5 Tipps zum Schutz vor Infektionen bei Asthma & COPD

Im Herbst steigt mit dem Start der Heizperiode das Infektionsrisiko. Hier die 5 besten Tipps wie Sie Infekten in der kalten Jahreszeit vorbeugen können.

Paar im Herbst

Das nasskalte Wetter im Herbst erhöht das Risiko von akuten Entzündungen der Atemwege. Zudem setzt trockene Heizungsluft den Schleimhäuten zu. Schützen Sie deshalb Ihre Schleimhäute vor dem Austrocknen und stärken Sie Ihr Immunsystem!

Tipp 1: Inhalieren mit Kochsalz

Studien belegen, dass die regelmäßige Inhalation von Sole (Kochsalzlösung) die natürliche Selbstreinigung der Atemwege effektiv unterstützt: Der Schleim wird verflüssigt, Krankheitserreger werden besser hinausbefördert und das Abhusten erleichtert.

Sole wird am besten mithilfe von Ultraschall- oder Düsenverneblern inhaliert. Diese vernebeln die Lösung zu kleinsten Tröpfchen, die tiefer in die Atemwege eindringen als das bei der einfachen Dampfinhalation der Fall ist.

Tipp 2: Atemluft befeuchten

Dem Absinken der Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen während der Heizperiode können Sie auf folgende Weise entgegenwirken:

  • Stellen Sie stets eine Schale mit Wasser auf die Heizung. Das verdunstete Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum und tut Ihren Atemwegen gut.
  • Zimmerpflanzen - speziell pflanzliche Hydrokulturen - wirken ebenfalls trockener Heizungsluft entgegen. Papyrus-Pflanzen zum Beispiel, deren Wurzeln ständig im Wasser stehen müssen, sind besonders geeignet.
  • Um die Raumluft zu befeuchten, stehen auch elektrische Luftbefeuchter zur Verfügung. Weil viele Luftbefeuchter jedoch eine erhöhte Bakterienemission aufweisen, kann man sie nicht grundsätzlich empfehlen. Lassen Sie sich also vor dem Kauf eines solchen Geräts beraten.

Tipp 3: Hygieneregeln befolgen

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife. Man muss dabei allerdings nicht gleich in einen Waschzwang verfallen. Es reicht, wenn Sie die Hände gründlich nach Toilettengängen, vor dem Essen und nachdem Sie außerhalb der Wohnung unterwegs waren waschen. Desinfektionsmittel sind nicht notwendig.

Auch die regelmäßige Reinigung von medizinischen Hilfsmitteln wie Inhalier- oder Atemtherapiegeräten ist wichtig, um einer Keimbildung auf den Geräten vorzubeugen. Vor allem Mundstücke oder Inhalationsmasken sind vor jeder neuerlichen Anwendung stets zu reinigen. Am effektivsten ist (wenn möglich) das Auskochen der einzelnen Teile oder aber die Reinigung mit Heißdampf.

Hygiene bei COPD

Tipp 4: Frühzeitig gegen Grippe impfen

Die meisten Grippefälle treten jährlich im Dezember auf, aber das Risiko einer Infektion steigt bereits mit dem Beginn der Heizperiode. Deshalb ist es ratsam, eine Impfung bereits zum Herbstanfang vorzunehmen. Nicht zuletzt, weil es 10 bis 14 Tage dauern kann, bis der Impfstoff wirkt und das Immunsystem ausreichend geschützt ist.

Wie jedes Jahr stehen für verschiedene Zielgruppen unterschiedliche Impfstoffe zur Verfügung. Welcher Impfstoff für Sie der richtige ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt.

Tipp 5: Abwehrkräfte stärken

Neben ausreichend Bewegung, Schlaf und der Vermeidung von Stress ist vor allem eine gesunde Ernährung für die Aktivierung der Abwehrkräfte wichtig. Hier kommt Vitamin C und Zink eine besondere Bedeutung zu.

Vitamin C ist nicht nur in Zitrusfrüchten, sondern überhaupt in Obst, aber auch in Gemüse wie Paprika und Brokkoli enthalten. Außerdem kann man auch auf Vitamin-C-Präparate aus der Apotheke zurückgreifen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 100 mg Vitamin C pro Tag für Erwachsene.

Studien haben gezeigt, dass viele Menschen in Deutschland mit Zink unterversorgt sind. Zink ist vor allem in Nahrungsmitteln wie Getreide, Eier, Hülsenfrüchten, Fleisch und Käse enthalten. In der Apotheke erhalten Sie aber auch Zink-Präparate (oft auch in Verbindung mit Vitamin C). Aber Vorsicht: eine zu große Menge an Zink hat anders als Vitamin C auch negative Wirkungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine täglich zusätzliche Zufuhr von 7 mg Zink bei Frauen und 10 mg bei Männern.

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