Asthma bronchiale - Ursachen und Risikofaktoren

Wie entsteht Asthma bronchiale? Die genauen Ursachen sind bis heute nicht eindeutig geklärt - eine Rolle spielen meist die Erbanlagen und Umgebungsfaktoren.

Kind mit Heuschnupfen


Gemeinsam ist allen Formen des Asthma bronchiale eine Überempfindlichkeit der Atemwege, die sogenannte bronchiale Hyperreagibilität. Diese Überempfindlichkeit kann sich als Reaktion auf spezifische Reize wie bestimmte Allergene und unspezifische Reize wie körperliche Belastung, Kälte, starke Düfte oder eine Schadstoffbelastung der Atemluft äußern.

An der Entstehung der bronchialen Hyperreagibilität können verschiedene Ursachen und Faktoren beteiligt sein. Vielfach liegt eine Mischung aus familiärer Veranlagung, allergischen Komponenten und weiteren Belastungen der Atemwege zugrunde.

Ursachen von allergischem und nicht-allergischem Asthma

Beim allergischen Asthma äußert sich die Erkrankung vor allem in einer allergischen Reaktion der Atemwege auf bestimmte Allergene. Nicht selten ist dies auf einen regelmäßigen Kontakt mit den Allergenen in der frühen Kindheit zurückzuführen. Häufige Allergene sind z.B. Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilzsporen oder Pollen.

Beim nicht-allergischen Asthma führt meist eine Infektion der Atemwege im Erwachsenenalter zu einer Asthma-Erkrankung. An der asthmatischen Symptomatik ist in diesem Fall erwiesenermaßen keine allergische Reaktion beteiligt. Auslöser sind neben Infekten daher eher unspezifische Reize wie Schadstoffe oder körperliche Anstrengung.

Moderne Lebensweise fördert Entstehung von Asthma

Warum sich Asthma zu einer der weit verbreitetsten Volkskrankheiten entwickelt hat, steht in engem Zusammenhang mit den veränderten Lebensumständen in der modernen Gesellschaft. Die erhöhte Schadstoffkonzentration in der Luft vor allem in städtischen und industriellen Ballungsräumen ist hier beispielsweise zu nennen.

Aber auch veränderte Bauweisen, die Wohnräume immer besser abdichten und zugleich die Frischluftzirkulation vermindern, können mitverantwortlich für Veränderungsprozesse in der Lunge sein. Gleiches gilt für die vermehrte Haltung von Tieren im Wohnbereich, die der Entstehung von Allergien im Kindesalter förderlich sind.

Risikofaktoren

Neben den genannten Ursachen gibt es weitere Faktoren, die bei der Entstehung von Asthma bronchiale eine Rolle spielen und ein Erkrankungsrisiko erhöhen.

  • Häufige Infekte wie Erkältungen, Grippe oder Sinusitis können zu einer chronischen Erkrankung der Atemwege führen und die Atmung beeinträchtigen. Das Asthma kommt und geht dann mit den entzündlichen Prozessen in der Lunge.
  • Auch Heuschnupfen, Neurodermitis oder Milchschorf erhöhen das Erkrankungsrisiko.
  • Manche Asthmatiker reagieren heftig auf bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel, Entzündungshemmer oder Betablocker.
  • Von Belastungsasthma spricht man, wenn körperliche Beanspruchung wie z.B. beim Sport Atemnotsanfälle hervorruft.
  • Rauchen schwächt die Lunge, vermindert die Wirkung von Medikamenten und erhöht das Risiko einer Atemwegserkrankung. Auch Passivrauchen sollte vermieden werden.
  • Bewegungsmangel und Übergewicht besonders in der Kindheit machen die Entstehung von Asthma wahrscheinlicher. In einer neuen Studie wurde auch ein Zusammenhang zwischen einem Mangel an Vitamin D und einer Asthmaerkrankung hergestellt werden (Kompakt Pneumologie, Januar/Februar 2012).

Asthma-Diagnose: Befragung, Untersuchungen, Tests

Bei der Diagnose eines Asthma bronchiale ist vor allem die Abgrenzung zu anderen möglichen Ursachen der Beschwerden wichtig.

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Welche Behandlung hilft bei Asthma bronchiale?

Mit den heutigen Möglichkeiten der Behandlung von Asthma bronchiale besteht weitest gehende Beschwerdefreiheit für die meisten Betroffenen.

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