Neue Studie: Jeder Vierte wird an COPD erkranken

Einer neuen kanadischen Studie zufolge wird jeder Vierte Mensch im Lauf seines Lebens an einer COPD erkranken. Dies ist das Ergebnis der ersten umfassenden Risikoabschätzung des Erkrankungsrisikos für die Lungenkrankheit in der breiten Bevölkerung.

Das Risiko für eine heute 35-jährige Frau, eine COPD zu entwickeln, ist damit dreimal höher als an Brustkrebs zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Diese alarmierenden Zahlen unterstreichen die Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO, nach der COPD bis 2030 die weltweit dritthäufigste Todesursache nach Herzkrankheiten und Schlaganfällen sein wird. Bereits heute ist die COPD vierthäufigste Todesursache.

Die Studie ist die erste ihrer Art, obwohl die COPD eine der gefährlichsten, teuersten und häufigsten chronischen Erkrankung ist. Vor diesem Hintergrund verbinden die Forscher mit ihrer Studie auch die Hoffnung auf mehr Aufmerksamkeit und mehr Forschungsgelder für die immer noch schlecht erforschte COPD. Denn obwohl schon jetzt das Erkrankungsrisiko auf demselben Level wie das Risiko, an Diabetes oder Asthma zu erkranken, angekommen ist, gibt es bis heute quasi keine breite öffentliche Diskussion über die lange als Raucherlunge ignorierte Lungenkrankheit.

Häufige Begleiterkrankungen der COPD

Die COPD ist eine systemische Erkrankung, die den gesamten Organismus belastet und weitere Erkrankungen nach sich ziehen kann.

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