Atemphysiotherapie

Richtig husten, leichter atmen!

In ihrem Blog zeigt uns Physiotherapeutin Anja Kornblum-Hautkappe wie eine Atemphysiotherapie Lungenpatienten zu mehr Luft verhilft.

Pflege der oberen Atemwege – Tipps für den Winter

Eine verstopfte Nase ist lästig und birgt zudem die Gefahr, die Lunge in Mitleidenschaft zu ziehen. Was können Sie tun, um die Nase in der kalten Jahreszeit frei zu halten?

Die Wintermonate sind für chronische Atemwegspatienten eine große Herausforderung. Besonders die oberen Atemwege sind anfällig für virale Infekte. Dabei besteht auch die Gefahr eines Etagenwechsels, also einer Ausbreitung des Infekts auf die Lunge.

Langsame Nasenatmung schützt die Bronchien

Die kalte und trockene Luft im Winter ist ein starker Reiz für die Atemwege. Unsere Schleimhäute reagieren irritiert auf diese Bedingungen, das ist völlig normal. Menschen mit empfindlichen Atemwegen oder Erkrankungen der Lunge, können auf diesen Reiz unter Umständen mit einer Engstellung der Bronchien und Luftnot reagieren.

Besonders bei einer Atmung durch den Mund trifft die kalte und trockene Luft ungefiltert auf unsere Atemwege und die Infektgefahr steigt an.

Strömt die eingeatmete Luft demgegenüber langsam über die Nase in die Lunge werden unsere Bronchialschleimhäute bestmöglich geschont. In der Nase wird die Luft angewärmt, angefeuchtet und gereinigt. Eine langsame Einatmung über die Nase hilft also, die Bronchien zu schützen.

Im Winter können Sie diese Effekte unterstützen, indem Sie die Schleimhaut der Nase regelmäßig befeuchten, z.B. mit salzhaltigen, isotonischen Nasensprays oder Salben.


Luftstrom verlangsamen

Nasenatmung

Eine Möglichkeit den Luftstrom zu verlangsamen, ist die Einatmung durch nur ein Nasenloch. Diese Technik reduziert den Reiz der kalten, trockenen Luft deutlich.

Dabei ist es wichtig, dass Sie den Finger nur sanft auf die Nase legen, bei zu viel Druck wird sonst auch das andere Nasenloch komprimiert.

Zusätzlich hilft es, sich einen Schal oder ein Halstuch locker vor Mund und Nase zu wickeln. So wird die kalte Luft noch weiter abgebremst und angewärmt.

Die hier vorgeschlagenen Techniken zeigen lediglich einen Auszug aus den Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Husten beeinflussen und besser kontrollieren können. Ein Physiotherapeut, der mit dem Thema Atemphysiotherapie vertraut ist, kann Ihnen helfen, die für Sie hilfreichsten Strategien zu finden und Sie damit vertraut zu machen.


So kriegen Sie Ihre Nase frei

Neben einer Erkältung kann auch das Anschwellen der Schleimhäute in den oberen Atemwegen als Reaktion auf die kalte Luft der Grund für eine verstopfte Nase sein. Eine dauerhaft verstopfte Nase erhöht zugleich die Infektgefahr für die Lunge.

Übung zum Abschwellen der Schleimhäute

Mit der folgenden Übung zum Freimachen der Nase können Sie das Abschwellen der Schleimhäute unterstützen:

  • Verschließen Sie Nase und Mund nach der Ausatmung.
  • Senken Sie den Kopf ca. 4-6 Mal erst tief in den Nacken nach hinten und dann nach vorne auf die Brust.
  • Bei Bedarf können Sie die Übung wiederholen. Ein Übungszyklus sollte jedoch nur so lange dauern, dass danach normal und entspannt weitergeatmet werden kann.
Übung zum Freimachen der Nase

Atemtherapiegeräte

Bei Sekret im Nasen-Rachenraum helfen oszillierende Ausatemgeräte speziell für die Nase, den Schleim zu lösen und zu mobilisieren.


