Trotz Kälte: Lust auf Bewegung

Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen vor allem Lust auf Bewegung machen. Denn auch wenn es draußen feucht und neblig ist, müssen Sie noch lange nicht zu Hause bleiben!
von Jutta

Lust auf Bewegung? Gerade jetzt, wenn die kalte Luft auf die Atemwege drückt, fällt es vielen von uns schwer, sich zu motivieren. Natürlich kenne auch ich diese Phasen. Aber als Betroffene und Lungentrainerin weiß ich, wie gut Bewegung uns Lungenpatienten tut!

Was ich mir selbst und den Teilnehmern meiner Lungensportgruppen in dieser Situation sage: Jeder darf sich mal hängen lassen!

Aber es ist genauso wichtig, sich immer wieder aufzurappeln und den inneren Schweinehund auf dem Sofa zurückzulassen. Nutzen Sie also jede Chance, sich zu bewegen, die sich bietet.

Wenn die Sonne rauskommt, heißt es deshalb: Raus aus dem Sessel!

3 Tipps bei feuchter und kalter Luft

Auch an kalten, feuchten und nebligen Tagen tut Bewegung Ihnen gut – selbst wenn es nur eine halbe Stunde ist!

Schützen Sie sich dabei vor Kälte und Nebel:

  1. Ein warmer Tee vor dem Rausgehen, wärmt den Brustkorb vor. Ihre Bronchien werden es Ihnen danken!
  2. Ein um Mund und Nase gelegter Schal wärmt die Atemluft auf und schützt die Atemwege vor der kalten Luft.
  3. Zum Spazierengehen ist der Wald am besten geeignet. Hier ist die Luft besonders sauber und die Feuchtigkeit wird zum Teil von Bäumen und Pflanzen absorbiert.

Wer sich ausreichend schützt, braucht Nebel und Kälte nicht zu fürchten. Wichtig ist dabei natürlich, sich nicht zu überanstrengen. Für den Fall der Fälle haben Sie selbstverständlich immer Ihr Notfall-Medikament dabei!

Was tut ihr gegen den Winter-Blues? Zu guter Letzt interessiert mich natürlich, was ihr gegen den Winter-Blues tut. Was motiviert euch und wie haltet ihr euch an den kalten Tagen fit?

Lungentrainerin Jutta Bartsch

Über die Autorin

Jutta Remy-Bartsch

Patientin mit COPD und Bronchiektasen & Übungsleiterin für Lungensport

Jutta Remy-Bartsch lebt seit rund 30 Jahren mit Bronchiektasen, aus denen sich im Verlauf eine COPD im Stadium GOLD II entwickelte. Trotz wiederkehrender Infektionen und einer operativen Lungenlappenentfernung entschied sie sich früh, aktiv Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Sie engagiert sich seit der Gründung in der Selbsthilfegruppe Montabaur. Aus Eigeninitiative absolvierte sie die umfangreiche Ausbildung zur Übungsleiterin für Lungensport, um Betroffene fachkundig anzuleiten. Ihre Motivation: Wissen teilen, Menschen stärken und zeigen, wie viel durch gezielte Bewegung und Atemtherapie erreichbar ist. Zudem ist sie Mitglied des Patientenbeirats der Fachzeitschrift Atemwege und Lunge.

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3 Kommentare

  1. Mich würde eines interessieren.
    Ich habe eine Verordnung für Lungensport, die noch gültig ist. Aber ich kann in unserer Reha-Gruppe nicht mehr mitmache. Wie sich bei einem Myocardszintigram herausgestellt hat wird bei Belastung die Herzspitze nicht richtig versorgt, so dass ich keine Luft bekomme. Da es bei uns aber keine Sitzgruppe gibt, stellt sich mir die Frage, ob ich vielleicht zur Herzgruppe wechseln könnte.
    So funktioniert es jedenfalls nicht, da mir bei der kleinsten Anstrengung, trotz Sauerstoff, die Luft weg bleibt.

    Antworten
    • Sehr geehrte Frau Gessner,
      Vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Gerne geben wir Ihnen hierzu eine Einschätzung von unserer Bloggerin Jutta Bartsch weiter:

      Der Herzsport und Lungensport unterscheiden sich in der Anstrengung. Beim Lungensport soll mehr auf die Dreh-Dehn-Bewegungen und die Atmung unter Belastung gezeigt und geübt werden. Wo gegen der Herzsport mehr für die Ausdauer und Kräftigung der Muskulatur hinzielt.

      Es ist sehr bedauerlich, dass bei Ihnen der Lungensport nicht im Sitzen durchgeführt wird. Ich denke aber, das auch die Sitzgruppe im Herzsport zu anstrengend werden könnte.
      Meine Empfehlung zu diesem Problem: bei der Herzsportgruppe um ein Probetraining bitten und dann entscheiden, ob es für Sie in Frage kommt.

      Ansonsten möchte ich noch auf die Online Lungensportstunde (einmal wöchentlich – kostenlos) bei der AG Lungensport hinweisen http://www.lungensport.org.
      Dort wird abwechselnd Dienstags oder Donnerstag eine Trainingsstunde, mit verschiedenen sehr guten Trainerinnen, über Internet angeboten. Die Übungen sind überwiegend im Sitzen und gut erklärt mitzumachen.
      Wenn es zu viel wird, gönnt man sich eine Pause, um dann bei der nächsten Übungen evtl. wieder einzusteigen. Dadurch, das viele Kranke diese Möglichkeit nutzen, wird das Bild und der Ton der Teilnehmer/innen abgestellt, sodass keine Korrekturen gemacht werden können oder Pausen gesehen werden können. Am Anschluss dürfen Fragen gestellt werden.
      Ich halte diese Möglichkeit für Sie am besten. Leider fehlt die Gesellschaft und der Austausch mit anderen Betroffenen. Aber die Übungen bringen etwas und besser wenig machen, als nichts zu tun oder überfordert zu werden.

      Herzliche Grüße
      Jutta Bartsch
      COPD-Patientin & Lungentrainerin
      übermittelt vom Team Leichter Atmen

  2. Hallo Jutta, es war das größte Glück in Deine Selbsthilfegruppe zu kommen.
    Du hilfst uns sehr mit dieser Krankheit fertig zu werden, einfach toll wieviele gute Informationen du uns gibst.Es ist sehr wertvoll wenn man sich mit anderen Menschen über diese Krankheit austauschen kann
    Dankeschön Anni

    Antworten

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