Telemedizin bei COPD: Kommt der digitale Gesundheitscheck?

Die Telemedizin macht’s möglich: Am Computer überwacht ein Arzt täglich Ihren Gesundheitszustand und kann im Notfall schnell reagieren. Was wie Zukunftsmusik klingt, könnte schon bald Alltag von COPD-Patienten sein.

Deutschlandweit testen derzeit zahlreiche Projekte die Möglichkeiten der Telemedizin. So auch das Projekt A.T.e.m. („Alltag mit Telemedizin erfolgreich meistern)“, das sich der telemedizinischen Betreuung von COPD-Patienten verschrieben hat.

A.T.e.m. - Alltag mit Telemedizin erfolgreich meistern

A.T.e.m. ist ein gemeinsames Projekt der Techniker Krankenkasse, des Robert-Bosch-Krankenhauses (Stuttgart) und des Bosch-Healthcare-Instituts. An dem Projekt nehmen bundesweit 300 Patienten teil. Sie übermitteln täglich wichtige Informationen wie ihre Pulsfrequenz, die Sauerstoffsättigung im Blut und Angaben zum allgemeinen Befinden von zu Hause aus an eine Klinik.

In der Klinik wird die Entwicklung ständig überwacht und in Abstimmung mit dem behandelnden Hausarzt des Patienten ausgewertet. Außerdem lernen die Patienten mit einem speziellen Programm den Umgang mit ihrer Erkrankung.

Vorteile der Telemedizin

Die Vorteile der telemedizinischen Überwachung durch medizinisches Fachpersonal liegen auf der Hand:

  • Die Patienten fühlen sich im Alltag sicherer
  • Notfallsituationen werden frühzeitig erkannt und behandelt
  • Arztbesuche können zielgerichteter vorbereitet und durchgeführt werden
  • Krankenhausaufenthalte werden reduziert

Insbesondere häufige Krankenhausaufenthalte aufgrund von Exazerbationen senken bei COPD die voraussichtliche Lebensdauer der Patienten. Exazerbationen kündigen sich jedoch meist im Vorfeld an, so dass ein rechtzeitiges medizinisches Eingreifen Schlimmeres verhindern kann.

Telemedizin in Deutschland

In Deutschland steckt die Telemedizin zwar noch in ihren Kinderschuhen, die offensichtlichen Vorteile der Methode dürften die Umsetzung innerhalb des allgemeinen Gesundheitswesens aber schnell vorantreiben. Nicht zuletzt, weil die Telemedizin aufgrund der gezielteren und vorbeugenden Behandlungsmethoden große Kostenersparnisse verspricht.

Quellen:

Artikel auf www.welt.de

Projekt A.T.e.m.

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