Atemphysiotherapie

Richtig husten, leichter atmen!

In ihrem Blog zeigt uns Physiotherapeutin Anja Kornblum-Hautkappe wie eine Atemphysiotherapie Lungenpatienten zu mehr Luft verhilft.

Atemübungen: So mobilisieren Sie Ihren Brustkorb

Ein steifer Brustkorb wirkt wie ein Korsett, das Ihre Lunge umgibt. Wie Sie Ihren Brustkorb mobilisieren können und sich damit mehr Luft verschaffen.

Bei chronischen Atemwegserkrankungen wie der COPD spielt sich vieles in der Lunge ab: eine übermäßige Schleimproduktion, verengte Bronchien, überblähte Lungenbläschen, usw.

Der Fokus der Behandlung liegt deshalb zurecht auf der Linderung dieser Beschwerden. An der Entstehung von Atemnot und des Engegefühls in der Brust sind jedoch eine Vielzahl von Faktoren beteiligt. Dazu gehört vor allem die direkte Umgebung der Lunge: Unser Brustkorb und die Atemmuskulatur.

Bei COPD leidet die Beweglichkeit Ihres Brustkorb

Unsere Lunge wird von unseren Rippen, der Wirbelsäule und dem Brustbein geschützt und hauptsächlich vom Zwerchfellmuskel bewegt. Sie ist von innen an den Brustkorb geheftet und durch einen immer währenden Unterdruck zwischen dem Lungen- und dem Rippenfell an ihn gebunden. Jede kleine Bewegung des Brustkorbes bewegt also auch die Lunge ein klein wenig mit.

Im Umkehrschluss führt eine eingeschränkte Beweglichkeit des Brustkorbs leider auch zu einer mangelnden Bewegung der Lunge. Die einzelnen Regionen in der Lunge können jedoch nur gut mit Luft versorgt werden, wenn der Brustkorb eine Entfaltung der Lunge zulässt. Ein steifer Brustkorb wirkt dabei wie ein Korsett. Er hindert die Lunge an einer guten und gleichmäßigen Belüftung und schränkt somit zusätzlich das Lungenvolumen ein.

Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung leiden häufig unter einer eingeschränkten Beweglichkeit. Die Gründe dafür sind ständiges Husten, mangelnde Bewegung und strukturelle Veränderungen in der Lunge. Hinzu kommt, dass die Beweglichkeit mit fortschreitendem Alter ohnehin abnimmt.

Brustkorb mobilisieren – So geht’s

Es gibt für jeden Krankheitszustand und für jedes Alter einfache Übungen mit denen man seine Beweglichkeit erhalten und auch wieder verbessern kann. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sprechen Sie mit Ihrem/-r Physiotherapeuten/-in darüber und finden Sie die für sie passenden Übungen.

Hier stelle ich Ihnen ein paar einfache Übungen vor, mit denen Sie alle Bewegungsrichtungen Ihrer Wirbelsäule verbessern können.

Hinweis:

Gehen Sie mit den Übungen grundsätzlich nur so weit, wie es Ihnen angenehm ist, und führen Sie die Übungen möglichst täglich durch. Sollten Schmerzen auftreten, brechen Sie die Übung ab.

Sollten Sie akute Rückenschmerzen oder Erkrankungen der Wirbelsäule haben (z.B. einen akuten Bandscheibenvorfall oder eine kürzlich stattgefundene OP), sprechen Sie bitte zuerst mit Ihrem Therapeuten oder Arzt darüber, welche Übungen für Sie zur Zeit geeignet sind.

Übung für die Seitneigung der Wirbelsäule

Seitneigung

1. Legen Sie sich auf den Rücken mit möglichst flachem Oberkörper. Legen Sie die Arme über den Kopf. Sollte das für Ihre Schulter nicht möglich sein, platzieren Sie ein Kissen unter dem Arm oder lassen ihn ansonsten neben dem Körper liegen.

