Diagnose COPD - Was nun?

Die Diagnose "COPD" wird oft erst spät im Krankheitsverlauf gestellt – mit schweren Folgen für die Patienten! Was also bedeutet die Diagnose "COPD", welche Maßnahmen leitet der Arzt ein und was sollten Patienten anschließend tun?

Diagnose COPD


Für viele kommt die Diagnose einer COPD einem großen Fragezeichen gleich: 75% aller Deutschen haben laut einer Umfrage noch nie etwas von der Lungenkrankheit gehört.

Diese Unkenntnis der chronischen Lungenerkrankung und ihrer typischen Symptome stellt eines der Hauptprobleme der COPD-Therapie dar – denn sie zögert den fälligen Arztbesuch hinaus und erschwert so eine frühe Diagnose.

COPD - Was ist das?

Zur Diagnose der COPD kommt es meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Lungenkrankheit. Die Patienten werden dann beim Arzt mit einer Diagnose konfrontiert, mit der sie wenig bis gar nichts anzufangen wissen.

Im Anschluss an die Diagnose bleiben daher bei den Betroffenen oft viele Fragezeichen: Was ist eine COPD? Hat mein Arzt an alles gedacht? Welche Maßnahmen kann ich selber einleiten? Hier ist ein gutes Zusammenspiel von Patient und behandelndem Arzt wichtig. Bei einer chronischen Erkrankung wie der COPD ist aber auch die Eigeninitiative der Patienten gefragt.

COPD-Diagnose: Was macht der Arzt?

Bei Verdacht auf eine schwere Lungenerkrankung überweist ein Hausarzt den Patienten in der Regel an einen Facharzt. Ein Facharzt verfügt über die notwendigen diagnostischen Geräte, die sowohl für die COPD-Diagnose als auch für die Einleitung der Behandlung notwendig sind. Deshalb gilt im Allgemeinen: Grundsätzlich sollte die Behandlung der COPD von einem Lungenfacharzt (Pneumologen) eingeleitet werden.

Erste Untersuchungen:

  • die Anamnese: eine ausführliche Befragung des Patienten nach Symptomen, möglichen Ursachen, Arbeits- und Lebensgewohnheiten
  • eine körperliche Untersuchung: Untersuchung auf Atem- und Hustengeräusche, Auswurf, Zyanose und Ödeme
  • ein Lungenfunktionstest (Spirometrie): misst die Lungenfunktion, den Widerstand der Atemwege und das Lungenvolumen

Nach diesen Untersuchungen kann gewöhnlich eine COPD-Diagnose gestellt werden.

Weitere mögliche Untersuchungen:

  • eine Blutgasanalyse: misst den Sauerstoffgehalt im Blut
  • eine Ganzkörperplethysmographie: misst die Atemwiderstände bei normaler Ein- und Ausatmung
  • eine Röntgenaufnahme: zeigt mögliche Veränderungen im Lungenbereich an
  • eine Computertomographie: macht ein Lungenemphysem erkennbar
  • eine EKG: lässt Aussagen über die Herzfunktion zu

Medikamentöse Therapie:

Lautet die Diagnose "COPD", wird Ihr Arzt eine Empfehlung der medikamentösen Therapie aussprechen. Eine wichtige Information ist auch der Wert der Lungenfunktion, an den sich der Schweregrad der COPD anschließt.

Diagnose-Gespräch:

Im Diagnose-Gespräch sollte Ihr Arzt Sie auch über weitere therapeutische Maßnahmen und häufige Begleiterkrankungen der COPD aufklären. In jedem Fall aber sollten Patienten selbst aktiv werden.

Nach der Diagnose – Was tun?

Eine erfolgreiche Therapie der COPD hängt wesentlich vom Verhalten und der Eigeninitiative der Patienten selbst ab. Nach einer COPD-Diagnose sollten Patienten sich deshalb unbedingt mit folgenden Themen auseinandersetzen:

Welche Behandlung hilft bei COPD?

In jedem COPD-Stadium stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um eine Besserung zu bewirken. Alle Maßnahmen auf einen Blick.

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