Erste nationale Studie zur COPD

Das Kompetenznetz Asthma und COPD wird ab September mit der Datenerhebung zu einer ersten national angelegten Studie, die Aufschluss über den Krankheitsverlauf bei COPD geben soll, beginnen!

 

Schon länger ist bekannt, dass die COPD ein großes gesundheitspolitisches Risiko darstellt und bereits in 10 Jahren zur dritthäufigsten Todesursache weltweit aufsteigen könnte. Die Notwendigkeit der systematischen Erforschung der chronisch-obstruktiven Bronchitis hat im letzten Jahr zur Gründung des nationalen Kompetenznetzes Asthma und COPD geführt.

 

Die Kompetenznetze in der Medizin werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und stellen den Versuch dar, Krankheitsbilder möglichst ganzheitlich, also unter Einbeziehung aller Aspekte, zu erfassen. Das bereits 2009 gegründete Kompetenznetz Asthma und COPD nimmt nun seine erste groß angelegte Studie in Angriff: Unter Beteiligung von Fachkliniken, Universitätsabteilungen sowie niedergelassenen Pneumologen werden ab September deutschlandweit die Daten von etwa 3000 COPD-Patienten über einen Zeitraum von 18 Monaten erfasst und ausgewertet. Diese erste Studie des Kompetenznetzes hat das Ziel, die COPD als systemische Erkrankung zu untersuchen und damit den Zusammenhang der COPD mit Begleiterkrankungen zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems zu klären (Artikel 'Eine COPD kommt selten allein'). Diese Erkrankungen treten oft in Folge einer COPD-Erkrankung auf und sind meistens die eigentliche Todesursache der Patienten. 

 

Die Forscher erhoffen sich durch diese und weitere Studien Erkenntnisse, die eine genauere Einteilung der COPD-Patienten in Untergruppen erlauben und damit die individuellere Therapierung dieser Patienten möglich machen.