Bewegungsübungen mit dem Igelball

Igelbälle, auch Noppenbälle genannt, werden in der Physiotherapie zur Massage, für Greifübungen oder zur Schmerzlinderung eingesetzt. Die Bälle sind nicht teuer und lassen sich hervorragend in unser tägliches Bewegungsprogramm einbauen.
| 18.04.2016

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Ziel: Training der Flankenatmung, Atemwahrnehmung
Ausgangsstellung: aufrechter Sitz

Atmung (Bild 1):

1. Auf beiden Seiten je einen Igelball im Bereich der unteren Rippen auflegen.
2. Durch die Nase einatmen und die Atmung zu einem Ball in die Seite lenken. Mit diesem Igelball etwas Druck auf die Seite ausüben.
3. Nach ein paar Atemzügen die Seite wechseln.

Variation: Mit beiden Bällen kleine massierende Kreise im Rippenbereich beschreiben

Training (Bild 2 und 3): Handmassage

1. Einen Igelball in beide Hände nehmen, dabei sind die Arme leicht gebeugt.
2. Den Igelball zwischen den Handinnenflächen rollen und dabei auf der Stelle gehen.
3. Wichtig: Während der Übung bewusst weiteratmen und die Lippenbremse einsetzen.

Variation: Größere und langsamere oder kleiner und schnellere Kreise machen.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Ziel: Atemkoordination, allgemeine Mobilisation
Ausgangsstellung: aufrechter Sitz

Atmung (Bild 1 und 2):

1. in jeder Hand ist ein Igelball, die Arme über Kreuz nach unten zu den Füßen führen.
2. Mit der Einatmung durch die Nase den Oberkörper aufrichten und die Arme weit nach außen oben strecken.
3. Mit der Ausatmung wieder zurück in die Ausgangstellung

Training (Bild 3): Fußmassage

1. Einen Igelball unter den rechten Fuß legen, den anderen Igelball mit dem linken Arm in Schulterhöhe zur Seite strecken,
2. Mit dem Fuß den Igelball vor- und zurückrollen, gleichzeitig mit dem linken Arm und dem 2. Igelball die Zahlen 0 bis 10 in die Luft schreiben.
3. Achten Sie beim Ausatmen ganz bewusst auf den Einsatz der Lippenbremse.
4. Seitenwechsel

Variation: den Ball vor und zurückrollen, mit dem Arm und dem 2. Ball Achter beschreiben und dabei das Tempo variieren: kleiner und schneller, größer und langsamer oder z.B. auch mit dem Arm die Acht schneller + mit dem Bein den Ball vor und zurückrollen langsamer bzw. anders herum.


Schwierigkeitsgrad: Schwer

Ziel: Atemkoordination, Atemwahrnehmung
Ausgangsstellung: aufrechter Stand, Beine stehen hüftbreit

Atmung (Bild 1):

1. Die Igelbälle auf die Hände legen. Nicht festhalten!
2. Mit der Einatmung durch die Nase mit beiden Armen in Schulterhöhe einen Kreis nach außen beschreiben (die Ellbogen leicht beugen) und zusätzlich einen Schritt nach vorne machen.
3. Mit der Ausatmung den Kreis vervollständigen und das Bein wieder zurückführen.

Training (Bild 2 und 3): 

1. Mit dem Rücken an die Wand stellen, die Beine hüftbreit, einen Igelball zwischen Rücken und Wand einklemmen.
2. Die Knie langsam beugen („Kniebeuge bis auf Barhockerhöhe“) und langsam wieder strecken. Dabei soll der Igelball nicht runterfallen.
3. Zusätzlich beide Arme nach vorne strecken, die Handflächen zeigen zueinander, und die gestreckten Arme in kleinen, schnellen Bewegungen auf und ab bewegen.
4. Dabei ganz bewusst auf den Einsatz der Lippenbremse achten.

Quellen:
– Patientenzeitschrift COPD in Deutschland (Patienten-Bibliothek), Ausgabe 2016/2

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