Lungenfunktionstest - Wie fit ist Ihre Lunge?

Ein Lungenfunktionstest gibt Auskunft über die Tüchtigkeit Ihrer Lunge. Anhand der gemessenen Werte können Aussagen über eine mögliche Lungenschwäche oder den Verlauf einer Lungenerkrankung getroffen werden.


Übersicht:

LungenfunktionWas ist ein Lungenfunktionstest?

Ein Lungenfunktionstest (Fachausdruck: Spirometrie) gibt Auskunft über die Tüchtigkeit Ihrer Lunge in Abhängigkeit von Größe, Alter und Geschlecht. So lässt sich messen, wie fit Ihre Lunge ist bzw. ob sie z.B. durch langjähriges Rauchen bereits bleibenden Schaden genommen hat.


Lungenfunktionstests werden deshalb vor allem zur Diagnose von Lungenkrankheiten wie COPD und Asthma eingesetzt. Über die Messung bestimmter Werte können chronische Lungenerkrankungen erkannt und ihr Verlauf beobachtet werden. Mit einem Lungenfunktionstest lässt sich so auch das jeweilige COPD Stadium des Patienten bestimmen.


Den Test kann man in der Regel beim Hausarzt durchführen - für chronisch Kranke gibt es aber auch digitale Lungenfunktionstests für die regelmäßige Nutzung zu Hause. Mit diesen Geräten lässt sich ebenfalls das COPD Stadium ermitteln.

 

Wie funktioniert ein Lungenfunktionstest?

Bei einem Lungenfunktionstest atmet der Patient über ein Mundstück in ein Gerät namens Spirometer aus. Dabei misst das Spirometer die Kraft und die Menge der ausgeatmeten Luft. Entscheidend für die Beurteilung der Lungenfunktion ist dabei das Verhältnis zweier Werte: der Vitalkapazität (FVC) und der Einsekundernluft  (FEV1).


Vitalkapazität:
Die maximale Luftmenge, die nach möglichst tiefem Einatmen wieder ausgeatmet werden kann


Einsekundenluft:
Die maximale Luftmenge, die forciert innerhalb von einer Sekunde ausgeatmet werden kann


Die Lungenfunktion misst sich nun am Verhältnis des individuellen FEV1-Wertes zum Normalwert der Vitalkapazität, der abhängig von Größe, Alter und Geschlecht ist. Dieses Verhältnis beider Werte wird in Prozent angegeben.

 

Lungenfunktionstest: Normwert-Tabelle

Während bei gesunden Menschen der FEV1-Wert bei mindestens 80% des Normalwerts liegt, ist er bei alten Menschen und Lungenpatienten oft deutlich niedriger. Bei COPD-Patienten im Endstadium beträgt er z.B. nur noch weniger als 30% des Normalwerts.


Die folgenden Tabellen geben eine Übersicht über die Normwerte der Vitalkapazität für Frauen und Männer:
 

Lungenfunktionstest Werte

 

Lungenfunktionstest Normwerte

 

Regelmäßige Kontrolle bei Lungenpatienten sinnvoll

Weil Lungenpatienten oft unter einer schwächer werdenden Lungenfunktion leiden, geben regelmäßige Lungenfunktionstests Auskunft über den Verlauf der Erkrankung. Deshalb sollten sie regelmäßige Tests durchführen und die gemessenen Werte in ein Patienten-Tagebuch eintragen. Dem behandelnden Arzt liefert das Tagebuch dann wichtige Informationen darüber, welche therapeutischen Maßnahmen in Frage kommen und welche Medikamente die beste Wirkung zeigen.

 

 

 

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