Seitneigung

2. Neigen Sie nun den Oberkörper soweit wie möglich zu einer Seite.

3. Bleiben Sie, wenn möglich, für 10 Atemzüge so liegen. Sie können versuchen etwas vertieft in die gedehnte Flanke zu atmen. Machen Sie dann am Ende der Einatmung eine kleine Pause und stellen Sie sicher, dass Sie die Luft vollständig wieder ausatmen, z.B. über die Lippenbremse. Wiederholen Sie die Übung im Anschluss in der entgegengesetzten Richtung.

Wenn Sie nicht flach auf dem Rücken liegen können, probieren Sie folgende Alternative im Sitzen:

Seitneigung der Wirbelsäule im Sitzen

Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl. Heben Sie die Arme über den Kopf und neigen Sie den Oberkörper gerade zur Seite ohne sich dabei nach vorne zu beugen.

Seitneigung

Sollten Ihre Schultern das Heben der Arme nicht zulassen, verschränken Sie die Hände vor der Brust.

Übung für die Beugung und Streckung der Wirbelsäule

Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl und verschränken Sie die Arme vor der Brust. Strecken und beugen Sie die gesamte Wirbelsäule, indem Sie sich abwechselnd ganz rund machen und wieder aufrecht strecken.

Sie können die Übung gut mit der Atmung kombinieren: Atmen Sie ein, wenn Sie sich strecken, und atmen Sie über die Lippenbremse aus, wenn Sie die Wirbelsäule rund machen. Versuchen Sie 10 Wiederholungen durchzuführen.

Übung für die Drehung der Wirbelsäule

  • Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl und verschränken Sie die Arme vor der Brust.
  • Atmen Sie ein.
  • Drehen Sie nun mit der Ausatmung langsam den Oberkörper zur Seite.
  • Kommen Sie mit der nächsten Einatmung wieder zur Mitte zurück.
  • Führen Sie die Bewegung mit der nächsten Ausatmung langsam zur anderen Seite aus.
  • Versuchen Sie 10 Wiederholungen pro Seite zu machen.

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Kommentare:

Kommentar von Biggi |

Hallo Uwe und den Rest der Welt,
also mir steht die Maske wunderbar und Dir auch. Falls jemand Probleme mit Maske hat: es stört niemanden, wenn Ihr kurz mit einem Finger mal ein bischen lockert ..., einmal tief durchatmet und schon geht es wieder. Wünsche euch trotz Corona eine schöne Zeit und lasst den Kopf nicht so hängen.
Lieben Gruß, Biggi

Kommentar von Uwe Korbmacher |

Hallo Ihr Alle!
Jetzt mal etwas für Maskenmuffel. Ich leide unter Copd Grad 4 und habe zur Zeit 19% Lungenleistung. Wenn ich manche höre die die Maske nicht tragen wollen. Ich kann es doch auch. Natürlich musste ich mich auch dran gewöhnen und obwohl ich ein Attest habe das ich sie nicht tragen müsste, ich bin solidarisch mit meinen Mitmenschen und trage ich sie soweit ich kann, ich möchte niemanden gefährden. Warum kannst Du das als gesunder Mensch nicht???

Kommentar von Gerdi |

Hallo, habe mit großem Interesse Eure Kommentare gelesen und fühle mich gleich dazugehörig. Ich bin schon über 80, 50 kg, nie selbst geraucht (jedoch mitgeraucht). COPD III, Dyskrinie, Überblähung, Giemen seit ca. 20 Jahren. Das ist eine Mischform mit Asthma . Immer viel bewegt und derzeit geht’s nicht mehr. Bin so traurig und in Klinik auf Gran Canaria als Notfall seit 6 Tagen. Mein Arzt in Deutschland hat kein Interesse mehr, verschreibt unsinnige Medikamente (ANORO) , das mir sehr geschadet hat, bei Asthma verboten. Nun nehme ich wieder mein Foradil und das Bretaris versuche ich zu ersetzen. Habe hier Zeit und wie Ihr auch , werde ich mein eigener Doc. Analysiere nun per Google die in Euren Kommentaren gefundenen Medikamente. Passt etwas zu Foradil? Vielleicht hat jemand Erfahrung bezüglich meiner Krankheit.(?) Würde mich riesig freuen über Ratschläge!!!!! Allen alles Gute
und „Gut Luft”! Gerdi

