Stress gezielt abbauen

Ein gesunder Geist nimmt direkten Einfluss auf Ihre körperliche Gesundheit. Begegnen Sie daher Angst- und Stresssituationen, mit denen Sie im Rahmen einer COPD-Erkrankung unweigerlich konfrontiert werden, mit gezielten Entspannungstechniken.

 

COPD EntspannungDie Einschränkungen, denen Sie als COPD-Patient im Alltag unterliegen, führen fast unweigerlich zu zusätzlichem Stress, z.B. in Situationen, die sich nicht mehr so einfach wie früher bewältigen lassen. Auch Ängste, die das Leben mit einer Krankheit wie der COPD stetig begleiten, sind Auslöser von innerer Unausgeglichenheit, Verspannung und Stress. An die Möglichkeit, dem sich anstauenden Frust mit bewusster Entspannung zu begegnen, denken die wenigsten. Dabei liegt der wohltuende Effekt von Entspannungsübungen in alltäglichen Stresssituationen auf der Hand: Durch eine mentale Auszeit gewinnen Sie Abstand von der stressauslösenden Situation, Sie beruhigen Geist und Körper und gewinnen Ihre innere Ruhe und die Kontrolle über sich selbst wieder zurück.

 

Hier setzten Entspannungstechniken wie autogenes Training oder auch die progressive Muskelentspannung an. Beide können unter Anleitung, z.B. im Rahmen eines Volkshochschulkurses erlernt werden, aber grundsätzlich lassen sich beide Entspannungstechniken auch in Eigenregie erlernen, z.B. mit Hilfe einer Übungs-CD. Obwohl viele ein ruhiges Plätzchen vorziehen, lassen sich die einmal erlernten Techniken dann überall anwenden – zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Straßenbahn, im Liegen, im Sitzen und sogar im Stehen. Voraussetzung ist nur, dass sie einige Minuten Zeit haben, die Augen zu schließen und alles um sich herum zu vergessen.

 

Ziel des autogenen Trainings ist das Erreichen eines tiefen inneren Entspannungszustands unter Ausblendung der Außenwelt. Durch Autosuggestion, also über die bloße Imagination von z.B. Schwere, Wärme und Ruhe in bestimmten Körperregionen, sollen die Muskeln entspannen, Schmerzen gelindert und Ängste abgebaut werden. So führt die Vorstellung „Mein Herz ist ruhig“, über der Sie längere Zeit meditieren, zu einem niedrigeren Puls, während die Vorstellung „Mein rechter Arm ist schwer“ die Muskeln entspannt. Das mag sich zunächst gewöhnungsbedürftig anhören, aber wer sich ernsthaft auf die Übungen einlässt, wird eine entspannende Wirkung, die gerade am Anfang mit jeder Trainingseinheit zunimmt, nicht abstreiten können.

 

Die progressive Muskelentspannung arbeitet mit einem einfachen Effekt: Es werden der Reihe nach bestimmte Muskelpartien angespannt und nach einer kurzen Spannungsphase wieder gelockert. Der daraus resultierende Entspannungseffekt sorgt für eine schrittweise Lockerung der gesamten Körpermuskulatur. Indem Sie so den körpereigenen Verspannungen nachspüren, lernen Sie quasi nebenbei Ihren Körper bewusster wahrzunehmen. Die tiefe Entspannung der ganzen Muskulatur wirkt aber vor allem beruhigend auf das vegetative Nervensystem, das unter anderem Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert.

 

Beide Techniken sollten täglich angewendet werden (also nicht nur in akuten Stresssituationen) und lassen sich wunderbar in den Alltag integrieren. Wenn Ihnen der Besuch eines Kurses zu aufwendig erscheint, eignen sich im CD-Handel erhältliche Übungsanleitungen, bei denen ein Sprecher konkrete Anweisungen gibt und quasi den Kursleiter ersetzt.

 


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