Die Nasenbrille für Sauerstoffpatienten – kein Grund zur Scham

Für Patienten mit weit fortgeschrittener COPD führt an einer Nasenbrille kein Weg vorbei. Sie sind notwendig, um eine stetige Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten, und keineswegs ein Grund zur Scham. 

 

SauerstoffnasenbrilleWer kurz- oder weitsichtig ist, braucht eine Brille – und niemand stört sich daran, dass man Brillenträgern ihren körperlichen „Makel“ auf den ersten Blick ansieht. Zugegeben: Die Brillenindustrie hat sich viel einfallen lassen, und so manche Brille ist heute ebenso sehr ein modisches Accessoire wie eine unverzichtbare Sehhilfe. Unverzichtbar für COPD-Patienten im fortgeschrittenen Stadium ist die Versorgung mit zusätzlichem Sauerstoff, die ebenso wie die Sehschwäche eines nach außen hin sichtbaren Utensils bedarf: der Nasenbrille.

 

Bei den modernen Sauerstoffgeräten handelt es sich heutzutage zum Glück nicht mehr um riesige, schwere und laute Maschinen, welche die Patienten mehr oder weniger ans eigene Bett fesselten. Heute gibt es Flüssigsauerstoff, der in kleine Behälter für unterwegs abgefüllt werden kann, aber nach wie vor ein geringes Explosionsrisiko birgt. Als Alternative dazu bietet sich ein tragbarer Sauerstoffkonzentrator an. Er schenkt Unabhängigkeit von Flüssigsauerstoff, und das Aufladen des Akkus ist sogar über den Zigarettenanzünder im Auto möglich. Alle modernen Lösungen sind handlich und leise – nur an der sichtbaren Nasenbrille führt kein Weg vorbei.

 


Natürlich ist es anfangs schwer, sich an den Gedanken zu gewöhnen, künftig nur noch mit dieser neuen „Krücke“ unterwegs zu sein.
Aber niemand muss sich wegen seiner Krankheit schämen! Während Andere Hörgeräte, Brillen oder Gehstöcke benötigen, benötigt der COPD-Kranke nun einmal Sauerstoff. Ihm verdanken Sie eine Linderung Ihrer Beschwerden, also akzeptieren Sie die damit verbundenen Notwendigkeiten und freunden Sie sich mit Ihrer Nasenbrille an.

 


Dies gilt auch, wenn Sie oft von Hustenreiz gequält werden. Wer nirgends mehr hingeht, weil er fürchtet, andere Menschen durch seinen Husten zu stören, wird sich  zunehmend isolieren und sozial Kontakte verlieren. Sprechen Sie Ihren Arzt gezielt darauf an – es gibt gute Mittel, mit denen sich der Hustenreiz deutlich verbessern lässt. Nicht nur Medikamente sind hilfreich, sondern auch das Trainieren der richtigen Atemtechnik sowie Entspannungsübungen können enorm viel bewirken.
 

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