Kommentar von Uwe Korbmaccher |

Hallo Angi!
Wenn die Coils eigesetzt wurden und nicht helfen oder es sogar schlechter geworden ist müssen sie doch entfernt werden oder liege ich da falsch? Nach einer gewissen Zeit geht das meines Wissens nicht mehr. Wieso eine in jeden Lungenflügel? Das habe ich noch nie gehört Man hat 5 Lungenlappen und versorgt wird meines Wissens nach einer nach dem anderen oder wie bei mir nur ein Teil, falls das reicht. Es kann auch ein Teil der Lunge entfernt werden oder vielleicht transplantiert man bei Dir. Must Deinen behandelnden Lungenfacharzt fragen.

Kommentar von Bibreg |

Hallo Biggi.
Ich rauche seit einem 1 Jahr und 6 Monaten nicht mehr,Zigaretten habe ich weg gelassen weil ich inhalieren von Zigaretten gar nicht mehr vertragen konnte.Erst nach zwei drei wochen ohne rauchen,fingen Problemen bei mir an,die ich durchs Konsum von Zigaretten gar nich so war genommen habe,Atemnot und Lustlosigkeit ich würde Depressiv.Durch meine Trommelschlegelfinger war ja klar das mit meine Lunge was nicht stimmt und bei mir wurde COPD 1 diagnostiziert.Habe Reha gemacht im Bad Ems es hat mir sehr geholfen ich habe für mich wandern endeckt,ich muss ja noch dazu sagen bin ja 45 Jahre alt und körperlich noch fit.In der Reha lernt man sehr viel und man hat Zeit für sich.
Wünsche dir alles gute.

Kommentar von Angelika Johanna Schiruska |

Hallo,

ich bin neu auf dieser Seite.
Habe COPD Endstufe 4 Gold, bin nicht stolz darauf, habe bis vor 2 Jahren geraucht.
Dieses Jahr habe ich mir die Spirale in jeden Lungenflügel setzen lassen, keine Besserung eher schlechter geworden.
Bekomme immer wieder einen Schub wo es noch schlechter geht, ich habe schon keine Hoffnung mehr das ich mal wieder Luft holen kann.
Wenn jemand einen Tipp hat wie man wieder etwas mehr Luft bekommt, bitte schreib es , ich greife nach jedem Strohhalm. GLG von Angi

Kommentar von Uwe Korbmacher |

Hallo Biggi,
zuerst hatte ich Copd Grad 3 und nach einer Lungenentzündung und Emphysem und ein sche... Krankenhaus wurden aus 35%, 17% also Copd 4. Dank den Ventilen habe ich jetzt zwar auch nur um die 20% aber ich kann besser atmen. Gruß, Uwe

Kommentar von Biggi |

Hallo Uwe,
über Sommer schwimme ich täglich eine kleine Runde. Aber wieso ist Deine COPD so schlimm geworden? Hat Dir ein Rauchstopp nichts genützt? Oder zu spät ...? Ich hoffe, dass es sich bei mir nicht weiter verschlimmert, aber ich denke, das hoffen viele. Gerade ist der Mann einer Exkollegin von mir gestorben, 72 Jahre alt, COPD, sauerstoffpflichtig und hatte nie geraucht.
Gruß, Biggi

Kommentar von Uwe Korbmacher |

Hallo Biggi!
Hoffe Du fängst niemals wieder an zu rauchen. Sonnst würde sich Dein Zustand drastisch verschlechtern. Das ist super das Du noch laufen und Rad fahren kannst. Laufen kann ich gar nicht mehr, nur gehen und schwimmen. Schwimmen würde ich jedem der es kann dringend empfehlen. Es stärkt die gesamte Muskulatur. Leider können das viele die Copd haben nicht mehr. Aber wer es kann, auch wenn es sich drückend anfühlt sollte es tuen.

