Inhalationstherapie bei COPD – Fehlerquellen und Optimierungsmöglichkeiten

Herr Dr. med. Thomas Voshaar

Med. Klinik III, Schwerpunkt Pneumologie, Allergologie; Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin, Interdisziplinäres Lungenzentrum, Krankenhaus Bethanien Moers

Symposium LungeDie inhalative Verabreichung von Medikamenten ist weltweit die bedeutendste Therapieform zur Behandlung von obstruktiven Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale und COPD. Eine Therapie kann nur dann erfolgreich sein, wenn die richtigen Wirkstoffe ausgewählt werden, diese Wirkstoffe mit dem individuell am besten geeigneten Inhalationssystem inhaliert werden, die Inhalationstechnik korrekt ist und die Inhalationen auch tatsächlich - wie vom Arzt vorgegeben - regelmäßig durchgeführt werden. Die größte Bedeutung für die Behandlung obstruktiver Atemwegserkrankungen haben treibgasbetriebene Dosieraerosole, Trockenpulverinhalatoren und Druckluft- bzw. Ultraschallvernebler.

Daneben gibt es neuere Systeme wie den Respimat®, der sich in keine der vorgenannten Gruppen einordnen lässt und genau genommen der einzige Vertreter einer ganz neuen Gruppe ist (Doppelstrahlimpaktionsinhalator). In Trockenpulverinhalatoren liegt das Medikament in der Regel als ein Gemisch aus Wirkstoff und Laktose vor. Die Laktose wird verwendet, um die Fließeigenschaften des Pulvergemisches und die Dosiergenauigkeit zu erhöhen. Primär liegt das Pulvergemisch in einer nicht ausreichend kleinen Partikelgröße vor.

Für die am häufigsten verordneten Inhalationssysteme gab er einige Hinweise zur korrekten Anwendung und Fehlervermeidung. Die Benutzung von Ultraschall- oder Druckluftverneblern bleibt besonderen Fällen vorbehalten. Sie sollten auf keinen Fall von mehreren Patienten (auch nicht in der Familie!) benutzt werden.
Allein die von der korrekten Handhabung des Gerätes abhängige Medikamentendosis im Bronchialsystem entscheidet über die Wirkung!
Ein Austausch des verordneten Inhalationsgerätes durch den Apotheker ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt und ohne erneute Einübung des Inhalationsvorganges darf auf keinen Fall toleriert werden!



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