Neue Studie: Heimbeatmung wichtiger Therapiebaustein

Wenn die Atemmuskulatur von COPD-Patienten überlastet ist, sorgt die nicht-invasive Heimbeatmung für eine spürbare Entlastung: Schon 6 Stunden Beatmung in der Nacht reichen, um die Lebensqualität und –erwartung deutlich zu erhöhen.

COPD-Patienten brauchen aufgrund verengter Atemwege für die Atmung mehr Kraft als lungengesunde Menschen – hier sind die an der Atmung beteiligten Muskeln gefordert. Kommt es dabei zu einer Überlastung dieser Atemmuskeln (Hyperkapnie), bewirkt eine nicht-invasive Heimbeatmung (NIV) eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität, wie eine neue Studie belegt.

Die nicht-invasive Beatmung erfolgt über eine abnehmbare Atemmaske, idealerweise für 6 Stunden in der Nacht. Die Beatmung entlastet die Atemmuskeln, so dass diese wieder leistungsfähiger sind. Für die Patienten äußerst sich das in einer deutlich erhöhten Belastbarkeit am Tag.

In der bislang größten klinischen Studie zur NIV mit 195 Patienten in Deutschland und Österreich traten die Vorteile deutlich zu Tage. Das Sterberisiko von Patienten mit schwerer hyperkapnischer COPD konnte mithilfe der Heimbeatmung von 33 auf 12 Prozent im ersten Jahr verringert werden. Die nicht-invasive Beatmung erweist sich damit als wichtiger und überaus wertvoller Therapiebaustein der schweren COPD.

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