Kommentar von Biggi |

Hallo Uwe,
danke für Deine vorsorglichen Zeilen. Ich habe COPD III B und rauche inzwischen seit 5 1/2 Monaten nicht mehr. In der Zwischenzeit geht es mir aber recht gut bis auf Atemnot beim längeren Laufen. Habe aber seit letzter Woche eine Atemtherapeutin (habe ich lange gesucht), die meinte, ich würde auch falsch einatmen - gg. Nun übe ich und hoffe, dass es mir etwas hilft. Ansonsten bin ich überall mit dem Fahrrad (E-Bike) unterwegs und kann da viele, viele km fahren.
Meine Hauptprobleme vor einem halben Jahr waren wohl tatsächlich bedingt durch den Rauchstopp nach 48 Jahren qualmen. Meine Hausärztin meine damals, meine arme Lunge wüsste ja gar nicht, was sie jetzt machen soll - lach. Und durch den Rauchstopp bekam ich halt innerhalb von Tagen eine kräftige Lungenentzündung. Ist aber weg, ich kann ohne probleme atmen, mache halt alles ein bischen langsamer. So, berichte, wie es Dir weitergeht mit Deinen Ventilen. Übrigens war meine von mir endlich gefundene Atemtherapeutin viele Jahre in der Thoraxklinik in Heidelberg beschäftigt.
Lieben Gruß, Biggi

Kommentar von susanne |

DANKE UWE für die Info. Habe alles erfolglos probiert; mittlerweile hat eine Freundin den Impfstoff in einer entlegeren Apotheke aufgetrieben; mein Frust und Ärger über die Behörden hat sich auch schon etwas gelegt- was solls. Die Pneumokokkenimpfung hatte ich voriges Jahr da muss ich mich aber wegen einer Auffrischung noch erkundigen. LG
Susanne

Kommentar von Uwe K |

Natürlich beeinflusst eine starke Gewichtszunahme die Atmung. Schwimmen und viel leichten Sport ist bei Copd Pflicht. Viele suchen immer einen Grund mit dem Rachen nicht auf zu hören. Wie zum Beispiel: Ich nehme zu. Oder: Meiner Lunge geht es schlechter seit dem ich nicht mehr rauche. Das ist vorübergehend. Wer weiter raucht stirbt schneller!!! Das ist erwiesen! Es gibt ja auch tatsächlich Menschen die an dem Coronavirus zweifeln.

Kommentar von Uwe K |

Liebe Susanne!
Der Hausarzt kann den Impfstoff nachbestellen. Falls er das nicht zu Stande bringt wechsle doch einfach den Arzt und schildere ihn den Fall und weise ihn darauf hin das Du ein Risikopatient bist. Denke auch an eine Impfung gegen Pneumokokken (Lungenentzündung).

Kommentar von Uwe K |

Hallo Biggi!
Die Umstellung vom Raucher zum Nichtraucher hat jeder. Mit einer Einlieferung in die Notaufnahme nie warten. Ich empfehle in eine gewünschte Klinik selbst hin bringen lassen, wenn es noch geht. War in einer ganz unerfahrenen mit na Lungenentzündung und gleich von 45 auf 17% Lungenleistung abgesackt. Was für einen Copd Grad hast Du? Warst schon in einer Reha? Ich empfehle Heiligendamm. Ich benutze auch Brimica und wenn ich nicht mehr schaffe es einzuziehen Ultibro. Habe mit beidem gute Erfahrung. Muss wegen der Belastung des Herzens noch Digitoxin nehmen. Dir alles Gute! Uwe

Kommentar von Biggi |

Hallo Uwe,
ich freue mich für Dich mit, dass Dir die Ventile so helfen, und drücke Dir ganz fest die Daumen!
Gruß, Biggi

