Die heißen Tage kommen - 5 Tipps bei Asthma & COPD

Diese Woche werden Temperaturen weit über 30°C erwartet. Wie Sie auch an heißen Sommertagen einen kühlen Kopf bewahren, erfahren Sie hier.

Frau leidet unter Hitze

Hitze und Schwüle setzen nicht nur Lungenpatienten mit Asthma oder COPD zu. Temperaturen von 30 °C können uns einiges abverlangen und die körperliche Belastung im Alltag erhöhen.

Wenn Sie aber auf genügend Ausgleich achten und folgende Tipps befolgen, kommen Sie unbeschadet durch die heißen Tage:

1. Hitze und Anstrengung meiden

  • Am Mittag und Nachmittag sollten Sie anstrengende Arbeiten liegen lassen. Suchen Sie sich stattdessen ein kühles, abgedunkeltes Zimmer oder ein schattiges Plätzchen und gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Ruhe.
  • Auch den täglichen Spaziergang und Ihre Atemübungen sollten Sie besser auf die kühleren Abendstunden verschieben. Besonders eignet sich eine bestimmte Dehnübung, die Lungentrainerin Jutta hier vorstellt: 'Leichter atmen an heißen Tagen'

2. Für Abkühlung sorgen

  • Lüften Sie möglichst dann, wenn die Außentemperaturen noch nicht so hoch sind, also in der Nacht, am frühen Morgen oder am späten Abend. Tagsüber sollten Sie die Fenster geschlossen halten und die Wohnung abdunkeln.
  • Wenn Ihnen zu heiß wird, eignet sich ein in kaltes Wasser getränktes Tuch, mit dem Sie Gesicht und Beine abreiben, hervorragend für ein wenig Erfrischung. Auch ein kaltes Fußbad bringt Abkühlung.
  • Wer kalt duschen oder baden will, reduziert die Temperatur am Besten nur langsam, um einen Kälteschock zu vermeiden.
  • Klimaanlagen und Ventilatoren sollten aufgrund des Erkältungsrisikos nur vorsichtig eingesetzt werden.

3. Viel trinken

Wer viel schwitzt, muss dafür Sorge tragen, die verlorene Flüssigkeit zu ersetzen. Durch Schwitzen gehen dem Körper aber nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Salze und Mineralien verloren. Trinken Sie deshalb auch mal eine Fruchtsaft-Schorle oder einen Gemüsesaft.

Zuckerhaltige Getränke, Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sind hingegen nicht zu empfehlen. Das gilt auch für stark gekühlte Getränke, die den Körper nur noch mehr zum Schwitzen anregen.

4. Leicht verträgliche Nahrung zu sich nehmen

Schweres, fetthaltiges Essen belastet die Verdauung und damit den gesamten Energiehaushalt. Auf fettes Essen sollte deshalb verzichtet werden. Stattdessen eignen sich frische Salate mit Tomaten, Paprika und Gurken, Obst, gedünsteter Fisch, mageres Fleisch, Gemüsesuppen und -aufläufe.

Essen Sie außerdem lieber öfter kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt als 3 große Mahlzeiten.

5. Luftige Kleidung tragen

Leichte Kleidung aus Naturfasern lässt mehr Luft an den Körper als synthetische Stoffe. Tragen Sie deshalb möglichst weitgeschnittene Kleidung aus Leinen, Seide oder Baumwolle. Helle Farben reflektieren zudem das Sonnenlicht.

Wenn Sie sich unmittelbar in der Sonne bewegen, ist es empfehlenswert, die Haut vor den Sonnenstrahlen zu schützen – unsere Haut ist nämlich ein hervorragender Wärmespeicher, den Sie an heißen Tagen lieber nicht aktivieren sollten. Tragen Sie also möglichst langärmelige Kleidung und einen Sonnenhut.

Frau mit Atemnot

Sollten sich trotzdem Atembeschwerden einstellen, benutzen Sie umgehend Ihr kurzwirksames Notfall-Spray. Wenn sich nach einer halben Stunde keine Besserung einstellt und die Symptome zunehmen, sind weitere Maßnahmen angezeigt. Im Artikel 'Atemnot bei COPD – Was tun im Notfall?' erfahren Sie mehr.

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Jutta's Blog

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