COPD-Patienten mit geringem Einkommen mit schlechterer Prognose

Im Rahmen des Welt-COPD-Tages im letzten Monat äußerten sich Fachärzte kritisch über den unzureichenden Zugang zu teuren, aber wirksamen Maßnahmen und über die Herausbildung einer „Zwei-Klassen-Medizin“.

Im Zentrum der Kritik stand der langwierige Prozess bei der Bewilligung einer ambulanten Rehabilitation durch die gesetzlichen Krankenkassen. Patienten mit geringerem Einkommen würde so der Zugang zu effektiven Maßnahmen erschwert bzw. häufig auch verwehrt. Nur wer sich dann die Rehabilitation selbst bezahlen könne, profitiere von den erwiesenermaßen positiven Folgen: weniger Krankenhausaufenthalte, Depressionen und Atemnot sowie mehr Eigenständigkeit und Lebensqualität.

Vor diesem Hintergrund betonte Lungenfacharzt Prof. Dr. Hartmut Zwick gegenüber Pressetext die Wichtigkeit eines langfristig eigenverantwortlichen Handelns der Patienten. Eine solche Eigenverantwortlichkeit könne „am besten durch ambulante Rehabilitation erfolgen. Diese läuft nach einem genau definierten Therapieprogramm ab und umfasst Patientenschulung, Rauchentwöhnung, Training und Diätberatung.“

Anders als bei den umfangreichen ambulanten Reha-Programmen sieht die Sache jedoch bei Patientenschulungen aus. Die meisten Kassen bieten chronisch kranken Patienten spezielle Schulungen an und übernehmen hierfür auch die Kosten. Diese Angebote sollten unbedingt wahrgenommen werden, weil auch sie die Eigenverantwortlichkeit der Patienten im Umgang mit der Krankheit stärken.

Patientenschulung bei COPD

Wer sich nicht informiert und das Management seiner Erkrankung selbst in die Hand nimmt, bleibt abhängig vom Wissen anderer.

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