COPD-Symptome: Was tun bei starkem Husten?

Chronischer Husten quält viele Patienten der COPD vor allem nachts und morgens. Welche Medikamente und Hustentechniken helfen, erfahren Sie hier!

Hustender Mann mit COPD

Bei vielen Patienten der COPD setzt sich zäher Schleim in den Atemwegen fest. Durch Husten versuchen die Atemwege sich von Schleim zu befreien, der sich über Nacht in den Bronchien angesammelt hat – er tritt vorwiegend nachts und früh morgens auf.

In der Folge starker Hustenattacken verspüren manche Betroffene Schmerzen im Brustkorb, andere husten bis zum Erbrechen. Grundsätzlich gilt: Je zäher die Verschleimung der Atemwege, desto stärker der Hustenreiz und desto schwerer das Abhusten.

Starker Husten – Was tun?

Im Optimalfall wird der Schleim durch den Husten gelöst und als Auswurf aus den Bronchien befördert. Ziel muss es daher sein, die Betroffenen mithilfe von therapeutischen Maßnahmen und Hustentechniken in die Lage zu versetzen, den Schleim loszuwerden.

Medikamente: Hustenstiller, Hustenlöser & Co.

  • Langwirksame Bronchodilatatoren, also bronchialerweiternde Mittel, helfen am besten, um Husten bei COPD zu lindern. Sie gehören zur Basistherapie. Ihr Lungenfacharzt bestimmt das passende Präparat. Wichtig ist die regelmäßige Einnahme und die richtige Inhalationstechnik.
  • Hustenstiller (Antitussiva, auch: Hustenblocker) unterdrücken den Hustenreiz. Das Abhusten von Schleim ist aber ein wichtiger Vorgang, den COPD-Patienten nach Möglichkeit nicht unterdrücken sollten. Hustenstiller werden bei COPD deshalb nur in Ausnahmefällen, über einen begrenzten Zeitraum und in Absprache mit dem behandelnden Arzt verabreicht.
  • Hustenlöser (Mukopharmaka), z.B. mit den Wirkstoffen N-Acetylcystein, Ambroxol oder Cineol gibt es als Kapseln, Tabletten oder Hustensaft. Sie verflüssigen den Schleim und können für bestimmte Patientengruppen hilfreich sein. Zur Standardtherapie der COPD werden sie von den Leitlinien jedoch nicht empfohlen. Vor- und Nachteile sind im Einzelfall mit dem behandelnden Arzt abzuwägen.

Die richtige Hustentechnik

  1. Im ersten Schritt geht es darum, das tief in den Bronchien festsitzende Sekret zu lösen und nach oben zu befördern. Dafür gibt es spezielle Atemtherapiegeräte (z.B. RC-Cornet®, Flutter VRP1®), die Vibrationen auf die Lunge übertragen und den Bronchialschleim mobilisieren. Die Geräte sind verschreibungsfähig, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  2. Husten Sie erst dann, wenn Sie das Sekret schon relativ weit oben in der Brust oder im Hals spüren. Achten Sie darauf, nicht zu heftig zu husten, denn kräftiges, ungebremstes Husten kann den Atemwegen schaden.
  3. Kräftiges, ungebremstes Husten kann der Schleimhaut schaden. Um den Husten abzuschwächen, empfiehlt sich der Einsatz der Hustenbremse: Formen Sie eine Hand zur Faust und husten Sie mit aufgeblähten Wangen in den entstehenden Tunnel zwischen Daumen und Zeigefinger. Pressen Sie dafür die Tunnelöffnung auf die Lippen und lassen Sie keine Luft seitlich entweichen. Dann ein Taschentuch in den Handteller legen, dicht an die Lippen drücken und hinein husten.

Richtig abhusten

Bei stark verschleimten Bronchien steht für viele Betroffene das Abhusten von zähem Schleim auf der Tagesordnung. Wie man richtig abhustet und welche Mittel das Abhusten erleichtern.

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