Nur jeder 2. COPD-Patient wird richtig behandelt

In nur 50 % der Fälle, wird eine COPD richtig diagnostiziert und behandelt! Ein wesentlicher Faktor dafür ist die mangelhafte Diagnosepraxis. In vielen Arztpraxen fehlt es bereits an der notwendigen Technik.

Um die Diagnose "COPD" zu stellen, ist ein Lungenfunktionstest Voraussetzung. Jedoch steht die für einen Lungenfunktionstest notwendige Technik nicht allen Arztpraxen zur Verfügung. Kommen Menschen mit dem Symptom der Atemnot zum Arzt, wird oft ein EKG durchgeführt, vielleicht sogar ein Belastungs-EKG oder einen Ultraschall des Herzens. Deutlich weniger aber kommt der richtungweisende Lungenfunktionstest zum Einsatz.

Bei einer Volkskrankheit wie der COPD sind die Folgen verheerend: Jeder Vierte über 70 Jahren ist von der COPD betroffen, aber maximal die Hälfte der COPD-Erkrankungen wird wirklich diagnostiziert und richtig behandelt. Dabei sind bei der COPD sofortige therapeutische Maßnahmen immens wichtig, um die Lebensqualität der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten.

Nach der Diagnose COPD ist die Reihenfolge der zu treffenden Maßnahmen eindeutig:

  • Sofortige Beendigung des inhalativen Zigarettenrauchens
  • Regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Bronchien erweitern
  • Stationäre oder ambulante Rehabilitation
  • Nur bei fortgeschrittener COPD stellt sich die Frage nach dem Vorteil einer Sauerstofflangzeittherapie und/oder nicht-invasiven Beatmung.
  • Als Ultima ratio ist an eine Lungentransplantation zu denken.

Bei Patienten mit schwerer COPD sollte der Hausarzt den Facharzt für Pneumologie regelmäßig in das Management einbinden. Der Lungenarzt sollte den Patienten dann zur Mitbehandlung in einem lokalen oder überregionalen COPD-Zentrum vorstellen, wo interventionelle, operative oder rehabilitative Elemente integriert werden können.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weiterlesen …