Salzinhalation: Richtig inhalieren bei Asthma & COPD

Die Inhalation von Salz ist bei Asthma und COPD mit vielen positiven Wirkungen verbunden. Worauf sollten Sie achten?
 | 31.08.2021

Salz gilt heute mehr denn je als therapeutisches Allround-Talent: Als natürlicher Wirkstoff kommt es in vielfacher Form bei der Behandlung verschiedenster Erkrankungen zum Einsatz. Für Atemwegspatient:innen mit Asthma oder COPD ist vor allem das Inhalieren von vernebelter Salzlösung ein beliebtes Mittel, um den Symptomen Herr zu werden.

Das bringt die Salzinhalation bei Asthma und COPD

Der therapeutische Nutzen der Inhalation von Salzlösung ist bei Atemwegserkrankungen gut belegt: Heilsam ist zum einen die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung von Salz, die zum Abschwellen der Schleimhaut beiträgt und die Durchblutung fördert. Zum anderen bewirkt das Inhalieren von Salzwasser, dass die Schleimhäute vermehrt Flüssigkeit in den Atemwegen bilden. Dieser Effekt kommt vor allem Asthma- und COPD-Patient:innen zugute, die mit zähem Schleim in den Bronchien zu kämpfen haben.

Dabei hilft die regelmäßige Inhalation von Salz unter anderem:

  • schützt die Schleimhaut vor dem Austrocknen
  • regt den Schleimfluss an und löst festsitzenden Schleim
  • verbessert den Abtransport von Schadstoffen und Krankheitserregern

Für viele Patient:innen mit Asthma und COPD ist die Inhalation von Salz also ein geeignetes Mittel, um ihre Symptome zu lindern und akuten Infekten der Atemwege vorzubeugen.

Wie kommt das Salz in die Atemwege?

Grundsätzlich stehen hierfür verschiedene Wege zur Auswahl: Salzhaltige Atemluft kann man beispielsweise während eines Kuraufenthalts an Nord- oder Ostsee (auch „Brandungsatmen“ genannt) oder bei einem Besuch einer der vielen künstlich geschaffenen Salzgrotten inhalieren.

Einfacher und genauso effektiv ist aber das regelmäßige Inhalieren von Salzwasser mit einem Vernebler.

Richtig inhalieren mit Salz – So geht’s

Für die Inhalation mit Salz benötigt man eigentlich nur zwei Dinge:

  1. Isotonisches Kochsalz besteht aus einer 0,9-prozentigen Salzlösung, also neun Gramm Salz auf einen Liter Wasser. Sterile Lösung zum Inhalieren gibt es in kleinen praktischen Päckchen in der Apotheke oder im Internet zu kaufen.
  2. Elektrische Vernebler sind Inhaliergeräte, die Kochsalzlösung zerstäuben. Eine möglichst geringe Tröpfchengröße ist für die Wirksamkeit der Inhalation entscheidend – denn nur kleinste Tröpfchen (sogenannte Aerosole) erreichen die Lunge mit ihrem weit verzweigten und filigranen Bronchialsystem. Das Aerosol inhaliert man am besten über eine Atemmaske, die es für Erwachsene und Kinder in verschiedenen Größen gibt.

Wann und wie oft sollte man inhalieren?

Wer ein- bis zweimal täglich für rund sechs Minuten inhaliert, trägt damit dazu bei, akuten Infekten vorzubeugen. Bei starker Verschleimung oder während eines akuten Infekts kann selbstverständlich auch mehrfach täglich inhaliert werden. Beim Inhalieren selbst gilt: Möglichst tief und langsam einatmen, damit die Tröpfchen sich in der ganzen Lunge verteilen können. Wer vor allem nachts unter produktivem Husten leidet, inhaliert am besten kurz vor dem Schlafengehen.

Eine zusätzliche Zeitersparnis und gleichzeitig eine erhöhte Wirksamkeit erreicht man, indem man die Anwendung mit einem Atemtherapiegerät kombiniert. Der RC-Cornet® PLUS beispielsweise hilft, dass die Aerosole gezielt dort ankommen, wo sie etwas bewirken können.

Quellen:
– Prof. Viola Vogel: Mit Atemwegspflege das Infektionsrisiko senken. (Beitrag auf der Homepage der ETH Zürich vom 13.03.2020)
– Lungenärzte im Netz: Einfaches Inhalieren kann Tröpfcheninfektion effektiv eindämmen. (10.01.2007)
– Foto: Fotolia.com

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