Raucherhusten - Was tun?

Viele Raucher husten – meist morgens – zähen Schleim ab. Dieser Auswurf ist ein erstes Anzeichen für eine sogenannte Raucherbronchitis, die behandelt werden sollte.

Raucher leiden häufig unter Husten

Hartnäckige Verschleimung, ständiger Hustenreiz und morgendlicher Auswurf - nicht selten stellt sich bei Rauchern eine sogenannte Raucherbronchitis ein.

Es handelt sich beim Raucherhusten nicht etwa um eine normale Begleiterscheinung des Rauchens, sondern um ein Anzeichen für eine fortschreitende Beschädigung der Atemwege.

Symptome: Chronischer Husten mit Auswurf

Was im Volksmund als Raucherhusten oder Raucherbronchitis bezeichnet wird, ist die Folge stark verschleimter Bronchien, die sich durch den Hustenreflex vom Störfaktor Schleim befreien wollen. Durch den Husten wird der Schleim aus den unteren Atemwegen nach oben befördert, um dann von den Betroffenen ausgespuckt oder hinuntergeschluckt zu werden.

Der zähe Auswurf kann zu Beginn des Raucherhustens noch relativ klar sein, weist aber typischerweise eine bräunliche bis schwarze Verfärbung auf. Zusätzlich nimmt im Laufe der Zeit die Zähflüssigkeit des Schleims zu, was das Abhusten für die Betroffenen zunehmend erschwert.

Im Grunde kennt dieses Beschwerdebild auch jeder Nichtraucher – schließlich führt jede akute Bronchitis vorübergehend zu einer vermehrten Schleimproduktion bzw. zu einem lästigen Hustenreiz. Ein Raucherhusten ist jedoch das Ergebnis einer dauerhaften Belastung und kann dementsprechend auch zu einer dauerhaften Symptomatik mit chronischem Husten führen.

Wie entsteht Raucherhusten?

Vor allem das Reinigungssystem der Atemwege ist von der Belastung durch das Rauchen betroffen: Zur Abwehr von Schadpartikeln sind die Atemwege innen mit einem dünnen Schleimfilm ausgekleidet, der mithilfe der Flimmerhärchen die eindringenden Partikel wie auf einem Förderband wieder hinausbefördert.

Eine dauerhafte Belastung wie das Rauchen kann zu einer Überlastung des Reinigungssystems und zur Beschädigung der Flimmerhärchen führen: Die Schleimhaut produziert vermehrt zähen Schleim, der von den Flimmerhärchen nur noch bedingt abtransportiert werden kann. Es kommt zu festsitzenden Sekretablagerungen in den Bronchien, die das Abhusten erforderlich machen.

Anzeichen für eine chronische Lungenerkrankung

Ein Raucherhusten deutet auf ein Fortschreiten der beschriebenen Entwicklung hin - die möglichen Folgen sind beträchtlich:

  • Wer über einen Zeitraum von 3 Monaten in mindestens 2 aufeinanderfolgenden Jahren unter (Raucher-)Husten mit Auswurf leidet, ist laut Definition der WHO an einer chronischen Bronchitis erkrankt.
  • Bleibt die Belastung durch das Rauchen weiter bestehen, steigt auch das Risiko einer irreversiblen Beschädigung der Lunge. Es droht die Entstehung einer chronisch-obstruktiven Bronchitis, kurz COPD.
  • Eine COPD ist neben den Symptomen Husten und Auswurf auch mit Atemnot verbunden - zunächst nur bei Belastung, bei Fortschreiten der Erkrankung auch im Ruhezustand.

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Was tun? - Raucherhusten behandeln

Tritt Husten über mehrere Wochen oder Atemnot bei Belastung auf, sollten die Betroffenen einen Lungenfunktionstest beim Lungenfacharzt durchführen. Dieser wird je nach Diagnose die medikamentöse Therapie einleiten.

Grundsätzlich sind für Raucher, die über 40 Jahre alt sind, regelmäßige Lungenfunktionstests empfehlenswert, um die Tüchtigkeit der Lunge bzw. mögliche Beeinträchtigungen festzustellen.

Ganz allgemein lassen sich folgende Tipps zur Behandlung von Raucherhusten formulieren:

  • Egal wie die Untersuchung ausfällt - eine Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung eines Raucherhustens lautet: Werden Sie Nichtraucher!
  • Um die Bronchien möglichst effektiv und schonend vom festsitzenden Sekret zu befreien, ist der Einsatz bestimmter Hustentechniken sinnvoll, die das Sekret nach oben befördern und den Hustenreiz dämpfen.
  • Spezielle Atemtherapiegeräte - sogenannte PEP-Systeme - lösen den Schleim von den Bronchialwänden und erleichtern das Abhusten.
  • Die Inhalation physiologischer Kochsalzlösung mit Verneblergeräten befeuchtet die unteren Atemwege und beugt Infektionen vor.

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