Juttas Blog

Hier bloggt COPD-Patientin und Lungentrainerin Jutta. Ihr Leben von der Diagnose COPD bis hin zur Lungentrainerin ist voller praktischer Erfahrungen, die sie im Blog mit uns teilen möchte.

Atemtraining für zu Hause

In meinem ersten Beitrag ging es darum, wie wichtig Bewegung für uns Lungenpatienten ist. Hält uns das schmuddelige Dezemberwetter doch mal von der täglichen Dosis frischer Luft ab, können wir unseren Atemwegen auch in den eigenen 4 Wänden etwas Gutes tun.

Atemübungen sind Teil jeder Trainingseinheit in meinen Lungensportgruppen. Sie helfen uns, beweglich zu bleiben, die Muskulatur zu stärken und den Atmungsapparat bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Das Tolle an vielen Übungen ist, dass wir sie problemlos und ohne Trainingsgerät zu Hause durchführen können. Außerdem lassen sich diese Übungen dem eigenen Leistungsvermögen anpassen, so dass Patienten in allen Stadien trainieren können.

Anleitung: Atemübung Nummer 1

Für ein kurzes Training in den eigenen 4 Wänden bietet sich eine einfache Atemübung an, die ich den Teilnehmern meiner Lungensportgruppen empfehle. Sie lässt sich jederzeit und sogar mehrmals am Tag durchführen:

  1. Setzen Sie sich mit geradem Rücken auf einen Stuhl und lassen Sie die Arme seitlich runterhängen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung.
  2. Atmen Sie langsam ein und heben Sie dabei Ihren gestreckten rechten Arm langsam an. Bringen Sie den Arm bis in die Streckung über den Kopf, so dass Sie mit Ihrer Armbewegung einen Halbkreis in der Luft formen. Zählen Sie beim Einatmen die Zeit ab.
  3. Jetzt atmen Sie langsam aus und lassen den Arm dabei in entgegengesetzter Richtung wieder herab. Versuchen Sie beim Ausatmen mindestens die gleiche, wenn möglich aber die doppelte Zeit zu erreichen. Wenn Sie beim Einatmen also bis 4 gezählt haben, versuchen Sie jetzt mindestens bis 4, wenn möglich bis 8 zu zählen.

Wiederholungen und Schwierigkeit erhöhen

Je nach Vermögen kann diese Übung mehrmals mit beiden Armen wiederholt werden. Beginnend mit 3 mal rechts, 3 mal links, 3 mal abwechselnd und 3 mal mit beiden Armen gleichzeitig. Wer mehr Kondition hat darf gerne auf 5 Durchgänge erhöhen und dann je nach Vermögen Woche für Woche das Pensum steigern.

Wichtig ist es, die Bewegung der Atmung anzupassen und nicht umgekehrt!

Wer den Schwierigkeitsgrad erhöhen möchte,nimmt zusätzlich kann man die Hände mit Haushaltsgegenständen beschweren. Joghurtbecher, Butter- oder Margarine, ein Päckchen Zucker oder Wasserflaschen aus Plastik (0,5 l, 1,0 l oder 1,5 l ).

Probiert es aus und wenn ihr wollt, teilt eure Erfahrung hier im Blog: Wie viele Durchgänge schafft ihr und wie fühlt ihr euch dabei? Ich freue mich auf eure Eindrücke!

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Kommentare:

Kommentar von Jutta |

Lieber Odon,

es gibt eigentlich keine allzu großen Unterschiede zwischen Flüssig-Sauerstoff und Konzentrator. Bei Sauerstoffgabe sollte man jedoch darauf achten, dass immer sterilisiertes Wasser der Luft beigefügt wird, damit die Schleimhäute nicht allzu sehr austrocknen.

Das vermehrte Nasenlaufen bei Sauerstoffpatienten habe ich schon sehr häufig beobachtet und auch erzählt bekommen (ist auch bei mir so). Dabei gibt es auch große Unterschiede. Bei dem einen läuft die Nase nur ein wenig, bei anderen wie ein Wasserkränchen und bei wieder anderen gar nicht.

Einen Ausschlag von der Nasenbrille allerdings muss man nicht aushalten, denn es gibt verschiedene Ausfertigungen aus PVC, Kraton oder Silicon. Darüber kannst Du Dich im Artikel "Sauerstoffbrillen" hier auf leichter-atmen.de vorab informieren. Vom Umwickeln rate ich persönlich ab. Vielleicht kann auch ein Apotheker Dir weiterhelfen.

Alles Gute für Dich und Deine Mutter!

Kommentar von Brosch |

Guten Tag
meine Mutter ist nun seit 1,5 Wochen aus der Lungenklinik wieder nach Hause entlassen worden (nach zuvor 3 Monaten Spitalaufenthalt). Sie hatte bis dahin immer flüssigen Sauerstoff bekommen.

Seit sie aber nun zuHause ist, hatte sie einen Konzentrator erhalten. Dieser mag ja gut und recht sein....doch von diesem Gerät hat sie nach dem Auswerfen von Schleimm sehr starkes Nasenlaufen (was meiner Meinung nach sicher nicht normal ist).
Weiter hat sie durch diesen Sauerstoffnasenbrille einen Plastik-Silikon Ausschlag und ihre Nase ist immer noch stark entzündet und hatte letzten Samstag sogar sehr stark geblutet...wir waren alle sehr angespannt und sehen wie die Mutter leidet darunter.

Nun kann mir irgendjemand Infos geben über Möglichkeiten den Plastik-Silikon Schlauch eventl mit Stoff zu umwickeln oder was auch immer?
Und ob irgenwie das Nasenlaufen stoppen kann?

