Neue Studie: COPD beeinträchtigt Hirnfunktionen

Viele COPD-Patienten kennen Angst vor Atemnot und körperlicher Belastung. Eine Studie legt nahe, dass dafür auch veränderte Hirnstrukturen verantwortlich sind.

Neue COPD-Studie

Forscher haben herausgefunden, dass Hirnareale, die unser Angstempfinden steuern, bei COPD-Patienten unterentwickelt sind.

Besonders Patienten, die unter starken Ängsten vor Atemnot und körperlicher Belastung leiden, zeigen eine auffällige Abnahme grauer Zellen in den entsprechenden Hirnarealen.

Besonders Patienten mit schwerer COPD betroffen

Im Rahmen der Studie wurden 60 Patienten mit und ohne COPD untersucht. Teil der Untersuchung waren ein MRI-Scan des Hirns, ein Lungenfunktionstest und ein Fragebogen, um das individuelle Angstempfinden der Patienten einzuschätzen.

Das Ergebnis der Studie liefert eine Erklärung für die Ängste, die viele Patienten vor Atemnot und körperlicher Belastung im Laufe einer COPD entwickeln. Betroffen sind den Forschern zufolge insbesondere Patienten mit langer Krankheitsgeschichte.

Aktiv gegensteuern!

COPD-Patienten können aus der Studie eine wichtige Erkenntnis ziehen: Wer sich seinen Ängsten entgegenstellt, kann die Veränderungsprozesse umkehren und damit den Krankheitsverlauf maßgeblich beeinflussen, so die Forscher.

Chancen liegen hier vor allem in der psychotherapeutischen Behandlung, dem Erlernen von Atem- und Entspannungstechniken und der langsamen Heranführung an ein körperliches Training, z.B. im Rahmen einer Rehabilitation.

Quelle:

Roland W. Esser, et al.: Structural Brain Changes in Patients With COPD. In: Chest. 2016;149(2):426-434. http://journal.publications.chestnet.org

Reha beantragen - Werden Sie selbst aktiv!

Während einer pneumologischen Rehabilitation lernen COPD-Patienten, das Leben mit der Lungenkrankheit eigenständig zu gestalten.

mehr

Folgen Sie uns auf Facebook!

Besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite und bleiben Sie rund um die COPD immer auf dem Laufenden.

Jetzt folgen!

mehr

Zurück