Inhalierhilfe (Spacer)

Inhalierhilfen, auch Spacer genannt, werden im Rahmen der Inhalationstherapie mit Dosieraerosolen bei Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD eingesetzt. Sie reduzieren Nebenwirkungen der Medikamente und optimieren ihre therapeutische Wirkung.
 | 11.01.2020

Dosieraerosole sind die häufigste und erfolgreichste therapeutische Anwendung bei Asthmaund COPD weltweit. Sie zerstäuben flüssige Medikamentenlösungen zu kleinsten Aerosolteilchen, die beim Einatmen direkt in die Atemwege gelangen. Besonders Kortisonsprays verursachen dabei jedoch eine Reihe von Nebenwirkungen wie Pilzbefall im Mund, Reizungen im Rachenraum und Heiserkeit.

Ursache dieser Nebenwirkungen der Inhalationstherapie ist die hohe Austrittsgeschwindigkeit des Aerosols beim Auslösen eines Sprühstoßes. Teile des Medikaments bleiben dabei am Gaumen und im Rachenraum hängen, wo sie zu den genannten Nebenwirkungen führen können.

Was bewirken Inhalierhilfen?

Eine Inhalierhilfe wird dem Dosieraerosol vorgeschaltet und fängt den druckvollen Sprühstoß in ihrer Kammer auf. Dies hat drei Vorteile:

  1. Wenn der Patient die Aerosolwolke über die Kammer der Inhalierhilfe einatmet, transportiert der Atemstrom die Teilchen tief in die Atemwege hinein. So wird effektiv mehr Wirkstoff in der Lunge deponiert.
  2. Zugleich bleibt beim Inhalieren weniger Medikament im Mund- und Rachenraum hängen und die Nebenwirkungen werden minimiert.
  3. Das Aerosol kann vom Patienten zeitlich versetzt aus der Kammer der Inhalierhilfe abgeatmet werden, d.h. Sprühstoß und Inhalation müssen nicht zeitgleich koordiniert werden.

22.05.2020

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Fachgesellschaften empfehlen Inhalierhilfen

Aufgrund dieser Vorteile legen Fachgesellschaften und Experten Patienten der COPD die Verwendung einer Inhalierhilfe nahe. Besonders älteren Patienten und Kindern, die Schwierigkeiten mit der Koordination von Auslösen des Sprühstoßes und der Inhalation haben, wird die Verwendung eines Spacers nachdrücklich empfohlen.

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