
Oben eine verstopfte Nase, in den unteren Atemwegen sitzt ein hartnäckiger Husten: Meistens fühlt sich das für uns wie zwei getrennte Beschwerden an. Tatsächlich arbeiten obere und untere Atemwege als ein zusammenhängendes System, die „United Airways“. Auf Deutsch heißt das „vereinte Atemwege“. Doch warum beeinflussen sie sich so stark?
United Airways: Warum obere und untere Atemwege zusammenhängen
Lange wurden sie getrennt betrachtet:
- Erkrankungen der oberen Atemwege: Schnupfen, akute oder chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) oder Beschwerden in Rachen und Mund, um nur einige zu nennen.
- Erkrankungen der unteren Atemwege: Asthma, COPD oder Lungenentzündung, und weitere.
Heute ist klar: Obere und untere Atemwege hängen eng zusammen. Der gesamte Atemtrakt (außer Rachen, Kehldeckel und Stimmbänder) ist von einer hochspezialisierten Schleimhaut ausgekleidet und teilt sich die Atemluft. Reizt etwas die obere Region, betrifft das oft auch die untere.
Dazu kommt die Aufgabe der Nase: Sie filtert die eingeatmete Luft, wärmt sie an und befeuchtet sie, bevor sie in die Lunge gelangt. Ist die Nase verstopft, atmen viele als logische Konsequenz durch den Mund. Doch dann kommt die Luft ungefiltert und kühl in den Bronchien an, was zusätzlich reizen kann.
Auch eine Entzündung bleibt selten an einem Ort. Bleibt ein allergischer Schnupfen lange unbehandelt, kann er auf die Bronchien übergreifen. Aus dem Schnupfen kann dann allergisches Asthma werden. Fachleute nennen diesen Wechsel von der oberen in die untere Region „Etagenwechsel“.
Wenn Schleim aus der Nase die unteren Atemwege belastet
Manchmal wirkt der Zusammenhang ganz mechanisch. Bei gereizter Nase läuft Schleim hinten am Rachen herunter und kann die unteren Atemwege reizen. Viele kennen das als ständigen Schleim im Hals.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Post-Nasal-Drip-Syndrom (PNDS)– ein kompliziertes Wort. Das PNDS ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das in Verbindung mancher Grunderkrankungen auftritt. Es beschreibt das Phänomen des „wandernden Schleims“.
Oft tritt es ganz ohne Erkältung auf. Der Grund: Wenn die oberen Atemwege entzündet sind und der Schleim hier nicht mehr abfließen kann, wählt er den Weg der Schwerkraft. Er bildet eine „Schleimstraße“, die hinunter zu den unteren Atemwegen reicht, somit auch die Bronchien belastet.
Für Sie heißt das: Wer beide Bereiche versorgt, entlastet das ganze Atemsystem. Auch bei COPD kann der Blick nach oben helfen, etwa bei dauerhaft verstopfter Nase.
Wie pflegt man die oberen und unteren Atemwege am besten?
Sich ausschließlich „oben“ oder „unten“ anzuschauen, macht also wenig Sinn. Stattdessen sollte auch die Therapie und Pflege der Atemwege einem eher ganzheitlichen Ansatz folgen. So hat sich beispielsweise gezeigt, dass Patient:innen mit COPD
oder Mukoviszidose stark davon profitieren, wenn die „United Airways“ gemeinsam therapiert werden, statt ausschließlich auf die direkt betroffenen Atemwege zu schauen, die gerade Beschwerden machen. Doch wie kann das genau aussehen?
Die Atemwege feucht halten – so geht’s
Im ersten Schritt sind feuchte Schleimhäute ein guter Schutz. Sie halten Reizstoffe ab und befördern Schleim leichter nach draußen. Wer die Schleimhäute aktiv befeuchtet, unterstützt das gesamte Atemwegssystem. Mehrere einfache Maßnahmen helfen dabei:
- Nasenspülung mit Kochsalzlösung: Eine Nasendusche spült die Nase mit Salzwasser durch. Das befeuchtet die Schleimhäute und schwemmt festsitzenden Schleim aus den Nasennebenhöhlen heraus. So gelangt er nach außen, statt in Richtung Bronchien zu laufen.
- Wasserdampf inhalieren: Wasserdampf hält die Atemwege feucht. Das kann die Flimmerhärchen (Zilien) wieder in Schwung bringen. Das sind feine, bewegliche Härchen, die den Schleim aus den Bronchien nach oben transportieren.
- Nasenspray verwenden: Ein befeuchtendes Nasenspray kann ergänzend die Nasenschleimhaut vor dem Austrocknen schützen. Sprays wie zum Beispiel das RC-Pflege® N Nasen- und Rachenspray mit dem Wirkstoff Dexpanthenol, der die Schleimhaut bei der Regeneration unterstützen kann, sind rezeptfrei erhältlich. Gerade im Winter, mit trockener Heizungsluft, ist das sinnvoll.
