COPD: Viele Patienten schämen sich für "Raucherkrankheit"

Folgen der Schamgefühle sind häufig zunehmender sozialer Rückzug, Depressivität sowie nachlassende Therapietreue. Ein offener Umgang aller Beteiligten mit diesem Thema ist der beste Weg, um dem Teufelskreis zu entkommen.

Der offene Umgang mit der eigenen Erkrankung macht vielen COPD-Patienten zu schaffen. Gründe für die Schamgefühle sind:

  • die zunehmende gesellschaftliche Stigmatisierung des Rauchens und die Wahrnehmung der eigenen Erkrankung als "selbstverschuldet"
  • die sichtbaren und mit der Zeit stärker werdenden Symptome der COPD (Raucherhusten, Atemnot, sinkende körperliche Belastbarkeit)
  • das Tragen einer Nasenbrille im Rahmen der Sauerstoff-Langzeittherapie

Wer jedoch versucht, eine COPD vor dem sozialen Umfeld  zu verheimlichen, findet sich schnell in einem Teufelskreislauf aus zunehmender Öffentlichkeitsscheu und sozialer Vereinsamung wieder. So verständlich der Impuls ist, sich vor neugierigen oder gar urteilenden Blicken seiner Mitmenschen zu schützen - die selbst auferlegten Einschränkungen gehen mit einer niedrigeren psychischen Lebensqualität und nicht selten mit depressiven Zuständen einher.

Angesichts dieser Zusammenhänge sind einerseits die behandelnden Fachkräfte gefragt. Sie müssen ein Gespür für die Befindlichkeit ihrer Patienten entwickeln und Probleme offen ansprechen. Andererseits sind aber auch die Patienten selbst gefragt: Sie sind aufgefordert, Angebote wie Patientenschulungen oder psychotherapeutische Unterstützung wahrzunehmen und einen offenen, selbstbewussten Umgang mit der Erkrankung zu lernen.

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