Atemphysiotherapie

Richtig husten, leichter atmen!

In ihrem Blog zeigt uns Physiotherapeutin Anja Kornblum-Hautkappe wie eine Atemphysiotherapie Lungenpatienten zu mehr Luft verhilft.

Atemübung: Ausatmen durch einen Strohhalm

Für Patienten mit Asthma oder COPD ist das Ausatmen durch einen Strohhalm eine hilfreiche Atemtechnik bei Luftnot oder erhöhter Belastung. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie es geht.

Im letzten Beitrag ging es um die richtige Anwendung der dosierten Lippenbremse in Ruhe und bei Belastung. In diesem Artikel möchte ich Ihnen nun eine alternative PEP-Technik zeigen: die Ausatmung durch einen Strohhalm.

Zur Erinnerung:

Die Buchstaben PEP stehen für den englischen Begriff positive exspiratory pressure – übersetzt: die Ausatmung gegen einen positiven Druck bzw. gegen einen Widerstand.

Der Begriff PEP-Atmung umfasst viele verschiedene Atemtechniken und Atemtherapiegeräte. Sie alle haben gemeinsam, dass der Ausatmung ein gewisser Widerstand entgegengesetzt wird, in unterschiedlicher Intensität und auf unterschiedliche Art und Weise.

PEP-Atemtechniken helfen Ihnen

  • die Ausatmung zu verlangsamen und zu verlängern
  • die Atemwege länger geöffnet zu halten
  • mehr Luft aus den Atemwegen abzuatmen
  • die Reizung der Hustenrezeptoren zu vermindern

Hinweis: Üben Sie die Ausatmung mit dem Strohhalm zuerst in Ruhe und in Situationen ohne akute Atemnot. Jeder Patient sollte für sich einen individuellen, dosierbaren und vor allem alltagstauglichen Widerstand finden, den er im Alltag gegen Atembeschwerden einsetzen kann.

Ausatmen durch einen Strohhalm – So geht’s

Atemübung mit Strohhalm

Vorbereitung:

Zunächst müssen Sie einen passenden Strohhalm auswählen, der Ihnen einen angemessenen Widerstand bietet. Je nach Situation und individueller Kapazität können Sie Durchmesser, Länge und Winkel anpassen. Den für Sie passenden Widerstand finden Sie am besten zusammen mit Ihrem Physiotherapeuten heraus.

Je länger der Strohhalm, desto größer der Widerstand. Am Anfang ist es daher sicher ratsam, erstmal mit einem kürzeren Strohhalm zu beginnen. Häufig wählen Patienten anfangs einen zu hohen Widerstand, was schnell zu einer Überforderung beim Ausatmen führen kann.

Beachten Sie dabei, dass der Widerstand deutlich stärker steigt, wenn Sie ein Strohhalmstück mit einem geringeren Durchmesser wählen, als wenn Sie nur die Länge verändern.

Die Übung:

  1. Legen Sie das Strohhalmstück locker zwischen Ihre Zähne ohne darauf zu beißen.
  2. Schließen Sie die Lippen locker um den Strohhalm.
  3. Atmen Sie durch die Nase ein und lassen die Luft dann entspannt durch den Strohhalm ausströmen. Pressen Sie die Luft nicht mit Kraft heraus.
  4. Atmen Sie nach einer kleinen Pause wieder ganz normal durch die Nase ein. Bitte nicht bewusst tief einatmen.

Anwendungstipps:

  • Finden Sie die für Sie passende Strohhalmlänge. Sie können auch für verschiedene Situationen unterschiedliche lange und geknickte Strohhalmstücke bereithalten.
  • Setzen Sie die Atemtechnik in Momenten ein, in denen Sie das Gefühl haben, schwerer Luft zu bekommen, nicht durchatmen zu können, körperlich anstrengende Dinge zu erledigen haben oder als entspannende Atemtechnik im Alltag.
  • Üben Sie die Technik mit Ihrem Physiotherapeuten. Er/Sie kann Ihnen helfen, den passenden Widerstand zu finden.
  • Aus hygienischen Gründen entsorgen Sie die Strohhalme täglich nach dem Gebrauch und benutzen am nächsten Tag ein unbenutztes Stück.
  • Bewahren Sie die Strohhalme trocken und geschützt auf, so dass sie nicht verunreinigen können.
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Kommentare:

Kommentar von Linke Burckhard |

Hallo Johanna.
Ein Tipp von mir,wechsel die Ärzte,ich bin im Stadium (Gold 4) benötige viel von dem Berodual Spray,wenn ich es benötige sowie meine anderen Medikamente,ich benötige noch 5 verschiedene,bekomme ich sie verschrieben,es wird nie gefragt ob ich noch welche habe oder nicht,sie werden ja nicht zum Spaß genommen.Es ist eine Frechheit von den Ärtzten sie nicht zu verschreiben.Setz dich mit deiner Krankenkasse in verbindung und schilder deinen Fall.
Hoffe habe dir etwas geholfen.

