Neue Studie: Exazerbationen steigern Herzinfarkt-Risiko
London - Laut einer neuen Studie verdoppelt sich das Risiko eines Herzinfarktes für COPD-Patienten in den ersten 5 Tagen nach einer Exazerbation
Schon seit längerem ist klar: Die COPD betrifft nicht nur die Lunge, sondern den Organismus als Ganzes. Das Risiko für Lungenpatienten auch anderweitig zu erkranken, ist dementsprechend deutlich erhöht (Artikel: Eine COPD kommt selten allein). Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis einer neuen Studie über den Zusammenhang von Exazerbation und Herzinfarkt bei COPD-Patienten besorgniserregend.
Die Londoner Studie, die britische Wissenschaftler jetzt veröffentlichten, wurde mit mehr als 25 000 COPD-Patienten durchgeführt. Bei den Patienten, die in einem Zeitraum von 2 Jahren eine Exazerbation erlitten, stieg die Wahrscheinlichkeit eines Infarktes durchschnittlich um das 2,27-fache in den ersten 5 Tagen. Nach dieser ersten kritischen Phase sank das Risiko wieder langsam auf das Ausgangsniveau zurück. Ein erhöhtes Risiko konnte bis zu 7 Wochen nach der Exazerbation festgestellt werden.
Medizinische Vorsorgemaßnahmen sind daher besonders im direkten Anschluss an eine Exazerbation zu treffen. Für die wirksamsten Maßnahmen aber ist der Patient selbst verantwortlich - denn die lauten neben einer therapeutischen Behandlung nach wie vor Rauchentwöhnung, viel Aktivität und Sport.