Kommentar von Uwe K |

Habe Copd 4 und ein Lungenemphysem bekommen . Hatte nur noch 17% Lungenleistung. Ich fühlte mich als müsse ich sterben. Als man mir 3 Ventile eingesetzt hat begann ein zweites Leben. Hatte zuerst wieder 25% und jetzt etwa 21 % Lungenleistung, das hört sich nach wenig an aber das ist auch nicht das entscheidende, wichtiger ich kann wieder tiefer atmen und das Gefühl des Erstickens ist fast weg. Das kann ich nur jedem empfehlen, lässt sich aber leider nicht bei jedem anwenden.
Der Eingriff ist nicht schlimm. Es lohnt sich. Ich danke Gott.

Kommentar von susanne |

Bin aus Wien-wer weiss Rat- bin 71a, Copd, Lungenemphysem, sauerstoffpflichtig und nicht mobil. Ich möchte eine Grippeimpfung- durch die Gratisimpfaktion (Wahlwerbung?) ist der Impfstoff beim Hausarzt und in Apotheken ausverkauft. Die Impfaktion beim Gesundheitsamt ist nur persönlich möglich. Ich habe schon bei vielen Stellen erfolglos angerufen und bin nur mehr sauer. Lg Susanne

Kommentar von Schneider Richard |

Ich habe COPD 4 nach Gold / D mit Lungenemphysem sitze im Rollstuhl wenn ich auser Haus bin in der Wohnung habe ich Haltemöglichkeiten.
War Raucher seit 22 Jahren Nichtraucher in meiner nähe wird nicht geraucht keine brennenden Kerzen und keine offenen Feuer.
Ich bin Sauerstoffpflichtig 6Ltr./Min.
Bekomme 4X jährlich die Lunge ausgesaugt wegen Verschleimung.
Mein Problem war, dass ich 8 Jahre falsch Behandelt wurde.
Ich wünsche allen Lungenund sonstigen Kranken,dass es Ihnen besser wird.

Kommentar von Christoph Paffenhoff |

Hallo Helmut Jörg,
wenn man bei GOLD III noch täglich 10 Sargnägel qualmen kann, keine Medikamente nicht???, Kortison vertäufelt, hat nichts, rein garnichts verstanden. So ein Kommentar vonDir hier, fragwürdig.

Kommentar von helmut jörg |

Ich bin 77 und kämpfe (wer kämpft kann verlieren. wer nicht kämpft hat schon verloren) seit vielen Jahren gegen COPD III, bin reduziert süchtig (weniger als 10 Zigaretten), und nehme keine einschlägigen Medikamente (diese spiegeln nur einen besseren Zustand vor, Cortison ist gefährlich). Atemmuskeltraining wie Nordic Walking ist die einzig wirksame Therapie, es gilt ja die Ausatmungsbehinderung zu überwinden.

Liebe Grüße aus Wien

Kommentar von Bilo |

Ich habe eine mittelgradige obstuktive nach Lungen funkionstestkann mir jemand sagen was das bedeutet

Kommentar von Marieluise |

Wegen einer diagnostizierten COPD habe ich vor 2,5 Jahren das Rauchen aufgehört. Seither hatte ich 2 x eine akute Exazerbation, als Raucher hatte ich solche schlimmen Phasen nie. Hat jemand dafür eine Erklärung?

Kommentar von R. S. |

COPD wurde bei mir vor gut 1 Jahr iagnostiziert. Das nach gut 25 Jahren intensivem Sport. Lungenvolumen war seinerzeit auf 4,7l.
Tipps : Atemübungen machen, sehr gut im Netz zu finden.
Täglich bewegen, Radfahren fällt leicht. Spray, z.B. Pulver ist sehr sehr gut, kein Schleim, kein Husten. Für den Sport,, bin trainer, gibt es extra Spray. Zusätzlich nehme ich 3. Spray, Vernebler. COPD bewirkt, das man immer ruhiger wird, weniger tut. Das ist der Fehler. Genau das Gegenteil ist gut. mfg Ralf

