Der Partner als Ersthelfer
Im Notfall sind Partner und Angehörige meistens die Ersten vor Ort, um nötige Hilfestellungen zu leisten. Daher ist es wichtig, dass auch sie sich im Vorhinein mit möglichen Situationen auseinandersetzen, um im Notfall die richtigen Maßnahmen zu treffen.
Als Partner eines COPD-Patienten geraten Sie oft in Situationen, die Ihnen noch unbekannt sind und in denen sie vielleicht nicht sicher sind, wie Sie am Besten agieren sollten. Zunächst einmal sollten Sie in allen Situationen die Ruhe bewahren. Wenn Ihr Partner mit Atemnot zu kämpfen hat, hilft es ihm wenig, wenn die Menschen um ihn herum in Panik geraten. Strahlen Sie Ruhe aus, und versuchen Sie, diese auf Ihren Partner zu übertragen.
Des Weiteren sollten Sie sich mit den verschiedenen Medikamenten Ihres Partners auskennen. Lassen Sie sich die Medikamente und die entsprechende Wirkungsweise vom Lungenfacharzt erklären, um im Notfall als Ersthelfer reagieren zu können. Hier finden Sie ein Formular der Atemwegsliga, in das Ihr Lungenfacharzt die im Notfall zu inhalierenden Medikamente einträgt.
Sie sollten auch wissen, wie Ihr Partner im Notfall richtig inhaliert (Oberkörper gerade halten, den Kopf leicht nach hinten neigen). Nach der Inhalation des Notfallmedikaments ist eine die Atmung erleichternde Stellung einzunehmen. Hier gilt es, den Brustkorb vom Gewicht der Arme zu entlasten, denn erst wenn die Arme abgestützt sind, kann die Atemhilfsmuskulatur des Brustkorbs die Atmung unterstützen. Eine solche atmungserleichternde Körperstellung ist der Kutschersitz.
Kutschersitz: Setzen Sie sich leicht breitbeinig auf die vordere Hälfte eines Stuhls. Stützen Sie sich mit den Ellbogen auf den Oberschenkeln oder einem Tisch ab. Den Kopf leicht nach vorne neigen und möglichst bequem halten.
Zusätzlich kann eine besondere Atemtechnik eingesetzt werden, die zur Entspannung der Atmungsmuskulatur beiträgt: die Lippenbremse.
Lippenbremse: Spitzen Sie die Lippen wie beim Pfeifen, wobei die Oberlippe leicht vorgestülpt werden sollte. Atmen Sie solange wie möglich gegen die nur einen Spalt weit geöffneten Lippen aus – die Luft sollte dabei langsam und gleichmäßig entweichen und nicht herausgepresst werden. Dadurch blähen sich die Wangen etwas auf. Diese Technik bewirkt, dass der Atemstrom abgebremst wird und die Atemwege weit bleiben.
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COPD - Partnerschaft Übersicht
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