Lungenärzte fordern „Kultur der Schadstoffvermeidung“

Welchen Einfluss haben Luftschadstoffe auf unsere Gesundheit? Mit dieser Frage befassen sich die Lungenärzte vom DGP in einer neuen Veröffentlichung.

Luft nach oben

Mit dem Positionspapier „Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit“ rufen die Lungenärzte vom DGP Politik und Bevölkerung auf, sich für eine saubere Luft einzusetzen.

Wer ist von Luftschadstoffen betroffen?

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Luftverschmutzung der wichtigste umweltbedingte Risikofaktor – auch in Deutschland. Obwohl sich die Luftschadstoffbelastung in den letzten Jahrzehnten vielerorts verbessert hat, liegen die Werte in Deutschland weiterhin überwiegend oberhalb der empfohlenen WHO-Richtwerte.

Gesundheitsschädliche Effekte von Luftschadstoffen sind sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch bei Patienten mit verschiedenen Grunderkrankungen gut belegt. Besonders Kinder, ältere und kranke Menschen sind gefährdete Bevölkerungsgruppen. Zudem leben rund 35 Prozent der Menschen in Deutschland in Großstädten und Ballungsräumen – Sie sind deswegen Luftschadstoffen besonders stark ausgesetzt.

So wirken sich Luftschadstoffe auf die Gesundheit aus

Die gesundheitlichen Folgen:

  • erhöhte Sterblichkeit
  • Zunahme von Herz- und Lungenerkrankungen
  • vermehrte Symptome und häufigere Krankenhauseinweisungen

Diese Folgen können sowohl akut nach kurzfristig erhöhter als auch bei dauerhafter Belastung durch Luftschadstoffe, z. B. am Arbeitsplatz oder an der Wohnadresse, auftreten. Dadurch entstehen der Gesellschaft relevante Kosten, die sowohl die Sozialsysteme als auch die Individuen belasten.

Das fordern die Lungenärzte

Die Autoren des Positionspapiers fordern eine deutliche Reduktion der Luftschadstoffbelastung sowie eine Absenkung der gesetzlichen Grenzwerte. Hierzu müsse in Deutschland eine „Kultur zur Schadstoffvermeidung“ auf allen Ebenen entwickelt, gezielt gefördert und etabliert werden.

Maßnahmen zur Schadstoffvermeidung:

  • infrastrukturelle Maßnahmen zur Förderung einer schadstoffarmen Mobilität, ein Umsteigen auf emissionsarme Technologien in Verkehr, Industrie, Energieproduktion und Landwirtschaft
  • gezielte Minderungsmaßnahmen bei spezifischen lokalen Emittenten (Häfen, Flughäfen), verhaltenspräventive Maßnahmen zur Änderung des individuellen Mobilitäts- und Konsumverhaltens
  • Vermeidungsstrategien zur Reduktion der eigenen Schadstoffexposition

Was kann der Einzelne tun?

Um die eigene Schadstoffproduktion und -belastung zu reduzieren, kann jeder

  • sein Mobilitäts- und Konsumverhalten ändern
  • Verkehrswege mit geringerer Schadstoffbelastung nutzen, z. B. Nebenstraßen oder verkehrsberuhigte Bereiche (gilt vor allem für Fußgänger und Radfahrer)
  • sportliche Aktivitäten nur an „sauberer“ Luft durchführen
  • auf ein gesundes Raumklima achten

Hier können Sie sich das Positionspapier „Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit“ als PDF downloaden.

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