Gruß Burckhard

Kommentar von Johanna |

Ein herzliches Hallo an alle Betroffenen,
hat jemand ebenfalls folgende Erfahrung machen müssen? Benötige Verschreibung meines Sprays. Da mein Trelegy Ellipta nicht mehr bis zum nächsten Kontrolltermin beim Lufa ausreicht, wollte ich ein Rezept anfordern. Antwort: Wenn Medikamente außerhalb der Kontrolltermine benötigt werden, müsse diese der zuständige Hausarzt verschreiben. Ok. Zum Hausarzt, Rezept angefordert. Antwort: Für dieses Medikament reiche das Buget nicht aus, der HA könne es nicht verschreiben. (?????) Erneut beim Lufa angerufen, nein muss zum HA. Dieser weigert sich ein Rezept auszustellen. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Frage mich für was ich monatlich einen horrenden Beitrag zur Krankenversicherung zahle (gut ist gesetzlich aber immerhin) Nicht genug dass man mit der Erkrankung COPD schon mal von Haus aus nicht immer frohgelaunt umgehen kann und dazu noch Zukunftsängste hegt, aber dann auch noch als Bittsteller für ein notwendiges Medikament dazustehen, ist schon mehr als grenzwertig. Hat jemand ebensolche Erfahrung gemacht?
VG Jo

Kommentar von Elfriede Noske |

Hallo ihr lieben kann mir jemand helfen ich habe eine leichtgradiges lungenemphysem und chronische Bronchitis aber keine verengung und kein hinweis auf obstruktion und kein hinweis auf restriktion das heist habe ich copd oder wie kann ich meine krankheit einschätzen wäre dank bar für eine Antwort Danke

Kommentar von Hannelore |

Hallo zusammen,
Habe mal ne Frage, warum soll man beim Peak Flow 3 x pusten und dann den besten Wert in den Pass notieren?
Dann wäre der Unterschied zwischen Morgens und abends sehr hoch. Das deprimiert mich dann sehr da man das Gefühl hat, es würde sich verschlechtern.
Habe Gold II Lungenemphesem

Kommentar von Linke Burckhard |

Hallo .
Ich benutze statt eines Strohalms ein Druckstüch einer 1mm Spritze,hier sollte man estmal prüfen ob es der richtige Durchmesser ist,sonst eine kleinere oder größere.Mir wurde sie in der Reha gegeben,kann nicht durch Druck oder Biß entzwei gehen,habe sie schon seit 6 Monaten immer noch die Selbe und komme 100% damit zurecht,wäre doch mal zu Überlegen es zu probieren.
Viel Erfolg wünscht Euch
Burckhard

Kommentar von Dr. Ralf J. Jochheim |

Sehr geehrte Frau Krause,

zu Ihrer Frage 2 möchte ich Sie auf unsere ausführliche Beschreibung "Wie bekomme ich eine Reha" unter dem u. g. Link hinweisen:

https://atemwege.science/forschungsgesellschaft-atemwegerkrankung-leitfaden-der-weg-zur-reha

Viel Erfolg!

Dr. Ralf J. Jochheim
Vorstand der Forschungsgesellschaft Atemwegerkrankungen e.V
www.atemwege.science

Kommentar von Linke Burckhard |

Hallo Angelika.
Deine Physio Behandlung verschreibt dein Lungenarzt(Als Facharzt),er kann mehr verschreiben als der Hausarzt.
Eine Reha bekommst Du über deine Krankenkasse(Die haben Häuser die auf COPD spezialeziert sind.(Ich war schon in Usedum Rehafachklinik Heringsdorf-Bad-Wildungen Fürstenhof(Abselut die Spitze ist die Fachklinik Weserland in Bad-Pyrmont-Hier passt alles für einen COPD Patienten(Ich habe Gold4).Sehr gute Ärzte-Sehr gutes Fachpersonal Zimmer und Essen ist kein 5Sterne Hotel,aber gut und reichlich vorallendingen freundlicher Service. Also wenn es sein muß und du einen schlechten Tag hast geht man auch speziel auf deinen Bedürfnisse ein.
Ich hoffe ich habe dir etwas geholfen-

mit freundlichen Grüßen
B.Linke

Kommentar von Angelika Krause |

Ich habe gleich 2 Fragen
1. Wie komme ich zu einer Physiotherapiebehandlung, muss diese vom Lungenfacharzt verschrieben werden???

2. Was muss ich tun, um auch als Rentnerin eine spezielle COPD-Kur zu erhalten????

vielen Dank im Voraus
mit freundlichem Gruss
Angelika Krause

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