu beschwerdefreies Leben. Welche Behandlung hilft beim Asthma bronchiale?

Asthma-Therapie

4 Therapiesäulen

Die moderne Asthma-Therapie ruht auf 4 Therapiesäulen:

1. Meiden der Asthma-Auslöser

Als erste Regel der Asthma-Therapie gilt natürlich das Meiden der Auslöser, also der jeweiligen auslösenden Reize oder Allergene. Generell sollten Asthma-Patienten Orte meiden, an denen schlechte Atmungsbedingungen herrschen. Dazu gehören z.B. verrauchte Räume oder Ballungszentren mit hoher Schadstoffbelastung.

2. Medikamentöse Therapie

In der Asthma-Therapie werden hauptsächlich inhalative Medikamente eingesetzt, die meist als Asthma-Sprays (Dosieraerosole) verabreicht werden.

Der Erfolg der modernen Asthma-Therapie beruht hauptsächlich auf einer bestimmten Medikamentengruppe, den inhalativen Kortikosteroiden (Cortison). Die möglichen Nebenwirkungen von Cortison in der Asthma-Therapie sind Heiserkeit, Beeinträchtigung des Stimmapparates und Pilzbefall im Rachen- und Mundraum. Um die Nebenwirkungen von Asthma-Sprays mit Cortison zu minimieren empfehlen Fachgesellschaften bei Asthma bronchiale die Verwendung von Inhalierhilfen.

Für Patienten mit leichtem Asthma bronchiale (weniger als 2 Atemnotsituationen die Woche) reicht die Inhalation eines Notfallmedikaments im Moment der Atemnot, einem kurzwirksamen Beta-2-Mimetikum. Notfallmedikamente wirken bronchialerweiternd und lindern die Atemnot mit sofortiger Wirkung.
Bei mittelschwerem Asthma bronchiale (mehr als 2 Atemnotsituationen in der Woche, auch nachts), wird nach Empfehlung der Globalen Initiative für Asthma (GINA) bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren dauerhaft ein inhalatives Kortikosteroid verabreicht. Inhalative Kortikosteroide werden täglich inhaliert und wirken entzündungshemmend und krampflösend.
Bei schwerem Asthma bronchiale (tägliche Atemnotsituationen am Tag und in der Nacht) wird die Dosis der Medikamente der Basistherapie erhöht. Auch die Verabreichung von Kortikosteroiden in Tablettenform kann bei sehr schwerem Asthma notwendig werden.

3. Patientenschulung

Auch Schulungen helfen, die Lebensqualität der Patienten zu erhalten und den richtigen Umgang mit den Asthma-Symptomen im Alltag zu erlernen. Gerade weil es sich bei Asthma um eine chronische Krankheit handelt, welche die Betroffenen ein Leben lang begleitet, ist eine Patientenschulung sehr empfehlenswert. Hier erlernen Sie wie Sie Ihre Beschwerden lindern können, wie Sie in Notfällen agieren sollten oder auch wie Sie richtig mit den Medikamenten umgehen.

Asthma-Patientenschulungen werden vielerorts angeboten - informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Hausarzt.

4. Asthma-Kontrolle

Die Zusammenarbeit von Arzt und Patient ist bei Asthma bronchiale besonders wichtig. Hier wird die medikamentöse Therapie an den individuellen Schweregrad, die jeweilige Ausprägung und eventuelle Unverträglichkeiten angepasst.

Dabei helfen Lungenfunktionstests (beim Arzt) sowie die regelmäßige Messung der Peak-Flow-Werte, also dem maximalen Luftstrom beim Ausatmen (durch die Patienten). Diese Messungen mit einem Peak-Flow-Meter dienen der Einordnung der Anfälle und geben wichtige Hinweise auf die richtige Medikation.

Asthma-Therapie: Sport stärkt die Lunge

Sportliche Betätigung ist bei Asthma bronchiale nicht nur möglich, sondern wichtiger Bestandteil der Therapie. Regelmäßige Bewegung macht den Körper widerstandsfähiger, indem es die Lungenfunktion und das Immunsystem stärkt, die Herzleistung und die Sauerstoffaufnahme verbessert und die Muskeln trainiert. Insbesondere leichtes Ausdauertraining an der frischen Luft ist Asthma-Patienten zu empfehlen – die Mitnahme des Notfallmedikaments vorausgesetzt.

Die jeweilige Belastung ist beim Sport natürlich an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung anzupassen, eine Überbelastung sollte unbedingt vermieden werden. Welche Sportart in welcher Intensität für Sie richtig ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Facharzt.

Hyposensibilisierung

Bei allergischen Patienten, die auf Pollen oder Hausstaubmilben mit Asthma-Anfällen reagieren, kommt auch eine sogenannte Hyposensibilisierung in Frage. Eine Hyposensibilisierung gewöhnt das Immunsystem schrittweise an die allergieauslösenden Stoffe, indem verdünnte Lösungen der Allergene in regelmäßigen Abständen unter die Haut der Betroffenen gespritzt werden. Diese Immuntherapie dauert in der Regel 3 Jahre und sollte ausschließlich von Spezialisten durchgeführt werden.

Asthma bronchiale - Ursache und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen von Asthma sind bis heute nicht eindeutig geklärt - eine Rolle spielen meist die Erbanlagen und Umgebungsfaktoren.

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