Deutsche Lungenstiftung: Schiffsreisen bei COPD gefährlich

Mediziner der Deutschen Lungenstiftung (DLS) in Hannover warnen Lungenpatienten vor Schiffsreisen.

„Abgase aus Schiffsmotoren weisen hohe Ruß- und Stickoxid-Anteile auf, die für Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD einen zusätzlichen Reiz darstellen", erklärte der Stiftungsvorsitzende Harald Morr. „Dieser kann heftige Entzündungsreaktionen in den ohnehin schon chronisch entzündeten Bronchien bewirken und insofern gefährlich werden."

Auch das von Schiffen stoßweise abgegebene Schwefeldioxid kann den Gesundheitszustand beeinträchtigen. Lungenpatienten sollten vor solchen Reisen daher ihren Lungenarzt aufsuchen, um sicherzustellen, dass sie medikamentös optimal eingestellt sind.

Grundsätzlich betont Morr aber die positiven Effekte von Seereisen für Lungenpatienten: Die feuchte, salzhaltige Luft befeuchtet Atemwege und Schleimhäute und kann so Beschwerden lindern. An Bord – speziell an Deck - empfiehlt es sich jedoch, sich nur dort aufzuhalten, wo man ausreichend vor den Abgasen der Schiffsmotoren geschützt ist.

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