Kommentar von Biggi |

Hallo liebe Leute,
als Copd-Neuling habe ich eine Frage an Euch: wie geht es Euch bei diesem warm-schwülen Wetter? Ich schnappe nach Luft ...
Lieben Gruß und hoffentlich keine allzu heiße Woche,
Biggi

Kommentar von Biggi |

Hallo Corinna, ich bin zwar nicht von Berlin, kann Dir also keinen Lungenfacharzt empfehlen, aber ich beobachte schon die ganze Zeit, dass Dir niemand eine Antwort gibt. Google einfach mal nach Lungenfacharzt Berlin, da stehen genügend, und dann gehe zu dem, bei dem Du am schnellsten einen Termin bekommst. Bist Du dann mit ihm nicht zufrieden, kannst Du immer noch wechseln. Lass Dich mal von Deiner diagnose nicht erschrecken, sondern warte die Untersuchung beim Arzt in Berlin ab. Inhallationssprays usw. bekommt jeder Copd-Patient, je nach Fortschritt der Erkrankung. Atemlosigkeit gehört leider auch dazu, aber da muss man den Lungenfunktionstest abwarten. Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz feste die Daumen und lasse den Kopf nicht hängen.
Gruß, Biggi

Kommentar von corinna |

hallo an alle, bei mir wurde vor 6 monaten copd festgestellt. atembeschwerden hatte ich schon laenger, aber ich habe es immer auf mein starkes uebergewicht zurueckgefuehrt.
nun habe ich die diagnose und man laesst mich hier voellig alleine. Teneriffa spanien.
nur ein spray, pulver, vor dessen benutzung ich angst habe.
ich fliege am 22 juli nach berlin.
kann mir bitte jemand dort einen guten lungenfacharzt empfehlen ?
fuer 2. meinung, hilfe und beratung.
ich bin verzweifelt , voellig alleine und oft schon nach wenigen schritten ausser atem
danke

Kommentar von corinna |

hallo an alle, bei mir wurde vor 6 monaten copd festgestellt. atembeschwerden hatte ich schon laenger, aber ich habe es immer auf mein starkes uebergewicht zurueckgefuehrt.
nun habe ich die diagnose und man laesst mich hier voellig alleine. Teneriffa spanien.
nur ein spray, pulver, vor dessen benutzung ich angst habe.
ich fliege am 22 juli nach berlin.
kann mir bitte jemand dort einen guten lungenfacharzt empfehlen ?
fuer 2. meinung, hilfe und beratung.
ich bin verzweifelt , voellig alleine und oft schon nach wenigen schritten ausser atem
danke

Kommentar von Bia |

Hallo ihr Lieben,
Wer weiß Rat? Mein Vater hat schwerste COPD, wir kämpfen alle gemeinsam dagegen an, leider ist seit 1 Jahr noch eine schlimme Angstpsychose dazu gekommen.
Wir sind in Behandlung, der Psychater kommt auch nach Hause- aber er verfällt immer mehr darin.
Habt ihr noch Anregungen oder Tipps für uns?
Dankeschön

Kommentar von Biggi |

Hallo Marianne,
die Hitze hat mir ins Gehirn gebrannt - lach. Habe doch tatsächlich den Link von Heidelberg für Dich vergessen. Wir jetzt nachgeliefert:

https://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-thoraxklinik-lva-baden-heidelberg

Gruß, Biggi

Kommentar von Biggi |

Hallo Marianne,
mit Ventilen habe ich zwar keine Erfahrung, habe aber viel darüber gelesen. Schau Dir mal die Erfahrungsxberichte der Thoraxklinik (Uniklinik) Heidelberg an, da sind einige Berichte von Menschen, die Ventile bekommen haben und denen haben sie geholfen. Insgesamt ist die Uniklinik Heidelberg eine der kompetentesten und genießt einen superguten Ruf. Die Aufklärung wäre toll.
Lieben Gruß, Biggi

