Der Behindertenausweis bei COPD

Einen Behindertenausweis bei COPD bekommen Sie, wenn Sie als Folge der Erkrankung weite Wege nicht mehr zurücklegen können oder auf besondere Unterstützung angewiesen sind.

Behindertenausweis bei COPD

Wer bekommt einen Behindertenausweis bei COPD?

Einen Behindertenausweis bekommt jeder Patient mit COPD, der nach dem Sozialgesetzbuch als schwer behindert gilt bzw. bei dem ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 Prozent vorliegt. In der Regel trifft das auf Patienten im COPD-Stadium III zu.

Der GdB wird vom zuständigen Versorgungsamt (Amt für Soziales) festgestellt. Der Antragsteller muss außerdem einen Wohnsitz in Deutschland haben, hier berufstätig sein oder sich zumindest regelmäßig in Deutschland aufhalten.

Was bringt ein Behindertenausweis bei COPD?

Abhängig vom Grad der Behinderung bringt der Behindertenausweis steuerliche Erleichterungen mit sich. So reduziert sich die Kfz-Steuer für Patienten mit Gehbehinderung (wird mit einem „G“ auf dem Ausweis gekennzeichnet) und die Benutzung von öffentlichen Nahverkehrsmitteln wie Busse und Bahnen ist kostenlos.

Außerdem genießen Schwerbehinderte im Beruf besonderen Kündigungsschutz und einige Sonderrechte wie z.B. eine zusätzliche Woche bezahlten Urlaub oder Anspruch auf einen Behindertenpauschalbetrag. Dadurch sollen durch die Behinderung entstandene Benachteiligungen ausgeglichen werden.

Hinweis: COPD-Patienten haben nur in Ausnahmefällen Anspruch auf einen Behindertenparkausweis. Das notwendige Kürzel "ag" (außergewöhnlich gehbehindert) auf dem Ausweis wird in der Regel nur Personen mit beidseitiger Amputation zugestanden.

Wie beantrage ich einen Behindertenausweis?

Zuständig für die Bearbeitung eines Antrags für einen Behindertenausweis sind die Versorgungsämter. Das für Sie zuständige Amt können Sie z.B. in Ihrer Kreis- oder Stadtverwaltung erfragen. In den meisten Bundesländern können Sie das Antragsformular auch online herunterladen. Eine Liste bietet das Portal www.einfach-teilhaben.de.

Was muss ich beachten?

  • Leiden Sie neben einer COPD noch an anderen Krankheiten oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen, geben Sie diese unbedingt an. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Berechnung des GdB.
  • Geben Sie alle Ihre behandelnden Ärzte und Therapeuten an.
  • Legen Sie Ihrem Antrag alle aussagekräftigen ärztlichen Atteste und Laborwerte bei.
  • Besprechen Sie sich unbedingt vorab mit Ihrem Hausarzt und fragen Sie ihn nach weiteren Tipps für die Antragsstellung.

Muss ich berufliche Benachteiligung befürchten?

Aus Angst vor Nachteilen auf dem Arbeitsmarkt scheuen viele Menschen, einen COPD Behindertenausweis zu beantragen – zu Unrecht. Wegen des besonderen Schutzes für Behinderte wird eine Kündigung eher unwahrscheinlicher.

Außerdem haben Sie als Schwerbehinderter innerhalb eines bestehenden Arbeitsverhältnisses ein einklagbares Recht auf eine behindertengerechte Beschäftigung, also z.B. auf eine Versetzung oder eine Umschulung, insofern sie eine gerechtere Beschäftigung bedeuten würde.

Bei Bewerbungen schützt Sie zudem ein Diskriminierungsverbot, das im Falle der Diskriminierung einen Schadensersatzanspruch für Sie vorsieht. In einigen Bereichen werden behinderte Menschen sogar bevorzugt, wie etwa in Bewerbungsverfahren für den öffentlichen Dienst.

Welche Behandlung hilft bei COPD?

In jedem COPD-Stadium stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um eine Besserung zu bewirken. Alle Maßnahmen auf einen Blick.

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