COPD - Die 10 wichtigsten Fakten

Was ist COPD? Diese Fakten und Hintergründe zur chronisch obstruktiven Lungenkrankheit sollte jeder Raucher und Patient kennen.

Die menschliche Lunge

1. Die COPD ist eine obstruktive Lungenkrankheit

COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease, zu Deutsch: die chronisch obstruktive Lungenkrankheit. Das Hauptmerkmal der COPD ist also eine dauerhafte Verengung der Atemwege (Obstruktion), die nicht vollständig heilbar ist. Ursache der Atemwegsverengung sind lungengängige Schadstoffe (z.B. enthalten im Zigarettenrauch oder Feinstaub), die sich in der Lunge festsetzen und dort entzündliche Prozesse auslösen.

Zu unterscheiden ist die COPD von anderen obstruktiven Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder Mukoviszidose.

2. Die COPD ist eine Volkskrankheit

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wird COPD im Jahr 2030 die weltweit dritthäufigste Todesursache sein. Im Jahr 2007 schätzte die WHO die Zahl der an COPD erkrankten Menschen auf etwa 210 Millionen. In Deutschland litten im Jahr 2010 etwa 6,8 Millionen Menschen an einer chronisch obstruktiven Bronchitis - bei den über 70-Jährigen sind es mehr als 25 %.

Das Erkrankungsrisiko der COPD ist demnach hierzulande vergleichbar mit dem von Asthma bronchiale und höher als das eines Herzinfarktes. Vor diesem Hintergrund kann man die COPD getrost als Volkskrankheit bezeichnen.

3. Die COPD ist nicht heil-, aber therapierbar

Die Umbauprozesse der Lunge, die zu einer COPD führen, sind nicht rückführbar (irreversibel). In allen Stadien der Lungenkrankheit sind jedoch Behandlungsmöglichkeiten vorhanden, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindern.

Jeder Patient hat also mithilfe der Therapie gute Chancen, seine Lungengesundheit zu erhalten bzw. zu verbessern. Neben einem Rauch-Stopp und der Einnahme bestimmter Medikamente gehören weitere Bausteine zu einer erfolgreichen Therapie, wie z.B. körperliche Aktivität, eine Atemtherapie, eine Ernährungsumstellung und vorbeugende Maßnahmen.

Welche Behandlung hilft bei COPD?

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4. Unbehandelt schreitet die COPD voran

Eine COPD entsteht, wenn sich lungengängige Schadstoffe im Bronchialsystem festsetzen und dort chronische Entzündungen in Gang setzen. Neben Rauchern sind vor allem Menschen gefährdet, die große Mengen an Staub, Feinstaub oder Feuerrauch einatmen. Die Folge: Die Schleimhäute der Bronchien produzieren einen zähen Schleim, der bei dauerhafter Belastung einen chronischen (Raucher-)Husten verursacht.

Bleibt die Belastung weiter bestehen, tritt eine fortschreitende Verengung der Atemwege ein. Sie wird von einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, dem Anschwellen der Schleimhäute und dem sich festsetzenden Schleim vorangetrieben. Wenn die Prozesse so weit fortschreiten, dass sie sich nicht mehr zurückbilden, lautet die Diagnose COPD.

Lunge mit Lungenbläschen

Lungenemphysem

Bei vielen Patienten mit schwerer COPD tritt ein Lungenemphysem hinzu. Dabei überblähen die Lungenbläschen und es kommt zu einer Beschädigung dieser feingliedrigen Strukturen.


Bleibt die COPD unbehandelt, schreitet die Erkrankung weiter voran. Dieser Verlauf ist jedoch alles andere als zwangsläufig (siehe Fakt Nr. 9). Um die Verengung der Atemwege frühzeitig aufzuhalten, sollten Raucher deshalb regelmäßig ihre Lungenfunktion beim Lungenfacharzt überprüfen lassen.

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