Fliegen mit COPD
Wenn Sie in mehreren Kilometern Höhe fliegen, sinkt der Luftdruck im Flugzeug beträchtlich. Was ein gesunder Mensch locker wegsteckt, kann für Patienten der COPD zu einer Verstärkung der Symptome und sogar zu einer lebensbedrohlichen Hypoxie führen.
Bevor man als COPD Patient ins Flugzeug steigt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass beim Fliegen im Inneren der Maschine ein Luftdruck herrscht, der ungefähr den natürlichen Bedingungen in 2500 Metern Höhe entspricht. Das heißt: Die Luft ist im Flugzeug deutlich „dünner“ als wir es gewöhnt sind und die Sauerstoffversorgung beim Fliegen entsprechend reduziert. Sprechen Sie deshalb unbedingt mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine Flugreise planen. Gegebenenfalls wird er für die Dauer des Fluges eine Atemunterstützung mit zusätzlichem Sauerstoff empfehlen. Eine entsprechende Ausrüstung wird von vielen Fluggesellschaften angeboten – die Servicemitarbeiter der Airlines geben hier Auskunft.
Beachten Sie beim Fliegen mit COPD außerdem folgende Punkte:
- Vor Antritt einer Flugreise sollte der Zustand Ihrer COPD stabil sein. Bei Zweifel an der Flugtauglichkeit sollte vor Reiseantritt eine Lungenfunktionsprüfung und eine Blutgasanalyse durchgeführt werden.
- Halten Sie beim Fliegen immer ein COPD Notfallpaket bereit. Dieses sollte auf jeden Fall enthalten: 1 Packung mit einem vom Facharzt verschriebenen Antibiotikum und 1 Packung mit 10 mg Chortisontabletten (N1).
- Leiden Sie an einer COPD mit Emphysem, sollte unbedingt im Vorfeld der Flugreise eine Röntgenuntersuchung erfolgen. Liegen nämlich Emphysemblasen vor, in denen Luft eingeschlossen ist, dürfen Sie nicht fliegen. Die Emphysemblasen können wegen der Druckschwankungen während Start und Landung platzen, was lebensbedrohliche Folgen haben kann.
- Sie sollten auch darauf achten, dass Sie keine Ödeme haben, also Wasseransammlungen im Körper, die nach außen hin als Schwellungen sichtbar werden und sich häufig im Knöchelbereich bilden.
- Falls Sie (im fortgeschrittenen Krankheitsstadium der COPD) einen erniedrigten Sauerstoffgehalt im Blut haben, kann es sein, dass Sie beim Fliegen zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Dies kann auch passieren, wenn Sie aufgrund einer akuten Verschlechterung während Ihres Urlaubs (z.B. aufgrund eines Infekts) einen vorzeitigen Rückflug antreten müssen. Der Bedarf an Sauerstoff im Flugzeug muss der Fluggesellschaft vorher gemeldet werden. Aus Gründen der Flugsicherheit ist es nicht erlaubt, eigene Sauerstoffflaschen mitzuführen.
Sauerstoffpatienten
Vorab über das Prozedere erkundigen sollten sich natürlich auch und insbesondere Patienten der COPD, die generell sauerstoffpflichtig sind. Da die Regelungen je nach Fluglinie stark variieren können, ist es hier notwendig, rechtzeitig Informationen einzuholen. So wird zum Beispiel oft ein ärztliches Attest benötigt. Hier finden Sie eine Auflistung von Reisevorschriften verschiedener Fluglinien für Sauerstoffpatienten.
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COPD - Reisen mit COPD Übersicht
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