Spenderlungen: Kann neues Gesetz Organmangel beheben?

Seit letzter Woche gilt ein neues Transplantationsgesetz in Deutschland: Krankenversicherte müssen sich demnach für oder gegen die Organspende aussprechen. Mit dem Gesetz verbindet sich die Hoffnung, die Lücke zwischen Bedarf und vorhandenen Spenderorganen zu schließen.

Im Jahr 2011 wurden nach Angaben von Eurotransplant 337 Spenderlungen transplantiert. Zugleich warteten im selben Jahr jedoch 606 Lungenpatienten auf ein neues Organ. In fast der Hälfte der Fälle konnte also keine geeignete Spenderlunge gefunden werden.

Das soll sich nun ändern: Letzte Woche startete die bislang größte Informationskampagne zur Organspende, die Unentschiedene überzeugen soll. Zudem sind die Krankenkassen verpflichtet, ihre Mitglieder in den nächsten Monaten um eine schriftliche Entscheidung für oder gegen die Organspende zu bitten.

Für viele COPD-Patienten stellt eine Lungentransplantation die letzte Hoffnung auf eine gesundheitliche Verbesserung dar. Wie die Zahlen zeigen, ist derzeit jedoch nicht für jeden Bedürftigen ein passendes Spenderorgan vorhanden.

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