Richtig Husten bei COPD

Husten ist das Hauptsymptom der COPD. Bestimmte Hustenmittel und -techniken reduzieren die Beschwerden und unterstützen die Patienten beim Abhusten.

Husten bei COPD

Husten zeigt sich vor allem nachts und morgens

Das Abhusten von Schleim gehört zur alltäglichen Routine von COPD-Patienten. Chronischer Husten stellt sich bei COPD als Folge von Entzündungsprozessen in den Bronchien ein - insbesondere nachts und früh morgens. Auslöser ist Sekret, das sich über Nacht in den entzündeten Atemwegen angesammelt hat und die Bronchien reizt.

Husten ist dabei mehr als nur ein lästiger Vorgang. Idealerweise befreit er die Bronchien von Schleim und kann den Betroffenen mehr Luft verschaffen. Die hohe Zähflüssigkeit des Sekrets (Viskosität) und die verengten Atemwege erschweren vielen Patienten jedoch das Abhusten. Die Betroffenen müssen deshalb in die Lage versetzt werden, sich regelmäßig vom Schleim zu befreien. Dabei helfen ihnen bestimmte Mittel sowie die richtige Hustentechnik.

Hustenmittel bei COPD

Ein wesentliches Ziel der COPD-Therapie ist es, den Schleim zu lösen und aus dem Bronchialsystem hinauszutransportieren. Hier die besten Tipps zur effektiven Linderung von Husten bei COPD:

  • Eine Kombination aus kurz- und langwirksamen Bronchodilatatoren helfen am besten, um Husten bei COPD zu lindern. Sie erweitern die Bronchien und sorgen damit für eine verbesserte Sauerstoffzufuhr.
  • Schleimlösende Mittel, z.B. mit den Wirkstoffen Acetylcystein, Bromhexin und Guaifenesin, werden vor allem tagsüber eingesetzt. Sie machen den Schleim flüssiger und verbessern den Abtransport.
  • Auch pflanzliche Präparate oder heiße Tees mit Thymian, Efeu, Isländisch Moos oder Fenchel wirken schleimlösend.

Weil Husten bei COPD nach Möglichkeit nicht unterdrückt werden sollte, sind hustenstillende Medikamente höchstens nachts angezeigt, um den Schlaf der Patienten zu verbessern. Auch Beruhigungsmittel, die häufig bei Schlafmangel und Depressionen verordnet werden, sind bei COPD nicht geeignet. Sie können die Sauerstoffversorgung der Patienten beeinträchtigen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

  • In den Leitlinien wird COPD-Patienten die Anwendung von PEP-Systemen (z.B. RC-Cornet®, Flutter VRP 1®) empfohlen. Sie verflüssigen zähes Sekret und erleichtern das Abhusten.
  • Lungensport bei COPD trainiert Kraft und Beweglichkeit des Brustkorbs, was nachweislich das Abhusten erleichtert. Außerdem werden hier Hustentechniken für ein effektiveres Abhusten eingeübt.
  • Es empfiehlt sich, vor jeder Mahlzeit den Schleim abzuhusten. So können Atembeschwerden während des Essens vermieden werden.

Hustentechnik bei COPD: Zärtlich statt ungebremst

Kräftiges, ungebremstes Husten kann bei COPD - vor allem wenn es sich um einen trockenen Husten handelt - Schaden anrichten. Es besteht nämlich die Gefahr, dass dabei kleine Risse in den Schleimhäuten entstehen und die Atemwege noch empfindlicher werden.

Es empfiehlt sich daher, den Husten leicht abzuschwächen bzw. "zärtlich" zu husten - sogenanntes Huffing. Beim Huffing haucht man die Atemluft stoßweise durch den weit geöffneten Mund aus, ohne zu husten. Dabei löst sich der Schleim von den Bronchialwänden und kann dann geschluckt oder ausgespuckt werden.

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Die Beiträge dieses Ratgebers klären Sie über verschiedene Hustenarten auf und ermöglichen Ihnen eine erste Einschätzung der eigenen Symptomatik.

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