Kaminöfen & Co.: Das sollten Lungenpatienten beachten

Im Winter sorgt ein Ofen für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre in der Wohnung. Aber Vorsicht: Ein Kaminfeuer kann die Luftqualität in Wohnräumen belasten.

Kaminofen

Wenn in der kalten Jahreszeit die Temperaturen in den Keller purzeln, bricht die Zeit der zahlreichen Kamin- und Kachelöfen an. Heute gibt es etwa 15 Millionen Kleinfeuerungsanlagen in Deutschland, in denen z.B. Scheitholz, Pellets und Hackschnitzel verfeuert werden.

Bei der Holzverbrennung entstehen schädliche Feinstäube

Zwar ist Holz generell eine klimaneutrale, weil nachwachsende Energiequelle - bei der Verbrennung entstehen jedoch schädliche Feinstäube, die Umwelt und Gesundheit belasten. Laut Berechnungen von Experten stellen die Emissionen aus allen Kleinfeuerungsanlagen neben dem Straßenverkehr einen Hauptfaktor für die allgemeine Feinstaubbelastung der Luft dar.

Für Lungenpatienten mit Asthma oder COPD wird der eigene Ofen dann zur zusätzlichen Belastung, wenn Schadstoffe in die Wohnräume gelangen. Ursache dafür können zum Beispiel veraltete Kaminöfen oder Schornsteinsysteme, aber auch ein unsachgemäßer Betrieb der Feuerstätte sein.

Worauf sollten Sie beim Betrieb eines Ofens achten?

  • Ein guter Zug und ausreichend Verbrennungsluft sind Voraussetzung für eine schadstoffarme Verbrennung. Sprechen Sie mit Ihrem Schornsteinfeger über den sachgemäßen Betrieb und eine möglicherweise sinnvolle Modernisierung Ihrer Feuerstätte.
  • Eine raumluftabhängige Betriebsweise einer Feuerstätte nimmt die Verbrennungsluft aus dem Wohnraum und entzieht ihm dabei Sauerstoff. Besonders für Patienten mit niedrigen Sauerstoffwerten kann das zum Problem werden – eine raumluftunabhängige Betriebsweise ist deshalb empfehlenswert.
  • Beim Verbrennen von feuchtem Holz entstehen mehr Schadstoffe. Sorgen Sie deshalb für eine trockene und möglichst luftige Lagerung.
  • Das richtige Anheizen eines Kaminfeuers ist ein wichtiger Faktor für eine möglichst schadstoffarme Verbrennung. Wie das geht erfahren Sie unter www.kaminofen.de
  • Achten Sie bei der Entsorgung der Asche darauf, möglichst keinen Aschestaub aufzuwirbeln bzw. einzuatmen.
  • Um sich beim Anheizen und bei der Ascheentsorgung zu schützen, können Sie eine Atemmaske aufsetzen, die man günstig im Baumarkt erwerben kann.

In der Regel wird der normgerechte Betrieb von Kaminöfen durch Schornsteinfeger heutzutage gut überwacht. In diesem Falle stellt der Betrieb eines Kaminofens kein gesundheitliches Risiko dar. Lungenpatienten müssen also keinesfalls auf einen Ofen mit Holzverfeuerung verzichten.

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