Bewegung ist wichtig – mit diesen Helfern bleiben Sie trotz Corona fit

Nicht nur für Lungenpatienten gilt: Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Lungenfunktion zu erhalten oder zu verbessern, die Belastbarkeit zu steigern und die Muskulatur zu trainieren. Bevor das Coronavirus herumging, hatten wir dazu zahlreiche Möglichkeiten – doch vor allem in geschlossenen Räumen oder in großen Gruppen zu trainieren, ist jetzt eine Herausforderung geworden. Doch auch jetzt gibt es (digitale) Mittel und Wege, die Motivation zur regelmäßigen Bewegung nicht zu verlieren.

Es gibt eine Vielzahl an digitale Helfern – da ist für jeden etwas dabei.

In kleinen Schritten zum Erfolg

Bereits in der Vergangenheit haben wir darüber berichtet, wie sich ein Schrittzähler positiv auf die Motivation auswirken kann, denn er macht Erfolge messbar. Schrittzähler haben viele moderne Smartphones bereits integriert oder lassen sich als App herunterladen. Das iPhone beispielsweise misst ohnehin alle zurückgelegten Schritte automatisch in der „Health“-App und zeigt auch an, wie sich die Leistung in den letzten Wochen, Monaten oder Jahren entwickelt hat.

Wer es analog mag, kann auch eine Pulsuhr tragen oder einen einfachen Pedometer für kleines Geld im Sportgeschäft kaufen.

Nutzen Sie schon digitale Helfer?

Einige Lungenpatienten haben vor der Corona-Zeit Lungensport betrieben – eine tolle Möglichkeit für COPD- und Asthma-Patienten, die Atemwege zu trainieren. Doch während Corona stellen Präsenztreffen eine Herausforderung dar und manche Anbieter mussten ihre Angebote ein- oder umstellen. Eine Alternative sind Apps zum Lungentraining. „breathe+“ beispielsweise bietet die Möglichkeit, eine beliebige Anzahl an Atemzyklen einzustellen, in denen mit Hilfe einer grafischen Anleitung möglichst tief und ruhig geatmet werden soll. Das verlangsamt den Puls, belüftet die Lungen und sorgt neben dem Atemtraining für einen beinahe meditativen Effekt.

Auch abseits vom Training gibt es digitale Lungentagebücher für COPD- und Asthma-Patienten. Einige bieten sogar die Möglichkeit, die Daten direkt mit dem Arzt zu teilen – muss man aber nicht. Vielen hilft es bereits, ihren Gesundheitszustand selbst zu „tracken“, also nachzuverfolgen. Dort lassen sich beispielsweise Peak-Flow-Werte eintragen oder Angaben zum eigenen Wohlbefinden. Viele Apps können auch vorhersagen, wie sich das aktuelle Wetter und Umwelteinflüsse auf die Lungengesundheit auswirken.

Die „App auf Rezept“ kommt

Seit neuestem ist es außerdem möglich, eine „App auf Rezept“ zu bekommen. Denn als erstes Land hat Deutschland in seiner digitalen Gesundheitsverordnung angeordnet, dass bestimmte Apps von den Kassen erstattet werden können. Welche bereits in das „DiGa“-Verzeichnis (DiGa = Digitale Gesundheitsanwendungen) aufgenommen wurden, ist hier zu finden. Nach und nach werden hier weitere Apps aufgenommen, darunter auch welche zur Lungengesundheit.

Alles in allem gibt es viele Wege, auch während der Corona-Zeit fit und in Bewegung zu bleiben. Ob man dabei auf digitale Helfer setzt oder nicht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Übrigens: Eine Studie unter 125 Lungenpatienten ergab, dass Patienten von einem sportlichen Umfeld oder Partner profitieren. Motivationshelfer finden sich also auch im nicht-digitalen Umfeld.

Quellen:

Mesquita, Nakken (et al.): Activity levels and exercise motivation in COPD patients and their resident loved ones. In: Chest Journal, January 2017, Volume 151 (Online-Veröffentlichung vom Januar 2017).
BfArM. (2020, 06. Oktober). BfArM nimmt erste „Apps auf Rezept“ ins Verzeichnis digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGa) auf. [Pressemeldung]
3 Tipps: So bleiben Sie trotz Atemnot mobil! (19. Juni 2018). leichter-atmen.de.

Foto: Dragana Gordic / Shutterstock.com

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