COPD: Betablocker keine Gefahr

Betablocker stellen für COPD Patienten mit Herzproblemen keine Gefahr da. Dies bestätigt eine neue Studie aus Schottland.

Erkrankungen, die das Herz-Gefäß-System betreffen, sind bei COPD keine Seltenheit, weil die COPD typische Verengung der Atemwege auf Dauer das gesamte System belastet - insbesondere das Herz. Betablocker sind eine gute Möglichkeit, um sich vor Herzkrankheiten wie Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz zu schützen.

Viele Ärzte scheuen sich jedoch davor, Betablocker bei COPD zu verschreiben, weil sie mögliche Komplikationen vermuten. Betablocker sind Wirkstoffe, die im Körper bestimmte Rezeptoren unterdrücken, die für Stress verantwortlich sind. So können Blutdruck und Herzruhefrequenz erfolgreich gesenkt werden. Die Vermutung vieler Ärzte ist, dass die Wirkung der Betablocker die Wirkung bronchialerweiternder Mittel, wie sie bei COPD verabreicht werden, aufheben könnte. Nach dem Ergebnis der neuen Studie stellt sich diese Vermutung jedoch als falsch heraus.

In der schottischen Studie wurden etwa 6000 COPD Patienten über 4 Jahre Betablocker verabreicht. Das Ergebnis: Die Sterblichkeit der Patienten konnte genau wie die Zahl an Exazerbationen bei stabiler Lungenfunktion erfolgreich  gesenkt werden.

 
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