Kommentar von Frank |

hallo marianne.
habe selber copd,schon lange,bin jetzt bei gold 4 endstadion.beim lungen facharzt
nur medikamente bekommen und keine terapie.nun damals gefragt wegen ventile einsetzen,mein arzt meinte das würde nur für kurze zeit helfen und der jetzige zustand käme zurück,lohnt sich nicht bei mir und die eventuellen nebenwirkungen wären schlimmer.war im lungenkrankenhaus hier im norden und diese bescheinigten mir alles gut,kann 100 meter laufen.hatte dort ein guten tag und musste nur 7 meter laufen und wurde nicht unter belastung getestet.erst nachdem ich ausgeruht war.
in mein jetzigen zustand bekomme ich keine terapie,weil ich nicht mit dem bus fahren konnte.hatte ich auch so angegeben.nur ich fahre ohne probleme mit dem auto.habe
es dann doch geschaft den antrag zur reha zu bekommen.bei der k.kasse dauerts.
nun will ich auch nicht mehr.kann sowiso nur noch 5 meter u.3m mit tasche laufen.
da hatt der arzt jetzt recht.lohnt sich nicht mehr.wünsche dir mehr glück u. lass dich nicht verarschen.gruss

Kommentar von Marianne |

Ich habe COPD 3 Gold und soll jetzt Ventile eingesetzt bekommen damit es nicht mehr zur überblähung kommt und man besser ausatmen kann.
Ich bekomme aber nicht genug ärztliche Aufklärung und bin mir daher sehr unsicher (Nebenwirkungen).
Kann mir jemand helfen der schon welche hat.

Kommentar von Biggi |

Hallo Anne,
super, herzlichen Glückwunsch für Deine neun rauchfreien Jahre. Du bist jetzt mein Vorbild und ich versuche, Dir nachzueifern - lach. Mit geht es die letzten Tage etwas besser, allerdings mit Kortison (nur noch 5 mg) und Sprays. Und Inhallationen usw. Ich hoffe aber, dass ich das in einiger Zeit reduzieren kann. Bin gestern 12,3 km Fahrrad (E-Bike) gefahren, aber dann war ich kaputt. wird jedoch täglich besser meine ich. Und heute Mittag gehe ich mit einer Freundin ein Eis essen. ist für mich die schwere Prüfung, sie ist nämlich Raucherin und wir haben immer mit Leidenschaft zusammen geplotzt. Ich denke aber, sie wird sich zusammennehmen und mir nicht so viel vorrauchen, sonst haue ich sie (Spaß).
Gruß, Biggi

Kommentar von Anne |

Hallo Biggi, Du musst Dir sagen: Die Zeit des Rauchens war schön und ich habe gern geraucht. Jetzt kommt die Zeit des Nichtrauchens, sie wird auch schön, wenn nicht noch schöner, weil man nicht mehr so abhängig ist von diesem Glimmstängel.
Bei mir hat es geholfen und ich habe es keinen Tag bereut, nicht mehr zu rauchen. (9 Jahre rauchfrei)

Alles Gute

Kommentar von Biggi |

Hallo liebe Leute,
bin heute den 43. Tag rauchfrei, fällt mir komischerweise seit gestern schwerer als am Anfang.
Lieben Gruß und schönen Tag, Biggi

Kommentar von Gottschall Andrea |

Hallo Monika
Danke für deinen Tip, hab ich auch schon gemacht, doch eine wirklich positive Entwicklung ist nicht in Sicht. Muss im September wieder zum Facharzt,werde wohl ein paar Tage in die Klinik gehen. Ich war sonst immer von Mai bis Oktober an der Nordsee zum arbeiten,da ging es mir besser. Doch in diesem Jahr geht ja nichts wegen der Pandemie. Ich kann nicht mit Mundschutz arbeiten.....

