COPD: Singen hilft gegen Atemnot

Schon länger ist bekannt, dass Singen das Wohlbefinden von COPD-Patienten verbessert. Unklar war bislang, ob das Singen selbst oder die soziale Aktivität in der Gruppe die verbesserte Lebensqualität bewirkt. Britische Forscher fanden nun die Antwort.

In der Studie wurden COPD-Patienten in 2 Gruppen aufgeteilt. Während eine Gruppe über einen Zeitraum von 8 Wochen wöchentlich gemeinsamen Gesangsunterricht bekam, besuchte die andere Gruppe einmal in der Woche einen Filmabend mit anschließender Diskussion.

Das Ergebnis: Zwar wirken sich beide Aktivitäten nicht direkt auf die physische Belastbarkeit der Patienten aus, die Teilnehmer der Gesangsgruppe berichteten aber von mehr positiven Effekten im Anschluss an eine Gesangsstunde. So besserte sich das persönliche Wohlbefinden der Gesangsgruppe gegenüber der Filmgruppe deutlich. Die Sänger fühlten sich physisch und psychisch fitter und gaben an, Atemtechniken bewusster einsetzen zu können als zuvor.

Die Studie zeigt also, dass Patienten der COPD von professionell angeleitetem Gesangsunterricht im Gesangsverein oder Kirchenchor in mehrfacher Hinsicht profitieren. Dabei bewirkt nicht nur die Freude am gemeinsamen Singen in der Gruppe ein verbessertes Wohlbefinden.

Nahezu alle Befragten gaben an, dass Sie neue Atemtechniken erlernt hätten, die Ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit der Lungenkrankheit geben und die Angst vor Atemnot nehmen. Auch die richtige Körperhaltung, die beim Singen eine große Rolle spielt, hilft Patienten, eine verbesserte Kontrolle ihrer Atmung zu entwickeln.

Quelle: BMC Pulmonary Medicine

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