Bin für jeden Tipp sehr dankbar!

Lg Odon

Kommentar von leichter-atmen Team |

Beitrag gelöscht.

Auszug aus unseren Richtlinien für Kommentare:

"(Eigen-)Werbung bzw. kommerzielle Inhalte haben nichts in den Diskussionen zu suchen. Das gilt auch für Hinweise auf den eigenen Blog oder die eigene Webseite."

Kommentar von Bernd6211 |

Hallo Gretel,
ergänzend sei noch erwähnt, dass es gerichtliche Urteile gibt, dass die Krankenkassen ein mobiles Gerät finanzieren müssen. Kann Dir jetzt leider keine Aktenzeichen dazu geben, weil es mich nicht betroffen hat, aber ist logisch. Bei Belastung braucht der Körper halt mehr Sauerstoff als im Ruhezustand und der Betroffenen muss ja nun mal auch zwangsweise Arztbesuche machen und wenn er eben dazu Sauerstoff braucht..., (lach) Ich denke Krankentransporte mit Sauerstoff sind auf Dauer teurer als das Gerät. Schließlich und endlich hat auch keine Krankenkasse das Recht den Betroffenen "zu Hause anzubinden und ihn somit seiner Freiheit zu berauben" Jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung!!! Steht schon im Grundgesetz!

Hefte Dir hier mal 2 "Links" an zu deiner Information, bei welcher Firma ihr das Teil dann bestellt, ist ja Eure Sache.

http://www.treppenlift.net/sauerstoffkonzentrator/

Sehr informativer „Link“ über Sauerstoffkonzentratoren für zu Hause
Mein Favorit für unterwegs ist übrigens auch bei mit Bewertungen.

http://www.oxigeno-healthcare.com/Mobile-Sauerstoffkonzentratoren:::14.html

„Link“ über sonstige mobile Sauerstoffkonzentratoren. (nur der Vollständigkeit halber erwähnt) Beachtet bitte, umso leichter, desto besser verwendbar für unterwegs.

Seid alle lieb gegrüßt

Bernd6211

Kommentar von Gretel Klingelhöfer |

Hallo Bernd,
Versuch macht klug. Im April muß mein Mann zum Lungendoc zur Kontrolle. Mal sehen, was er dazu sagt, wenn wir ihn um eine Verordnung bitten. Aber die Begründung ist super! Danke für die Rückantwort. Ein schönes Osterfest wünscht ebenfalls
Gretel

Kommentar von Bernd6211 |

Hallo Gretel,
vielleicht sollte die verordnung vom Lungen-Doc kommen, der kann es auch besser begründen als der HA. Ich hatte angegeben, dass mir die mobile Sauerstofflasche zu schwer ist und dass ich sie unter 0 Grad sowie über 25 Grad draußen nicht verwenden darf. Hat dann auch geklappt. Flüssigsauerstoff hat ein paar mehr Prozentpunkte mehr als das, was aus aus dem Konzentrator kommt, aber ob das nun so erheblich ist??? Weiß nicht! Einfach mal dran bleiben!
Seid alle lieb gegrüßt und schönes Osterfest
Bernd6211

Kommentar von Ilona |

Ich habe lange nicht geschrieben. Auch ich wäre fast zu einer studie mit neuen Medikamten oder einem altbewährten. Da ich aber an einer Uni eine Verlaufsstudie mache, hat mich der Konzeren nicht genommen. Ich aheb die 40 Grad im letzten sommer überstanden. Konnte auch ins Schwimmbad da mir meine Freundinen beim tragen helfen, wir haben leider eine Steile treppe zum Freibad.
Ich wünsche uns allen Kraft, mut und Freude an allem was wir tun.
Es geht mir nicht besser in Kapazität und das laufen fällt schwer. Aber ich muss und möchte für alle die mich gern haben nocg ad sein. Ich habe 30 % Lungenvolumen und fliege noch, sogar bis in die USA und war letztes jahr sogar in den Rocky Mountains, war sehr hoch, aber ich konnte trotzdem vieles geniessen.

Kommentar von Gretel Klingelhöfer |

Hallo Bernd,
auch mein Mann bekam eine Verordnung vom Arzt für einen mobilen Konzentrator, nur die KK spielte hier nicht mit. Es wurde sofort die Genehmigung für flüssig Sauerstoff erteilt, der Konzentrator, den mein Mann schon über 10 Jahre nutzt und bisher ausreichend war, sollte abgeholt werden. Eine Nachfrage des HA brachte auch kein anderes Ergebnis, sodass uns leider nur der Weg für eine private Anschaffung blieb. Das Gerät war in der Zeit, in der mein Mann mit allen Erkältungen und Grippevieren durch unsere Enkel bedacht wurde, leider nicht ausreichend. Im Moment geht es ihm gut und da reicht auch das Gerät. Man muss und kann nicht alles verstehen! Ich wünsche allen ein schönes Osterfest.
Gretel Klingelhöfer

Kommentar von Bernd6211 |

Hallo Gretel Klingelhöfer, habe auch einen mobilen O2 Konzentrator. Inogen G3. wurde mir vom vom Lungen-Doc letztes Jahr verordnet und musste auch nichts bezahlen. Bin sehr zu frieden mit dem Teil, kann es zu Hause laden aber auch im Auto.

Lieben Gruß

Bernd6211

Kommentar von Bernd6211 |

Auch ich werde jetzt unter alle Themen hier einen haken setzen, in der Hoffnung, dass ich dann per Mail über Aktivitäten benachrichtigt werde, da es echt mühsam ist sich durch alle Themen täglich durchzuarbeiten. Liebe Grüße Bernd6211

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