So schützen Sie Ihre Atemwege vor trockener Heizungsluft

Mit Beginn der Heizperiode reizt zunehmend trockene Heizungsluft unsere Atemwege und erhöht die Infektionsgefahr. Was tun?
 | 29.09.2020

Mit Beginn der Heizperiode ändert sich die Atemluft in unseren Wohnräumen. Denn bei sinkenden Außentemperaturen atmen wir zunehmend warme und trockene Heizungsluft ein – mit ungünstigen Folgen für unsere Atemwege.

Die warme Heizungsluft trocknet die Schleimhaut der oberen und unteren Atemwege aus, das führt zu Reizungen der Schleimhäute mit Husten und zähem Auswurf. Das verstärkt die Beschwerden von Atemwegspatienten mit Asthma und COPD und erhöht die Infektionsgefahr.

Es ist ratsam die natürliche Schutzfunktion der Bronchial- und Nasenschleimhaut zu unterstützen.

Befeuchten Sie regelmäßig Ihre Atemwege

Das Befeuchten der Atemwege schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen. Besonders für Atemwegspatienten ist es ratsam, den natürlichen Schleimfluss zu unterstützen:

  • Die regelmäßige Inhalation von steriler Kochsalzlösung mithilfe von Verneblersystemen verbessert die Selbstreinigung der Bronchien: Das Inhalieren löst festsitzenden Schleim und erleichtert das Abhusten.
  • Pflegende Nasensprays und Nasenspülungen halten die Nasenschleimhaut feucht und schützen sie vor dem Austrocknen. Abschwellende Nasensprays sollten gemieden werden, da sie die trockene Schleimhaut zusätzlich schädigen.

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Befeuchten Sie die Atemluft in Ihrer Wohnung

Dem Absinken der Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohnräumen während der Heizperiode können Sie auf folgende Weise entgegenwirken:

  • Stoßlüften
  • Stellen Sie stets eine Schale mit Wasser auf die Heizung. Das verdunstete Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum und tut Ihren Atemwegen gut.
  • Ein Wäscheständer mit feuchten Tüchern im Wohnzimmer oder ein nasses Handtuch auf der Heizung bewirken denselben Effekt.
  • Zimmerpflanzen, speziell pflanzliche Hydrokulturen, wirken ebenfalls trockener Heizungsluft entgegen. Papyrus-Pflanzen zum Beispiel, deren Wurzeln ständig im Wasser stehen müssen, sind besonders geeignet. Für Allergiker kann eine Hydrokultur problematisch werden, da sich darin gerne Pilze bilden.
  • Um die Raumluft zu befeuchten, stehen auch elektrische Luftbefeuchter zur Verfügung. Solche Luftbefeuchter sollten einen Bakterienfilter am Ansaugstutzen haben.
  • Unnütze Reizungen durch Staub in der Wohnung (z. B. bei holzverarbeitenden Hobbies, offenen Flammen ) sind zu vermeiden.

Wie Sie sich zusätzlich vor Infektionen in der kalten Jahreszeit schützen können, lesen Sie im Beitrag 5 Tipps zum Schutz vor Atemwegsinfektionen bei COPD

Quellen:
– Foto: fizkes / Shutterstock.com

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