Asthma bronchiale – 10 Fakten zur Lungenkrankheit

Was ist Asthma bronchiale? Diese Fakten und Hintergründe klären Sie über das Krankheitsbild und den aktuellen Forschungsstand zur chronischen Lungenkrankheit auf.

Asthma bronchiale

6. Risikofaktoren

Die Ursachen von Asthma bronchiale sind noch nicht eindeutig geklärt. Grundsätzlich lassen sich jedoch einige Risikofaktoren benennen, die das Entstehen eines Asthmas begünstigen können:

  • Eine genetische Veranlagung für überempfindliche Bronchien (bronchiale Hyperreagibilität)
  • Allergien, die sich belastend auf die Atemwege auswirken (z.B. Heuschnupfen)
  • Häufige Infektionen der Atemwege, die das Atmungssystem zusätzlich belasten und der Entstehung von Asthma förderlich sein können
  • Dauerhafte Belastungen der Atemwege durch das regelmäßige Inhalieren von Schadstoffen, z.B. am Arbeitsplatz oder durch Rauchkonsum
  • Bewegungsmangel und Übergewicht besonders in der Kindheit machen die Entstehung von Asthma wahrscheinlicher

7. Asthma ist heute gut behandelbar

Mit den heutigen Möglichkeiten der Behandlung von Asthma bronchiale sind die meisten Betroffenen weitestgehend beschwerdefrei:

  • Der Erfolg der modernen Asthma-Therapie beruht dabei hauptsächlich auf einer Medikamentengruppe: den inhalativen Kortikosteroiden. Sie wirken entzündungshemmend und krampflösend und kommen ab Asthma-Stufe 2 zum Einsatz.
  • Bronchialerweiternde Medikamente werden ebenfalls inhalativ verabreicht. Sie bewirken eine sofortige Weitung der Bronchien und werden eingesetzt, um Husten und Atemnot im Bedarfsfall schnell zu lindern.

8. Sportliche Aktivität stärkt die Lunge

Sportliche Betätigung ist bei Asthma bronchiale nicht nur möglich, sondern wichtiger Bestandteil der Therapie. Regelmäßige Bewegung macht den Körper widerstandsfähiger, indem es die Lungenfunktion und das Immunsystem stärkt, die Herzleistung und die Sauerstoffaufnahme verbessert und die Muskeln trainiert. Insbesondere leichtes Ausdauertraining an der frischen Luft ist Asthma-Patienten zu empfehlen – die Mitnahme des Notfallmedikaments vorausgesetzt.

Die Belastung ist beim Sport natürlich an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung anzupassen - eine Überbelastung sollte unbedingt vermieden werden.

9. Asthma muss regelmäßig kontrolliert werden

Die regelmäßige Asthma-Kontrolle mit einem Peak-Flow-Meter ist Teil der Standard-Therapie. Die Messung des Peak-Flows, also des maximalen Luftstroms beim Ausatmen, lässt z.B. Rückschlüsse über die Wirksamkeit der Medikamente sowie die Entwicklung der Erkrankung zu.

Mithilfe des behandelnden Arztes und ergänzenden Lungenfunktionstests kann so die Therapie an den Einzelfall bzw. den individuellen Schweregrad angepasst werden.

10. Unterscheidung von anderen Lungenkrankheiten wichtig

Um eine optimale Therapie sicherzustellen ist auch die Abgrenzung zu ähnlichen Lungenkrankheiten wichtig. Entscheidend ist dabei eine ausführliche Lungenfunktionsdiagnostik.

Aufgrund der ähnlichen Symptomatik ist vor allem die Unterscheidung von Asthma und COPD wichtig. Beide Lungenkrankheiten gehen mit Husten, Auswurf und Atemnot einher und sind nicht immer leicht voneinander zu trennen.

Zudem existiert eine Mischform beider Erkrankungen, die als Asthma-COPD- Overlap Syndrom (ACOS) bekannt ist. Die Identifikation dieser Patienten ist für die angemessene Behandlung des Syndroms von Bedeutung. Betroffen sind etwa 10 – 20 Prozent aller Asthma- und COPD-Patienten.

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