COPD-Symptome: Die Anzeichen der Lungenkrankheit erkennen

Die COPD beginnt meist mit Husten und Auswurf. Betroffene erkennen die Anzeichen der Lungenkrankheit häufig erst, wenn ein drittes Symptom hinzukommt.


AHA-Symptome bei COPD

Die COPD ist eine schleichende Erkrankung: Die zu Beginn noch leichten Symptome steigern sich über Jahre hinweg zu ausgeprägten Beschwerden. Häufig erfolgt die Diagnose deshalb erst im fortgeschrittenen Stadium. Um den fortschreitenden Verlauf einer COPD zu stoppen, ist das frühzeitige Erkennen der Anzeichen jedoch wünschenswert.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen,

  • an welchen Anzeichen Sie eine COPD erkennen,
  • wie sich die Symptome im Krankheitsverlauf entwickeln und
  • wie Sie die Symptome effektiv behandeln können.

AHA! An diesen Anzeichen erkennen Sie eine COPD

Die Symptome der COPD werden oft als "AHA"-Symptome bezeichnet: Atemnot, Husten, Auswurf. Typisch ist ein schleichender Verlauf der Lungenerkrankung mit allmählich zunehmenden Beschwerden. Gemeinsam treten die Symptome erst im Verlauf der COPD auf.

  1. Husten

    Der chronische Husten bei COPD ist eine Folge der vermehrten Schleimbildung und morgens nach dem Erwachen am stärksten. Durch das regelmäßige Abhusten befreien sich die Atemwege von Schleim, der sich in den Bronchien festgesetzt hat.

  2. Auswurf

    Der Husten wird meist von zähem Auswurf (Sputum) begleitet, der aus den Bronchien nach oben befördert wird. Bei der COPD ist das Sputum meist klar oder bräunlich. Wenn Sie nur an bestimmten Orten husten oder kein Auswurf vorhanden ist, deutet das eher auf andere Krankheiten als die COPD hin.

  3. Atemnot

    Im fortgeschrittenen Stadium der COPD kommt zu Husten und Auswurf das Symptom der Atemnot hinzu. Die Betroffenen beschreiben die Atemnot oft als ein Engegefühl in der Brust. Zunächst tritt sie nur unter Belastung auf, z. B. beim Treppensteigen. Sie kann im Verlauf der Erkrankung aber auch fortschreiten und im Ruhezustand auftreten.

Die Symptome im Verlauf der COPD

Leichte COPD: Bereits im Anfangsstadium der Erkrankung können Sie erste Anzeichen erkennen, die auf eine COPD schließen lassen: Bei den meisten Betroffenen hat sich im Vorfeld ein chronischer Husten entwickelt. Es handelt sich meist um den typischen Raucherhusten, der vor allem morgens einsetzt und mit zähem Auswurf verbunden ist. Möglicherweise treten zudem häufiger Infektionen der unteren Atemwege (Bronchitis) mit starkem Husten auf.


Fortgeschrittene COPD: Das Fortschreiten der Lungenkrankheit erkennen Sie an einer zunehmenden Symptomatik: Es kommt meist zu einer vermehrten Produktion von immer zäher werdendem Bronchialschleim, der das Abhusten zunehmend erschwert. Vielleicht bemerken Sie auch, dass Sie körperlich schneller schlapp machen als früher oder es zeigen sich erste Atembeschwerden bei körperlicher Belastung.


Schwere COPD: Im Endstadium der COPD schränkt die Atemnot den Bewegungsspielraum der Patienten zusehends ein. Exazerbationen, also akute Verschlechterungen der Symptome, treten bei vielen Betroffenen in regelmäßigen Abständen auf. Herz-Kreislauf-Probleme wie Schwindel, Herzklopfen oder Herzstolpern deuten darauf hin, dass auch andere Organe vom Sauerstoffmangel betroffen sind. Lassen Sie diese Beschwerden unbedingt von einem Arzt untersuchen.

Weitere mögliche Symptome bei COPD

  • vermehrte Lungenentzündungen
  • pfeifende oder rasselnde Geräusche beim Atmen
  • Appetitmangel
  • Müdigkeit und Fatigue
  • Ängste und Depressivität

Frühes Erkennen der Symptome wichtig

Ein frühes Erkennen der Symptome ist für den weiteren Verlauf der COPD extrem wichtig. Im Anfangsstadium sind die Patienten nach dem morgendlichen Abhusten jedoch oft beschwerdefrei, so dass sie die COPD-Erkrankung nicht wahrnehmen. Oft erfolgt die Diagnose deshalb erst, wenn weitere Anzeichen wie Atemnot und Exazerbationen auftreten.

Behandlung der COPD-Symptome – Das können Sie tun!

Vom richtigen Umgang mit Ihren Symptomen hängt bei COPD eine Menge ab. Denn die Behandlung Ihrer individuellen Beschwerden stellt einen Schlüsselfaktor dar, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Wenn Sie es schaffen, Mittel und Wege zu finden, Ihre Beschwerden effektiv zu lindern, haben Sie einen wichtigen Schritt getan.


So lindern Sie Husten und Auswurf

Für COPD-Patienten ist es wichtig, sich regelmäßig vom Schleim in den Bronchien zu befreien. Das gilt besonders, wenn Sie unter zähem Auswurf leiden, der sich nur schwer abhusten lässt. Ziel der Hustentherapie ist es, den Schleim in den Bronchien zu mobilisieren und damit das Abhusten zu erleichtern.

Das gelingt zum einen, indem Sie effektive Hustentechniken anwenden, und zum anderen, indem Sie mithilfe bestimmter Mittel den Schleim in den Bronchien lösen.

Richtig abhusten: Was tun bei zähem Auswurf?

Wie Sie Atemnot bekämpfen können

Atemnot ist ein Symptom, das sich auf die Lebensqualität der Betroffenen in mehrfacher Hinsicht ungünstig auswirkt. Der Umgang mit Atemnot und die Bewältigung mit Atemnot-Ängsten spielt mit zunehmendem Stadium deshalb eine immer größere Rolle:

  • Das Erstellen eines Notfallplans hilft Ihnen, auftretende Atemnot schneller zu kontrollieren.
  • Der verursachenden Verengung der Atemwege können Sie mit bronchialerweiternden Medikamenten entgegenwirken.
  • Den schleichenden Verlust der Lungenfunktion halten Sie mithilfe einer Ihrer körperlichen Belastbarkeit angepassten Physiotherapie auf. Patienten im fortgeschrittenen Stadium profitieren vor allem von regelmäßigem Lungensport.
  • Sauerstofftherapie oder eine Heimbeatmung erhöhen die Belastbarkeit von Patientienten mit chronischem Sauerstoffmangel.
  • Für die Bewältigung von Atemnot-Ängsten haben sich Strategien der Psychopneumologie als wirksam erwiesen.

Richtig abhusten

Bei stark verschleimten Bronchien steht für viele Betroffene das Abhusten von zähem Schleim auf der Tagesordnung. Wie man richtig abhustet und welche Mittel das Abhusten erleichtern.

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