Herbstwetter: Kann Nebel den Bronchien schaden?

Wenn sich im Herbst eine Nebeldecke über die Landschaft legt, kann das für empfindliche Atemwege zum Problem werden. Was tun?

Frau im Herbst

Nebel besteht aus einem Gemisch von Luft und kleinsten Wassertröpfchen. Beim Atmen gelangt die Luft in unsere Atemwege und befeuchtet diese. Die Feuchtigkeit allein verursacht jedoch noch keinen Schaden. Im Gegenteil: Feuchte Luft kann auch positive Effekte für die Atemwege haben. Das ist z.B. beim Inhalieren mit Kochsalzlösungen der Fall. Bei Nebel verhält sich die Sache jedoch anders.

Nebel ist kalt und feucht

Beim Nebel kommen 2 Faktoren zusammen, die den Bronchien schaden:

  1. Zum einen ist Nebel kalt, was die Folge hat, dass die Bronchien sich zusammenziehen und weniger Sauerstoff transportieren.
  2. Zum anderen kann auch die Feuchtigkeit der Luft zum Problem werden, wenn die Schleimhäute zuviel Wasser aufnehmen.

Die Folge: Die Schleimhäute schwellen an und verengen dabei wiederum die Bronchien. Beim Inhalieren von Kochsalz wird dieser Effekt übrigens durch die salzhaltige Lösung verhindert, die das Anschwellen unterbindet.

So können Sie sich schützen

Aus den genannten Gründen sollten COPD-Patienten im fortgeschrittenen Stadium auf starke körperliche Belastungen bei nebligem Wetter verzichten. Trotzdem müssen Sie bei Nebel nicht zu Hause bleiben. Wenn Sie diese Tipps befolgen, spricht z.B. nichts gegen einen Spaziergang:

  • Vor kalt-feuchter Luft kann man sich durch einen Schal schützen, in den man aus- und einatmet.
  • Auch das vorbeugende Einnehmen von Medikamenten wie bronchialerweiternde oder kortisonhaltige Sprays schützt Sie vor einer Verschlechterung der Symptome.
  • Wenn Sie spazieren gehen wollen, gehen Sie in den Wald. Hier ist die Luft besonders rein und die Feuchtigkeit wird zum Teil von Bäumen und Pflanzen absorbiert.
  • Trinken Sie kurz bevor Sie rausgehen einen heißen Tee, um den Brustkorb vorzuwärmen.

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