Neues Urteil zu Steuernachlässen bei COPD

München - Ein neues Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) erleichtert die Beantragung von Krankheitskosten. Es vereinfacht somit auch für viele Lungenpatienten den Antrag auf steuerliche Nachlässe aufgrund außergewöhnlicher Belastungen. zu diesen gehören nämlich unter anderem chronische Krankheiten wie die COPD.

Bisher war das Staunen vieler Steuerzahler groß, wenn Krankheitskosten vom Finanzamt in der jährlichen Steuererklärung nicht als solche anerkannt wurden - und zwar wegen Fehlens eines amtlichen Attests. Die durch eine COPD entstehenden Behandlungskosten stellen für Patienten nämlich eine erhöhte finanzielle Belastung im Vergleich zu anderen Steuerpflichtigen derselben Einkommensklasse dar. Im Rahmen der jährlichen Steuererklärung können Betroffene daher einen Antrag auf Ermäßigung der Einkommenssteuer stellen.

Bisher war dies jedoch nur möglich, wenn Sie ein amtsärztliches Attest vorlegen konnten, das Sie vor dem Beginn einer Behandlung eingeholt hatten. Das ändert sich mit dem neuen Urteil, mit dem ein Antrag auch ohne ein solches Attest möglich sein soll. Entscheidende Instanz ist damit nicht länger ein Amtsarzt, sondern das Finanzgericht, das sich sachliche Gutachten nach Eingang eines Antrags einholen kann.

Auch für Patienten der COPD gilt daher ab sofort: Kosten, die Ihnen im Rahmen Ihrer Lungenkrankheit entstehen, können Sie nun auch ohne Vorlage eines amtsärztliches Attest in Ihrer Steuererklärung geltend machen.

COPD im Beruf

Eine COPD-Diagnose bedeutet noch lange nicht, dass die Patienten ihren Beruf aufgeben müssen. Vielmehr sollten Betroffene versuchen, sich den veränderten Umständen anzupassen.

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