Nasenspülungen

Die Befreiung der oberen Atemwege von Schleim können Sie außerdem mit Nasenspülungen unterstützen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie die richtige Wassertemperatur und Salzkonzentration wählen, dann sollte das Spülen der Nase nicht unangenehm sein.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass das Wasser nicht mit Druck, sondern lediglich mit der Schwerkraft in die Nase gebracht wird – dabei halten Sie den Mund weit geöffnet.


Richtig Naseputzen

Wenn Sie sich die Nase putzen, achten Sie unbedingt auf eine milde Nasenputz-Technik:

  • Bei kräftigem Schnäuzen mit viel Druck besteht die Gefahr der Verteilung des infizierten Nasensekrets in den Nebenhöhlen. Schonender ist es nacheinander jeweils ein Nasenloch zu verschließen und den Schleim aus dem geöffneten Nasenloch in kleinen Schüben und mit dosiertem Druck zu entfernen.
  • Falten Sie das gebrauchte Taschentuch anschließend zusammen und entsorgen Sie es im Müll.
  • Benutzen Sie jedes Mal ein frisches Taschentuch und waschen oder desinfizieren Sie sich im Anschluss, wenn möglich, die Hände.

Kommen Sie gut durch den Winter!

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Kommentare:

Kommentar von leichter-atmen Team |

Kommentar gelöscht.

Auszug aus unseren Richtlinien für Kommentare:

"(Eigen-)Werbung bzw. kommerzielle Inhalte haben nichts in den Diskussionen zu suchen."

Kommentar von Richard Kasulke |

Ein COPD Erkrankter, Stadium 2 und 3, kann, wenn dieser psychisch stark ist oder
sein will, sich sehr wohl leicht das Stadium verbessern, zumindest alles zum Stillstand bringen, wenn nicht dritte Lasten dieses verhindern!
Da man eine Nase reinigt, wenn man allein ist, soll man ganz einfach vorgehen:
etwas Luft abpusten, Lippen schliessen, in beide Nasenlöcher gleichzeitig die Luft
"knatternd" einsaugen, zwischendurch mit den Fingern links und rechts von aussen
den oberen Bereich der Nase sanft massieren, um Reste zu lösen, dann neu knattern.
Maximal 5 x und die Nase funktioniert einwandfrei! Morgens im Bett damit sofort beginnen, als Übung schon!
Die Salzlösung und die Menge muss auf persönliche Empfindung abgestimmt werden, ausprobieren. Sehr sinnvoll ist, einen tiefen Teller zu nehmen, diesen zu füllen mit der Salzlösung, die Nase hineinstecken und durch beide Öffnungen zaghaft und dann langsam kräftiger und kräftiger hochziehen in den Mund ableiten und auslassen, 4bis 5 Mal reicht. Nasen achtsam ausschnupfen! Fertig!
Immer und immer, bei jedem Wetter raus, richtig anziehen! Sehr warmes Wasser mitnehmen, Flasche umwickeln, am Körper tragen, zuerst sehr langsam laufen,
Pausen machen, langsam durch die Nase ein und wieder langsam ausatmen, langsam
von 21, 22, 23, 24, bis 25 zählen, 4-5 Sekunden, gleiche Zeit wieder ausatmen durch die Nase. Die Luft wird beim Einatmen angewärmt und gefiltert, die Luft wärmt den
gesamten oberen Ausatmungsorganismus, dieser vorgewärmte AtemVorgang beschützt die kleinen Durchmesser der Bronchien, so dass diese sich nicht schliessen
und in der Nase sind auch sehr kälteanfällige Organchen, die beginnen zu beissen und
zu kitzeln, wenn sie kalt werden!
Es können von keinem Menschen für andere Patentrezepte angeboten werden! Es gibt keine! Jeder Mensch reagiert anders! Empirisch muss alles selber ermittelt werden, und wie? Durch Versuche und Aufzeichnungen was gemacht wurde!

Kommentar von Lössl Reinhard |

Luftstrom verlangsamen, nur mit einem Nasenloch einzuatmen, ist schon etwas problematisch für COPD Kranke ( COPD 4 C ).
Regelmäßiges inhalieren mit Salzlösung NaCl 0,9 % mit PARI BOY ist hilfreich .

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