Kommentar von Biggi |

Hallo Anne, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar - er hat mich richtig aufgebaut. Mein LuFa meinte ja, ich hätte eine riesige Entzündung, die müssten wir bekämpfen, dann ging es mir besser. Und meine Hausärztin sagte, dass sich mein Stoffwechsel erst einmal sortieren müsste. Bei meinem nächsten LuFa-Termin werde ich Onkel Doc mal auf eine Reha ansprechen.
Lieben Gruß, Biggi

Kommentar von Anne |

Hallo Biggi, Deine Verzweiflung kann ich gut verstehen. Ich war in der gleichen Situation wie Du. Im Dezember 2011 hab ich aufgehört mit dem Rauchen. Ab März 2012 fingen bei mir die Probleme an. Ich hatte eine Lungenentzündung nach der anderen. Wie bei Dir gab es Kortison oder Antibiotika. Mein Arzt sagte damals auch, das hängt mit der Umstellung des Stoffwechsels zusammen. Dazu kam meine Angst vor dieser Krankheit. Ich bekam dann eine Reha genehmigt, bei der ich sehr viel über COPD + Lungenemphysem gelernt habe und man mir meine Angst nehmen konnte. Die Medikamente wurden noch einmal umgestellt und seither geht es mir gut. Je mehr ich über diese Krankheit weiß, umso besser kann ich damit umgehen. Ich habe COPD III.
Alles Gute und immer viel Luft für Alle
Anne

Kommentar von Biggi |

Hallo Ursel,
Danke für Deine lieben Worte, sie haben mir Mut gemacht. Ich kann nicht direkt sagen, dass sich mein LuFa nicht kümmert, er meint halt, dass meine jetzigen starken Beschwerden mit einer Entzündung zusammenhängen, die bekämpft werden muss (daher das Kortison) und dass es mir dann wieder viel besser gehen würde. Und so ähnlich meint meine Hausärztin auch. Sie meinte noch, dass dies mit dem Rauchstopp zusammenhinge, mit Stoffwechsel usw. Ich habe mir aber gedacht, dass ich mir die nächsten Tage mal ein Notfallköfferchen packe und wenn es nicht besser wird, gehe ich in die Notfallambulanz in einem hiesigen Krankenhaus.
Für mich wäre halt noch interessant zu wissen, ob hier noch jemand im Forum ist, der die gleichen Probleme nach Rauchstopp hatte.
Lieben Gruß, Biggi

Kommentar von Ursel |

Guten Morgen Biggi,

ich erhielt meine Diagnose vor 5 Jahren. Sehr unempathischer Lufa gewesen, Aufklärung gleich null, infauste Prognose, Zukunftsaussichten mäßig. Unterstützung vom HA ebenfalls Fehlanzeige. Konnte und wollte es so nicht hinnehmen oder mich damit abfinden. Habe dann einen Termin in einer Uniklinik zur Einholung einer Zweitmeinung organisiert. Ohne Einweisung oder Überweisung, habe mich selbst darum gekümmert und dort direkt meine Krankenkassenkarte vorgelegt. (Mein damaliger Lufa und mein HA verweigerten mir seinerzeit auch eine entsprechende Überweisung.) Hat problemlos funktioniert. Wurde dort sehr gut betreut, komplett neu eingestellt, Medikamentenwechsel, etc..
Heute habe ich so gut wie keine Einschränkungen mehr. Von der anfangs gestellten Diagnose COPD III hat sich mein Stadium bei einer II bis I eingependelt. Ich bin der festen Überzeugung, hätte ich die Behandlung vor fünf Jahren einfach so hingenommen, sähe es heute wesentlich schlechter bei mir aus. Mir ging es damals richtig mies, inkl. Zukunftsängste bis zur End-of-Life Stimmung. Alles nicht eingetroffen. Was ich damit sagen möchte ist einfach nicht aufgeben und notfalls auf eine EW bzw. ÜW bestehen oder eben selbst organisieren - es geht! Viel Erfolg und gute Besserung.
VG Ursel

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