Lungendenervierung: Neues Therapieverfahren bei schwerer COPD?

Eine neue Studie zeigt, dass eine Lungendenervierung die Symptome von COPD-Patienten im mittleren und schweren Stadium verringert.

Die Lunge des Menschen

„Wir haben es geschafft, chronische Atemwegssymptome wie Atemnot, Krankheitsschübe, Infektionen und Krankenhauseinweisungen von COPD-Patienten zu reduzieren, die medikamentös bereits optimal eingestellt sind.“

Dieses Zitat stammt von Dr. Dirk-Jan Slebos vom Medizinischen Zentrum der Universität Groningen, der die Ergebnisse einer neuen Studie zur Lungendenervierung auf dem Kongress der European Respiratory Society im September vorstellte.

Was passiert bei der Lungendenervierung?

Bei der gezielten Lungendenervierung TLD (Targeted Lung Denervation) handelt es sich um einen einmaligen Eingriff mittels Bronchoskop. Dabei werden übersensible Nervenbahnen der Lunge mithilfe elektrischer Energie unterbrochen. Die Behandlung verbessert die Entspannung der Bronchialmuskulatur und erleichtert das Atmen.

Derzeit befindet sich das Verfahren noch in der klinischen Prüfungsphase. Die vorgestellte Studie weckt jedoch die Hoffnung auf eine weitere Behandlungsoption für Patienten mit schwerer COPD.

Professor Daiana Stolz von der Universität Basel:

„Das sind wirklich aufregende und wichtige Ergebnisse. COPD ist eine schwer zu therapierende Erkrankung und die Ergebnisse dieser gut durchgeführten Untersuchung zur gezielten Lungendenervierung zeigen, dass das Verfahren einen Unterschied für die Gesundheit der Patienten machen kann.“

(Anm. d. Red.: Übersetzung aus dem Englischen)

Quelle:

European Respiratory Society: COPD patients suffer fewer respiratory-related problems when treated with Targeted Lung Denervation. Pressemeldung vom 18. September 2018

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