COPD: Richtig inhalieren mit Dosieraerosolen

Bei COPD ist das Inhalieren mit Medikamenten in Form von Dosieraerosolen die effektivste Therapieform. Das sollten Sie bei der Anwendung beachten.

Dosieraerosole zur Inhalationstherapie bei COPD

Bei COPD ist das Inhalieren mit Dosieraerosolen gängige Praxis. Der Grund: Dosieraerosole transportieren Medikamente wie z. B. Kortison besser als andere Anwendungen ohne Umwege ans Ziel: die Lunge.

Dieses Ziel erreichen beim Inhalieren jedoch nur die kleineren lungengängigen Teilchen des Medikaments. Die größeren Teilchen bleiben durch das druckvolle Einsprühen wirkungslos im Mund- und Rachenraum haften. Zudem ist die Anwendung von Dosieraerosolen ein komplexer Vorgang mit einer Reihe möglicher Fehlerquellen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass durch die fehlerhafte Anwendung von Dosieraerosolen im Schnitt nur 20 % des Wirkstoffs in das Bronchialsystem gelangt. Der Rest bleibt im Mund- und Rachenhaum haften und kann hier im Fall von kortisonhaltigen Sprays Nebenwirkungen wie Heiserkeit und Pilzbefall verursachen. Fachgesellschaften empfehlen bei Asthma und COPD deshalb den Gebrauch einer Inhalierhilfe.

COPD: Inhalieren mit Inhalierhilfen

Bei Inhalierhilfen (auch Spacer genannt) handelt es sich um transparente Kammern, die dem Dosieraerosol vorgeschaltet werden. Der Sprühstoß wird dann in die Kammer abgegeben - von hier kann der Patient das Medikament über ein Mundstück einfach abatmen. Dabei bleiben die großen Teilchen an der Wand der Kammer haften, so dass beim Inhalieren nur die kleinen, lungengängigen Teilchen eingeatmet werden.

Zudem entfällt die Koordination zwischen Auslösen des Sprühstoßes und der Inhalation, die vielen Patienten Schwierigkeiten bereitet. Insbesondere für ältere COPD-Patienten sind Inhalierhilfen deshalb wichtig, weil sie diese Koordination nicht mehr leisten können. Für sie gibt es Inhalierhilfen mit speziellen Gesichtsmasken, die ihnen das Inhalieren mit Dosieraerosolen erst ermöglichen.

Dosieraerosol mit Inhalierhilfe

Inhalieren mit Inhalierhilfen

Inhalierhilfen erleichtern die Anwendung von Dosieraerosolen und verringern Nebenwirkungen im Mund- und Rachenraum.

Inhalierhilfen: Kosten und Tipps

  • Inhalierhilfen sind bei COPD grundsätzlich erstattungsfähig. D. h. auf ärztliches Rezept werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen.
  • Bei COPD generell und beim Inhalieren im Speziellen ist Hygiene ein wichtiges Thema. Achten Sie deshalb beim Kauf vor allem darauf, dass das Gerät leicht zu reinigen ist (in der Spülmaschine oder in kochendem Wasser).
  • Moderne Inhalierhilfen besitzen leichtgängige Ein- und Ausatemventile. Beim Einatmen öffnet sich das Ventil, um das Medikament durchzulassen. Beim Ausatmen in das Gerät verhindert das Ventil, dass die Ausatemluft in die Kammer gelangt.

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