2 Drittel der COPD-Erkrankungen bleiben unerkannt

Laut neuen Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO werden sogar bis zu 75% der weltweiten Erkrankungen gar nicht oder erst sehr spät diagnostiziert. Das hat physische und psychische Belastungen für die Betroffenen und finanzielle Belastungen für die Gesundheitssysteme zur Folge.

Mitverantwortlich für die geringe Erkennungsrate ist einerseits der über mehrere Jahre schleichende Erkrankungsprozess und anderseits die angesichts der wachsenden Betroffenenzahlen immer noch relative Unbekanntheit der COPD.

Auch wenn die Zahlen für Deutschland wohl weniger dramatisch ausfallen, sind die grundsätzlichen Probleme der Früherkennung auch hier vorhanden. Eine Früherkennung ist jedoch gerade bei einer Krankheit wie der COPD wichtig. Denn solange die Patienten nicht mit der Therapie beginnen und weiter rauchen, kann die chronisch obstruktive Bronchitis ungehindert voranschreiten. Die dabei entstehenden Schäden an der Lunge sind unumkehrbar und die Lebenserwartung der Betroffenen sinkt.

Finanzielle Belastung

Währenddessen wachsen die entstehenden Kosten stetig an: Schätzungen zufolge verursacht die COPD in europäischen Staaten jährliche Kosten von mehr als 50 Milliarden Euro, Tendenz steigend.

Gezielte Aufklärungskampagnen und die regelmäßige Durchführung von Lungenfunktionstests bei jahrelangen Rauchern können hier Abhilfe schaffen. Denn die Früherkennung verbessert nicht nur langfristig die Lebensqualität der Patienten, sondern senkt auch die finanziellen Belastungen für das Gesundheitssystem.

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