COPD-Symptome: Die Anzeichen der Lungenkrankheit erkennen

Die COPD beginnt meist mit Husten und Auswurf. Erkannt wird eine Erkrankung häufig erst, wenn ein drittes Symptom hinzukommt.


AHA-Symptome bei COPD

An diesen 4 Anzeichen erkennen Sie eine COPD

Die COPD ist eine schleichende Erkrankung: Die zu Beginn noch leichten Symptome steigern sich über Jahre hinweg zu ausgeprägten Beschwerden. Häufig erfolgt die Diagnose deshalb erst im fortgeschrittenen Stadium. Um den fortschreitenden Verlauf einer COPD zu stoppen, ist jedoch eine möglichst frühe Diagnose wünschenswert.

Gehen Sie bei folgenden Anzeichen zum Arzt:

  1. Chronischer Husten: Insbesondere morgens beim Aufstehen, auch als Raucherhusten bekannt
  2. Abhusten von Schleim: Beim Husten wird ein klarer oder bräunlicher Schleim - auch Auswurf genannt - aus den Bronchien nach oben befördert
  3. Atembeschwerden bei Belastung: Wenn sich beispielsweise beim Treppensteigen leichte Atemnot einstellt oder Schmerzen ("Engegefühl") in der Brust auftreten
  4. Atemgeräusche: Rasseln oder Giemen beim Atmen deuten auf eine beginnende Verengung der Atemwege hin

Statistische Risikofaktoren:

  • Alter über 45 Jahre
  • Rauchkonsum oder Rauchvergangenheit
  • Inhalation von Schadstoffen am Arbeitsplatz (z.B. Feinstäube, Rauch)
  • Häufig auftretende Atemwegsinfekte
  • Genetische Veranlagung (COPD-Erkrankungen in der Familie)
COPD-Risikofaktoren

AHA! Die Symptome der COPD

Die Symptome der COPD werden oft als "AHA"-Symptome bezeichnet: Atemnot, Husten, Auswurf. Gemeinsam treten diese Symptome allerdings erst im Verlauf der COPD auf.

Husten

Der chronische Husten bei COPD ist eine Folge der vermehrten Schleimbildung und morgens nach dem Erwachen am stärksten. Durch das regelmäßige Abhusten befreien sich die Atemwege von Schleim, der sich in den Bronchien festgesetzt hat. Eine Ortsabhängigkeit des Hustens oder das Ausbleiben von Auswurf sind untypisch für eine COPD und deuten eher auf andere Krankheiten hin.

Auswurf

Der Husten wird meist von zähem Auswurf begleitet, der in der Medizin als Sputum bezeichnet wird. Bei der COPD ist das Sputum meist etwas bräunlich.

Atemnot

Im fortgeschrittenen Stadium der COPD kommt zu Husten und Auswurf das Symptom der Atemnot hinzu. Zunächst tritt Atemnot bei COPD nur bei Belastung auf, kann sich im Verlauf der Krankheit aber zu einer teilweisen bis vollständigen Bewegungseinschränkung der Patienten ausweiten.

Frühe Diagnose der COPD wichtig

Im Anfangsstadium sind die Patienten nach dem morgendlichen Abhusten oft beschwerdefrei, so dass sie die COPD-Erkrankung nicht wahrnehmen. Oft erfolgt die Diagnose deshalb erst, wenn sich weitere Symptome und Exazerbationen einstellen.

Um eine COPD am Fortschreiten zu hindern, ist jedoch eine möglichst frühe Diagnose wünschenswert. Therapeutische Maßnahmen sowie die erforderlichen Umstellungen im Alltag der Patienten könnten so schnell eingeleitet und der vergleichsweise niedrige Schweregrad der COPD gehalten werden.

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