Die Pflege unserer Atemwege kann antivirale Effekte haben und sich maßgeblich auf die Infektabwehr auswirken. Logisch – denn das Risiko einer Ansteckung erhöht sich mit der Anzahl der Viren, die in unsere Atemwege gelangen. Sorgen wir stattdessen dafür, dass unser Selbstreinigungsmechanismus aktiviert wird – sprich, dass mit Hilfe des Schleimflusses Erreger wieder nach draußen befördert werden können – bleiben wir auch eher gesund.
Wer seine Atemwege feucht hält, unterstützt aktiv die eigene Infektabwehr.
Auch im Alltag können Sie die oberen und unteren Atemwege unterstützen:
- Viel trinken: Wasser oder ungesüßter Tee machen den Schleim dünnflüssiger. So lässt er sich leichter abtransportieren.
- Für feuchte Raumluft sorgen: Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus. Regelmäßiges Lüften und etwas Luftfeuchtigkeit helfen.
- Reizstoffe meiden: Rauch und staubige Luft reizen beide Regionen zugleich.
- Durch die Nase atmen: Bewusste Nasenatmung entlastet die Bronchien.
Als große Hilfe für die Therapie und Vermeidung der oben beschriebenen „Schleimstraße“ haben sich Atemtherapiegeräte wie beispielsweise das RC-Cornet® PLUS NASAL erwiesen. Bei der Anwendung über die Nase entsteht ein positiver Druck auf Nasen- und Rachenraum, der sanfte Vibrationen an die Atemwege weitergibt. Dies kann es erleichtern, den festsitzenden Schleim zu lösen und leichter abhusten zu können, was einen regenerierenden Effekt auf die oberen Atemwege hat. Das Ergebnis: Die Infektgefahr kann verringert werden, die Bronchien können weniger empfindlich reagieren.
Außerdem ermöglicht es Patient:innen gleichzeitig die Atemwege mit Feuchtigkeit über eine Inhalation zu versorgen und sich der Schleimstraße durch die Atemtherapie zu entledigen. Zusätzliches PLUS: Die Atemphysiotherapie mit dem RC-Cornet® PLUS NASAL kommt ohne Einsatz von Medikamenten aus.
Nasendusche: Das sollten Sie beachten
Eine Nasenspülung ist meist unkompliziert. Ein paar Dinge sind aber wichtig:
- Sauberes Wasser nutzen: In den meisten Fällen können Sie Leitungswasser verwenden. Nach einer Nasen-Operation oder bei geschwächtem Immunsystem sollten Sie das Wasser vorher abkochen und abkühlen lassen.
- Sanft dosieren: Üben Sie nur leichten Druck aus und stellen Sie die Spüllösung immer frisch her.
- Im Zweifel ärztlich abklären: Bei einer akuten Mittelohr- oder Nebenhöhlenentzündung oder bei längerer Anwendung vorher in der Arztpraxis Rücksprache halten.
Meist lassen sich beide Bereiche gut selbst pflegen. Halten Beschwerden aber länger an, sollten Sie ärztlichen Rat suchen. Das gilt zum Beispiel, wenn der Schleim über Wochen bleibt, die Atemnot zunimmt oder ein Schnupfen sich auf die Bronchien legt. Eine Ärztin oder ein Arzt kann dann klären, was dahintersteckt.
Fazit: Obere und untere Atemwege gemeinsam pflegen
Unsere oberen und unteren Atemwege gehören also zusammen. Was die eine „Etage“ reizt, betrifft oft auch die andere. Nur selten lohnt es sich, oben und unten getrennt zu betrachten. Die gute Nachricht: Wir können selbst viel tun. Halten wir die Nase frei und feucht und pflegen beide Regionen, tun wir viel für stabile Atemwege. Belohnt werden wir in der Regel mit mehr Gesundheit und Wohlbefinden.
Quellen:
– https://www.cegla.de/wissen/postnasal-drip-syndrom
– Lungenärzte im Netz: Die Schleimhaut der Atemwege. Abgerufen bei https://www.lungenaerzte-im-netz.de/unsere-atemwege/aufbau/ am 22.06.2026
– Lungenärzte im Netz: Unbehandelt droht jedem dritten Heuschnupfenpatienten Asthma. Abgerufen bei https://www.lungenaerzte-im-netz.de/ratgeber-archiv/meldung/unbehandelt-droht-jedem-dritten-heuschnupfenpatienten-asthma-6/ am 22.06.2026
– CEGLA Medizintechnik, 2026: RC-FIT® DUO. Abgerufen bei https://www.cegla.de/produkte/atemtherapie/rc-fit-duo/ am 22.06.2026
– Apotheken Umschau: Nasendusche – Tipps zur Anwendung. Abgerufen bei https://www.apotheken-umschau.de/mein-koerper/nasendusche-tipps-zur-anwendung-710303.html am 22.06.2026
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